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Ansprachen: Vom Gründungsmythos lernen und Ängste besiegen

In Tübach und Rheineck sprachen Kantons- und Nationalräte zu den Bürgern. Die Themen reichten von Fake-News bis zum Gründungsmythos.

(bs/jor/pd) Tübach hat am Dienstagabend erstmals einen Festredner eingeladen. Nationalrat und Chef der Olma-Messen Nicolo Paganini (CVP) hielt die Ansprache zum Nationalfeiertag. Dieser lobte die kleine Gemeinde, die Grosses vollbringt und zum Beispiel das St. Galler Kantonale Schwingfest durchgeführt hat. Paganini spricht in seiner Rede vom Gründungsmythos der Schweiz und fragt, was ihm in Zukunft abzugewinnen sei. Solidarität sei auch heute aktuell und nötig für die Sicherung einer Altersvorsorge, Bändigung der Gesundheitskosten oder Bewältigung der Migration. Auch Freiheit gelte es zu schützen. Das heisse auch, in Kauf zu nehmen, dass es die totale Sicherheit nicht gibt. Auch der Wandel bringe uns weiter: «Wir müssen den Wandel nicht nur zulassen, wir sollten wieder mehr Reformeifer entwickeln und nicht in allen Veränderungen die Risiken statt Chancen sehen.»

Gemäss Gemeindepräsident Michael Götte war ein Viertel der Dorfbevölkerung gekommen, um sich Paganinis Rede anzuhören.

Populismus fruchtet auf Ängsten

Etwas mehr als hundert Personen fanden sich zum 1. August-Brunch im Innenhof des Krone-Areals in Rheineck ein. Die Festrede hielt FDP-Kantonsrätin Isabel Schorer. Sie machte die Berichterstattung der Medien zum Thema und wies darauf hin, dass Zeitungen oft pessimistisch berichten. Damit würden sie die Meinungen der Leserschaft mit einer negativen Sichtweise beeinflussen. Die schnellen globalen Veränderungen würden den Menschen Angst machen. Werden diese Ängste aufgebauscht und dazu benutzt Politik zu machen, landen wir beim Populismus.

«Wir müssen die Ängste ernst nehmen, dürfen aber deswegen nicht Erstarren, sondern mutig vorausblicken», sagt Schorer. Niemand möchte die Sicherheit verlieren und die Komfortzone verlassen, aber man dürfe auch nicht stehen bleiben und den Kopf in den Sand stecken. «Wer positiv in die Zukunft blickt, aktiv nach Lösungen sucht und Lust auf Neues zeigt, bringt sich und sein Land nach vorne.» In dieser schnelllebigen Welt braucht es einen wachen Geist. «Die Schweiz wurde nicht zu diesem einzigartigen und prosperierenden Land, weil unsere Vorfahren in Angst erstarrt sind, sondern weil sie mutig gehandelt haben», sagt Schorer.

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