Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Vom Faltdach bis zur Eternitfassade: Die anderen Vorschläge für das Gossauer Hallenbad

Seit dieser Woche ist klar, wie das Gossauer Hallenbad aussehen soll. Wie unterschiedlich die Beiträge im Projektwettbewerb gewesen sind, zeigt ein Blick auf die Plätze 2 bis 5.
Johannes Wey
Das Projekt «Heureka »landete auf dem 5. Rang. (Visualisierung: PD)

Das Projekt «Heureka »landete auf dem 5. Rang. (Visualisierung: PD)

Es war eine klare Sache: Die Jury des Projektwettbewerbs für das Hallenbad Buechenwald kürte einstimmig das Projekt «Mako» zum Sieger. Armin Meier, der den Wettbewerb fachlich begleitet hatte, begründete den Entscheid auch mit der «robusten Struktur» des Projekts, die Änderungen erlaube.

Denn die Aufgabe an die Teilnehmer sei ausserordentlich komplex gewesen. So mussten die Wettbewerbssieger nachbessern und unter anderem den Eingangsbereich vergrössern.

Die Komplexität habe unter den fünf Teilnehmern, die es in die engere Auswahl geschafft hatten, zu völlig unterschiedlichen Lösungsansätzen geführt, sagte Meier bei der Präsentation vom Dienstag. Bei den unterlegenen Teams wären die Mängel nicht ohne weiteres zu beheben gewesen, weshalb sie gar nicht erst aufgefordert wurden, ihre Projekte zu überarbeiten.

Angelehnt an die Industrie

So etwa bei «Plein Air» von BUR Architekten aus Zürich. Als grosse Halle mit einem gefalteten Dach erinnere das Projekt an die umliegenden Industriebauten und schaffe damit eine interessante kulturelle Verortung, lobte die Jury in ihrem Bericht.

«Plein Air», 2. Rang. (Visualisierung: PD)

«Plein Air», 2. Rang. (Visualisierung: PD)

Der Höhenunterschied zwischen Garderoben und Schwimmbad wurde zugleich als Vor- und Nachteil gewertet: Zwar verschaffe die Galerie mit «elegant geschwungener Freitreppe» eine gute Übersicht, trotzdem seien der Niveauunterschied und die Distanz zwischen Duschen und Bäderlandschaft nicht optimal. Das Projekt biete «eine Art Freiraumbühne für den Schwimmsport». Allerdings rechnete die Jury angesichts von Fläche und Bauvolumen mit hohen Baukosten. Trotzdem schaffte es das Team auf den mit 15 000 Franken dotierten Rang 2.

Pellet-Silos im Obergeschoss

«Eduardo», 3. Rang. (Visualisierung: PD)

«Eduardo», 3. Rang. (Visualisierung: PD)

Für den 3. Rang erhielten K&L Architekten aus St.Gallen mit «Eduardo» 13 000 Franken. Sie sahen einen Holzbau mit drei Bauvolumen vor. Diese Struktur hätte gemäss Jury eine logische Abfolge der einzelnen Bäder ermöglicht.

Funktionale Mängel sah die Jury hingegen bei der Verteilung der Gebäudetechnik auf verschiedene Stockwerke und Räume. Erwähnt wird etwa die Lage der Pellet-Silos für die Heizung im Obergeschoss.

«Drückende» Schwimmhalle

«Am Quai», 4. Rang. (Visualisierung: PD)

«Am Quai», 4. Rang. (Visualisierung: PD)

«Am Quai» von Scheitlin Syfrig, Architekten aus Luzern, sah ein relativ niedriges Dach über alle Gebäudeteile vor. Die Jury lobte etwa die Materialwahl von Holz und Stahlbeton und die «rationale, flächensparende» Anordnung der Becken. Allerdings fehle dadurch Raum zum Verweilen und die «räumlich einfach gehaltene Schwimmhalle» wirke aufgrund der geringen Raumhöhe drückend. Für Rang 4 gab es 10 000 Franken.

Badestuben hinter Eternitfassaden

«Heureka», 5. Rang. (Visualisierung: PD)

«Heureka», 5. Rang. (Visualisierung: PD)

Mit 6 000 Franken und dem fünften Rang musste sich «Heureka» von Felgendreher Olfs Köchling, Architekten aus Azmoos, begnügen. Dieser «eigenständige» Beitrag sah einen länglichen Holzbau mit Welleternitfassade vor.

Durch seine Erscheinung werde das Gebäude als öffentliches Gebäude wahrgenommen, bei wirtschaftlichen Bau- und effizienten Betriebskosten, wie die Jury schrieb. Innen waren kleinteilige «Badestuben» vorgesehen. Die Preisrichter kritisieren daran die schlechte Übersicht und den damit verbundenen Aufwand für die Bademeister.

Mehr zum Thema:

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.