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«Ochsen» in Rorschacherberg geht in neue Hände über

Annemarie Scherrer-Fürstler, Wirtin des Restaurants Ochsen in Rorschacherberg, verlässt ihr Lokal nach über 14 Jahren. Die Nachfolge für eine der letzten Beizen am Berg ist aber geregelt.
Vivien Huber
Die Wirtin des «Ochsen» in Rorschacherberg bleibt trotz schwieriger Zeiten zuversichtlich. (Bild: Vivien Huber)

Die Wirtin des «Ochsen» in Rorschacherberg bleibt trotz schwieriger Zeiten zuversichtlich. (Bild: Vivien Huber)

Annemarie Scherrer-Fürstler sitzt nachdenklich am Beizentisch und betrachtet ihr Lokal. Per September will die Wirtin des Restaurants Ochsen in Rorschacherberg nach vierzehneinhalb Jahren das Handtuch werfen. Bei ihren Stammgästen war sie bekannt für ihre legendäre Kalbsroulade und die monatlichen Cordon-Bleu-Events.

Als die gebürtige Österreicherin den «Ochsen» übernahm, wusste sie, was auf sie zukommt. Nachdem sie den Beruf Kochkellner gelernt und die Wirteschule abgeschlossen hatte, wirtete sie 13,5 Jahre in Engelburg.

«Der ‹Ochsen› trägt meine Handschrift»

«Angefangen habe ich mit einem Mittagessen», erinnert sich die 52-Jährige an ihre erste Zeit im «Ochsen». Auch heute, wo sie viele Anwohner und Vereine zu ihren Stammkunden zählt, sind die Präsenzzeiten sehr hoch und die Arbeit anspruchsvoll. Für Scherrer-Fürstler beginnt der Arbeitstag um 7.30 Uhr und endet meist zwischen 00.30 und 1 Uhr nachts. Trotzdem sei es ihr nie zu viel geworden: Es mache ihr Spass, etwas zu erschaffen. «Das alles hier ist mein Herzblut», sagt sie und schaut sich um. Die ganze Einrichtung habe sie selbst ausgewählt. «Das Restaurant trägt meine Handschrift. Umso trauriger macht es mich, alles zurückzulassen», sagt sie.

In der Zeit als Wirtin des «Ochsen» hat Scherrer-Fürstler viele Höhen und Tiefen erlebt: «Ein Riesenerfolg waren die jährlichen traditionellen Metzgeten, die ich ins Leben gerufen habe.» Drei Tage lang gab es jeweils ganz besondere Kalbs- und Schweinsgerichte. «Die Events waren einerseits gehobener, andererseits gleichzeitig sehr familiär», erklärt sie.

Den Kontakt zu Gästen beibehalten

Das alles wäre nicht möglich gewesen, ohne ihre Aushilfen, die sie stets tatkräftig unterstützt haben. «Ihnen gebührt ein grosser Dank», sagt Scherrer-Fürstler. Ein familiäres, gutes Teamwork sei ihr nämlich ebenso wichtig wie die Zufriedenheit ihrer Gäste. «Bei mir soll der Kunde König sein», sagt sie. Besonders dankbar ist sie auch ihren Stammgästen, die ihr über all die Jahre immer treu geblieben seien. Die Wirtin glaubt, dass sich die Stammgäste über die ganze Zeit auch an sie gewöhnt haben und traurig über ihren Weggang sind. «Den Kontakt zu einigen werde ich aber behalten», verspricht sie. «Ich bin sicher, dass die neue Wirtin eine gute Arbeit leisten wird und ich wünsche ihr viel Erfolg dabei», sagt Scherrer-Fürstler zuversichtlich.

Warum sie überhaupt geht, darauf möchte die Wirtin nicht ausführlich eingehen: «Es gab einige Unstimmigkeiten mit der Hauseigentümerin.» Sie wolle aber niemanden schlechtmachen, denn sie blicke durchwegs positiv in die Zukunft: «Es tut zwar weh, aber ich lasse mich nicht unterkriegen.» Ausserdem habe sie ja noch ein paar Jahre Zeit um sich wieder etwas aufzubauen.

Die toughe Wirtin schmiedet auch schon inoffizielle Pläne, die sie verwirklichen will. «Es gibt so viele Möglichkeiten, an Ideen soll es mir nicht fehlen», sagt sie. Dass Annemarie Scherrer-Fürstler auch in schwierigen Zeiten immer weiterkämpft, bestätigt ihr Lebensmotto: «Wenn man Visionen hat, sollte man sie auch verwirklichen.»

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