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«Viele wissen nicht, wie man von einer Yacht aus rettet»

Nachgefragt: Kürzlich fand das Sicherheitstraining statt, mit dem der Yacht Club Staad (YCS) seine Saison auf dem Bodensee einläutet. Durchgeführt wurde der Anlass vom Präsidenten des Clubs, Dominik Hoigné.
Rebecca Frei
Dominik Hoigné, Handchirurg und Präsident des YCS. (Bild: PD)

Dominik Hoigné, Handchirurg und Präsident des YCS. (Bild: PD)

Herr Hoigné, seit wann gibt es dieses Training und wie kam es dazu?

Es fand dieses Jahr zum dritten Mal statt. Der Yachtclub hat viele Ärzte als Mitglieder. Man verlor sich dann bei Besprechungen über die Rettungsmassnahmen bei Unfällen schnell im medizinischen Fachjargon. Es ist jedoch wichtig, dass alle Mitglieder verstehen, was in solch einer Situation zu tun ist, und nicht nur die Ärzte. Deswegen habe ich dieses Training eingeführt.

Braucht es das?

Es ist wichtig, dass die Wassersportler wissen, wie sie in einer Notsituation reagieren müssen. Dabei ist es meist mit der Bergung einer Person aus dem Wasser noch nicht getan. Vielfach liegen die Hafenanlagen ausserhalb eines Stadtzentrums und es geht länger, bis eine Ambulanz eintrifft. Deswegen standen am kürzlich durchgeführten Training Wiederbelebungsmassnahmen im Fokus. Immer öfter sind Defibrillatoren in den Häfen vorhanden und es ist von Vorteil, wenn man mit diesen Geräten vertraut ist.

Ist das Training obligatorisch für die Mitglieder des YCS?

Nein, aber es ist eine sinnvolle Ergänzung zur Bootsprüfung. Bei der Prüfung wird lediglich das korrekte Fahren und Bedienen eines relativ kleinen Boots verlangt. Viele wissen daher nicht, wie man von einer Yacht mit höherem Bootsrand aus jemanden retten kann. Die Rettung von einem kleinen Boot aus gestaltet sich einfacher, da kann man leichter jemanden über den Bootsrand aus dem Wasser ziehen.

Kommt das Angebot gut an?

Ja. Die Mitglieder schätzen zudem, dass auch die Kinder, die jeweils auf den Booten dabei sind, einbezogen werden. Denn diese kennen die Gefahren des Wassers am wenigsten. An einem Training nehmen etwa 20 bis 30 Personen teil, das ist eine gute Klassengrösse.

Wie oft gibt es einen Ernstfall?

Im sportlichen Umfeld öfter, bei uns glücklicherweise selten. Letzten Herbst kam das einmal vor. Vorsicht ist jedoch immer besser als Nachsicht, weswegen wir auch besonderen Wert auf Sicherheitsvorkehrungen legen, wie beispielsweise das Tragen von Rettungswesten.

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