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Viele Ideen für neues Mörschwiler Dorfzentrum

Wie soll künftig das Mörschwiler Dorfzentrum aussehen? Dieser Frage sind rund 100 Einwohner auf den Grund gegangen. An der Mitwirkkonferenz der Gemeinde wurden Gestaltungsideen gesammelt.
Manuela Bruhin
In Mörschwil soll eine neue Zentrumsüberbauung entstehen. Noch ist unklar, wie sie ausgestaltet sein wird. (Bild: Ralph Ribi/28. Mai 2018)

In Mörschwil soll eine neue Zentrumsüberbauung entstehen. Noch ist unklar, wie sie ausgestaltet sein wird. (Bild: Ralph Ribi/28. Mai 2018)

Den eisigen Temperaturen zum Trotz haben sich rund 100 Mörschwiler am Samstagmorgen hinter der Bäckerei Gschwend versammelt. Der Anlass: Die Mitwirkkonferenz zur Gestaltung des Dorfzentrums. Eifrig wurde gefachsimpelt und diskutiert. Und schnell zeigte sich: Wie sich das Dorfzentrum künftig präsentiert, liegt den Anwesenden am Herzen. Gemeindepräsident Paul Bühler, der das Treffen als «kleine Landsgemeinde» betitelte, freute sich darüber: «Es ist schön, wie sich die Bevölkerung aktiv an der Zukunft von Mörschwil einbringt.»

Auf drei Parzellen im Herzen von Mörschwil soll eine neue Zentrumsüberbauung entstehen. Bühler betonte in seiner Ansprache die grosse Wichtigkeit des Geländes. Und bei der Gestaltung dieses «Filetstücks» soll die Bevölkerung ihre Anliegen, Wünsche und Ideen einbringen können. Insbesondere über die Frage, wie die öffentliche Nutzung stattfinden soll, sollte die Veranstaltung Aufschluss bringen. Eine der Parzellen ist im Besitz eines Privaten, die anderen beiden gehören der Gemeinde. Dennoch wolle man ohne entsprechende Grenzen planen. Insgesamt verfügt das Areal über eine Grösse von 4000 Quadratmetern.

Öffentliche Nutzungen sind wichtig

An der anschliessenden Begehung wurde klar: Die Mörschwiler haben sich bereits ihre Gedanken gemacht, wie das Areal künftig aussehen soll. «Ich hoffe, man kann die grosse Fläche ausnutzen, um einen ansprechenden Bau anzustreben», sagte beispielsweise eine ältere Dame. Am Rundgang beteiligte sich auch eine Mörschwilerin, die bereits seit 25 Jahren mit ihrer Familie im Dorf wohnt. Immobilien würden sie privat und beruflich interessieren, erzählte sie.

«Dass wir Einwohner in solch grundlegende Entscheidungen einbezogen werden, freut mich. Es ist sehr spannend.»

Sie habe sich lange mit der Frage befasst, was mit dem Areal passieren soll: Viele ältere Hauseigentümer wollten ihre Liegenschaften verkaufen, um den Jungen Platz zu schaffen. «Deshalb wären Mietwohnungen ideal», meinte sie. Im Erdgeschoss der neuen Überbauung seien demnach Gewerbelokale angebracht, um das Zentrum zu beleben. Zwar verfüge das Dorf über eine gute Infrastruktur, dennoch fehle vielleicht das eine oder andere Angebot.

Genau ein solches Brainstorming wollte die Gemeinde mit dem Anlass erreichen. Schon in der Vergangenheit hat sie verschiedene Ideen eingeholt. Paul Bühler:

«Mit der Mitwirkkonferenz sehen wir nun, ob wir uns auf dem richtigen Weg befinden.»

Er betonte weiter die Wichtigkeit öffentlicher Nutzungen, etwa einer Generationennutzung. «Ich denke beispielsweise an einen Aussenraum, ähnlich dem eines kleinen Parks.»

Weiteres Vorgehen bis im April bekannt

Mit dieser Aussage stiess der Gemeindepräsident bei einem Ehepaar an diesem Morgen auf grosses Wohlwollen. Ein Generationenhaus fehlte der Gemeinde, zeigte sich der Mann überzeugt. Er ist in Mörschwil aufgewachsen und kennt deshalb die Bedürfnisse. «Kinder sollen auf ältere Bewohner treffen. Der Begegnungsraum würde das Zentrum beleben.» Angebote wie eine Kindertagesstätte, ein Café, eine Mütter- und Väterberatung oder eine Werkstatt könnten so unter einem Dach zusammengebracht werden. Damit entstünde Platz für Gespräche und Diskussionen, aber auch für Events und Kurse. Seine Frau stimmte zu und fügte sogleich ihre Gestaltungswünsche an: «Der Bau soll sich ins Ortsbild harmonisch einfügen.» Für die Mitwirkkonferenz fand das Ehepaar lobende Worte. Gerade die Begehung vor Ort erlebte es als Bereicherung. «Man sieht es einfach anders, als wenn man mit dem Auto vorbeifährt.»

Die Gemeinde sammelt nun die Ideen, Wünsche und Anliegen der Bevölkerung. Bereits Ende März gibt es gemäss Paul Bühler eine entsprechende Sitzung. «Ich gehe davon aus, dass wir im April die Bevölkerung über das weitere Vorgehen informieren können.»

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