Die Skilifte rund um St.Gallen hatten dieses Jahr (fast) keinen Grund zur Klage

Zahlreiche Schneesportler haben sich im Winter an den Skiliften in der Region vergnügt. Nun ist die Saison zu Ende. Die Betreiber sind zufrieden, die meisten sprechen von einem überdurchschnittlich guten Winter.

Perrine Woodtli
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In Abtwil gibt es zwar keinen Skilift, dafür fand nach drei Jahren wieder ein Skirennen am Sonnenberghang statt. (Bild: Johannes Wey (9. Februar 2019))

In Abtwil gibt es zwar keinen Skilift, dafür fand nach drei Jahren wieder ein Skirennen am Sonnenberghang statt. (Bild: Johannes Wey (9. Februar 2019))

Die Sonne strahlt wieder öfters, die Temperaturen steigen. Der Frühling naht. Einige Skilifte in der Umgebung wurden bereits abgebaut. Deren Betreiber blicken auf eine gelungene Saison zurück, das Fazit fällt durchs Band positiv aus.

In Eggersriet etwa sind die Betreiber des Skilifts Spitze sehr zufrieden mit der Saison. Der Skilift hatte diesen Winter an 26 Tagen geöffnet und beförderte insgesamt rund 830 Schneesportler den Hang hinauf. «Es war eine gute Saison ohne Zwischenfälle, aber mit schön viel Schnee», resümiert Vereinspräsidentin Regina Engel. 2017/18 lief der Lift lediglich achtmal und auch in den Vorjahren waren es deutlich weniger Tage als in dieser Saison.

Momentan steht der Skilift noch, der im Februar sein 50-Jahr-Jubiläum feierte. Man habe abwarten wollen, sagt Engel. «Wir haben uns jetzt aber entschieden, den Lift am Samstag abzubauen.» Sie glaube nicht, dass es nochmals genügend Schnee gebe. «Höchstens ein Flaum, den die Sonne gleich wieder wegschmilzt.»

Schnee kam diese Saison etwas spät

Ähnlich tönt es beim Skilift Vögelinsegg auf der Grenze von St. Gallen zu Speicher. «Es war eine super Saison, ohne Unfälle oder andere Zwischenfälle», sagt Genossenschaftspräsident Christof Chapuis. Man habe zwar erst spät starten können – der Lift lief erstmals im Januar – doch die grossen Schneemengen hätten dies wettgemacht. Weil der Schnee dieses Jahr lange liegen geblieben ist, konnten die Betreiber auch vorausplanen, was aussergewöhnlich sei. «Wenn uns sonst jeweils jemand fragte, ob wir nächste Woche offen haben, lautete die Antwort meistens: Je nachdem, ob es noch Schnee hat», sagt Chapuis.

Der Skilift lief an 35 Tagen – ein überdurchschnittliches, jedoch kein Rekordjahr. In absehbarer Zeit werde man die Anlage nun abbauen. Denn auch wenn es nochmals schneien würde, ist sich Chapuis sicher: «Im April kommt niemand mehr Skifahren.»

Wenn der Skilift auf der Schneefallgrenze liegt

Das sieht auch Christian Frei in Waldkirch so. Er ist der Präsident des Skiclubs Tannenberg, der auch den Skilift betreibt. «Wir haben den Lift bereits abgebaut. Jetzt lohnt es sich nicht mehr», sagt Frei. Auch er ist zufrieden mit der Saison, obwohl sie erst im Januar begonnen hat. «Klar wäre es ideal, wenn es bereits in der Weihnachtszeit Schnee hat.» Es sei aber ein guter Winter gewesen mit viel Schnee. Man habe die Piste und die Loipen bestens präparieren können, was gemäss Frei geschätzt wurde.

Von Anfang Januar bis Ende Februar konnte der Skilift jedes Wochenende den Betrieb aufnehmen, bis auf eine Ausnahme, als ein Teil der Anlage kaputt war. Mit 23 Tagen handle es sich um eine überdurchschnittliche Saison, sagt Frei. «Nur schon deshalb, weil der Skilift lange am Stück lief ohne Unterbrüche.»

Anders als in den anderen Gemeinden lief der Skilift Erlacker in Wittenbach nicht so oft. An acht Tagen konnten sich die Wittenbacher mit dem Bügel den Hang hinaufziehen lassen. Der Skilift ist der tiefstgelegene Skilift in den umliegenden Gemeinden, der Schnee blieb dementsprechend nicht gleich lange liegen. «Anfang Februar hatte es zwar noch genug Schnee, jedoch regnete es drein», sagt Vereinspräsident Marcel Keller.

Speziell am Erlacker Hang: Oben bei der Bergstation lag Schnee, unten bei der Talstation war es grün. «Befände sich die Talstation auf der Höhe der Bergstation, hätten wir an drei bis vier weiteren Wochenenden öffnen können», so Keller. Obwohl die Saison durchzogen gewesen sei und man mit acht Betriebstagen unter dem Durchschnitt liege, sei er grundsätzlich zufrieden. «Wir hatten an acht Tagen offen. Und an diesen Tagen waren die Kinder glücklich. Das ist die Hauptsache.»

Mehr als zufrieden ist Kathrin Schmid Dronjak, die für den Skilift Schlössli im St. Galler Quartier Haggen zuständig ist. Der Skilift am Schlösslihang lief im Januar und Februar an 60 Halbtagen. «Es war eine super Saison. Wir hatten so viel Schnee wie schon lange nicht mehr», sagt Schmid. Auch in Haggen wurde der Skilift bereits verräumt.

Und auch beim Skilift Beckenhalde in St. Georgen können sich die Verantwortlichen nicht beklagen. Man sei sehr zufrieden mit der Saison, auch wenn über die Weihnachtsfeiertage Schneemangel herrschte, sagt Betriebsleiter Marcel Hurter. Der Skilift Beckenhalde lief danach dafür zwischen dem 6. Januar und dem 27. Februar durchgehend an 54 Tagen. Rekordjahr bleibt der Winter 1990/1991, als der Lift an 82 Tagen lief.

So waren die Skirennen in der Region: