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Vertrauen ist die Basis des Deals

Zähe Verhandlungen sind dem Landabtausch der Stadt und Ortsbürgergemeinde vorausgegangen. Nun braucht er noch die Zustimmung der Bürgerversammlung der Ortsbürgergemeinde und das Ja des St. Galler Stadtparlaments. Beide Organe tun gut daran, den Anträgen ihrer Exekutiven zu folgen.
Daniel Wirth
Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion Tagblatt AG

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion Tagblatt AG

Die Stadt und die Ortsbürgergemeinde haben einen Landabtausch vereinbart, dem lange und zähe Verhandlungen vorausgingen. Herausgekommen ist ein Geschäft, bei dem zwar kein Rappen fliesst, von dem aber beide Partner profitieren – die Stadt St. Gallen, ihre Bewohnerinnen und Bewohner sogar in hohem Masse. Denn der Landabtausch ist gut für die Gegenwart und könnte sehr gut werden für die Zukunft; das allerdings liegt in der Hand der Politik und der Stadtplaner.

Die Stadt erhält sehr viel Land in der Zone für öffentliche Bauten, für das sie der Ortsbürgergemeinde heute Zinsen fürs Baurecht bezahlt. Diese Zinsen fallen weg. Und sie erhält Schulsport- und Breitensportanlagen an der Zürcher Strasse, auf denen sie ab sofort in Eigenregie einen effizienten Betrieb gewährleisten kann. Was die Stadt mit diesen Arealen in ferner Zukunft machen wird, ist offen. 65000 Quadratmeter Entwicklungsgebiet hat sie sich mit dem Tausch jedenfalls gesichert.

Im Gegenzug gibt die Stadt knapp 22000 Quadratmeter Bauland in der Wohn- und Kernzone ab, das die Ortsbürgergemeinde in naher Zukunft selbst oder zusammen mit Investoren baulich entwickeln kann. So können die Ortsbürger Einnahmen generieren für ihre Kernaufgabe: Leistungen erbringen, die im öffentlichen Interesse liegen. Von den Investitionen der Ortsbürgergemeinde profitiert die Stadt aber gleich nochmals: Es entsteht neuer Wohnraum im Stephanshorn und im Haggen.

Für diesen gutaustarierten Handel braucht es noch die Zustimmung der Bürgerversammlung der Ortsbürgergemeinde und das Ja des St. Galler Stadtparlaments. Beide Organe tun gut daran, den Anträgen ihrer Exekutiven zu folgen. Bei diesem Landabtausch handelt es sich um ein Geschäft, bei dem niemand über den Tisch gezogen wird. Dafür kennen sich die Partner viel zu gut. Und es wurde auch zu lange verhandelt, als dass es bei diesem Geschäft für die Zukunft der Stadt noch Verlierer geben könnte.

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