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Verschiedene Ideen für die Bischofszellerstrasse in Arnegg: Parkplatzreduktion löst Bedenken aus

Die Stadt Gossau will das Arnegger Ortsbild aufwerten. Dazu hat sie sich nun mit Grundeigentümern getroffen.
Perrine Woodtli
Die Bischofszellerstrasse wird saniert. Gleichzeitig will die Stadt Gossau die Umgebung neu gestalten. (Bilder: Ralph Ribi (4. November 2019))

Die Bischofszellerstrasse wird saniert. Gleichzeitig will die Stadt Gossau die Umgebung neu gestalten. (Bilder: Ralph Ribi (4. November 2019))

Die Bischofszellerstrasse in Arnegg ist in einem schlechten Zustand. Fussgängerstreifen und Veloführung entsprechen zudem nicht mehr der den aktuellen Normen, die Sicht auf Velofahrer ist teilweise knapp und der Busverkehr wird behindert. Der Kanton hat schon vor einigen Jahren angekündigt, dass er die Strasse sanieren will.

Die ohnehin anstehenden Bauarbeiten will die Stadt Gossau gleich nutzen, um das Arnegger Ortsbild aufzuwerten. Sie stellte 2017 ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für die Bischofszellerstrasse vor.

Mit diesem Konzept ist man inzwischen einen Schritt weiter. In den letzten Tagen trafen sich unter anderem Stadträtin Gaby Krapf-Gubser und der zuständige Planer des Kantons mit den am stärksten betroffenen Grundeigentümern vor Ort, um mit ihnen Gestaltungsvorschläge zu diskutieren.

Pflästerung auf Plätzen und ein lärmarmer Belag

Die Stadt will die Umgebung der Bischofszellerstrasse «von Fassade zu Fassade neu gestalten», sagt Krapf-Gubser. Die einzelnen Vorplätze links und rechts der Strasse sollen attraktiver und die Aufenthaltsqualität erhöht werden. Konkret soll das Ortsbild entlang des knapp 300 Meter langen Abschnitts zwischen des Hotels Garni und der Schmidgasse aufgewertet werden.

Unter anderem sollen Bäume die Plätze auflockern. Die Beläge sollen sich von jenem der Bischofszellerstrasse unterscheiden. «Wir könnten uns Pflastersteine oder eine andere Farbe des Belags vorstellen.»

Apropos Belag: Die Stadt setze sich für die Bischofszellerstrasse beim Kanton für einen lärmarmen Belag ein, sagt Krapf-Gubser. «Den Bürgern ist bewusst, dass der Verkehr wegen der Sanierung nicht einfach abnehmen wird. Wir können aber versuchen, die Lärmbelastung zu verringern.» Das sei der Stadt ein wichtiges Anliegen.

Ein wesentlicher Punkt ist laut Krapf-Gubser zudem ein Mittelstreifen. Ein solcher Mehrzweckstreifen, wie man ihn bereits im Gossauer Zentrum kennt, soll die Bischofszellerstrasse und deren Überquerung dank Mittelinseln sicherer machen. Die Bushaltestellen in Arnegg sollen zudem behindertengerecht gestaltet werden.

Wie viele Parkplätze geopfert werden, ist unklar

Gaby Krapf-Gubser, Gossauer Stadträtin (Bild: PD)

Gaby Krapf-Gubser, Gossauer Stadträtin (Bild: PD)

Das Echo von den rund acht Grundeigentümern zu den Vorhaben sei mehrheitlich positiv, sagt Gaby Krapf-Gubser. Nur bei einem Punkt gebe es Bedenken: bei den Parkplätzen. Entlang des betroffenen Strassenabschnitts hat es heute mehrere Parkplätze. Da die Bischofszellerstrasse für einen separaten Fuss- und Veloweg verbreitert werden soll, müssten einige dieser Parkplätze weichen.

«Diesbezüglich spüren wir eine gewisse Zurückhaltung einiger Grundeigentümer.»

Wie viele Parkplätze weichen müssen, ist noch unklar. Krapf-Gubser betont, dass es sich um erste Entwürfe handelt. «Wir werden jetzt prüfen, ob weniger Parkplätze betroffen sind.» Die Anliegen der Grundeigentümer würden in die weitere Planung einfliessen. «Wir wollen eine einvernehmliche Lösung finden.»

Stadtparlament stimmt im Frühjahr über Kredit ab

Eine solche Lösung ist für die Stadt vor allem im Hinblick auf die öffentliche Auflage wichtig, bei der die Grundeigentümer einsprechen können. Die Auflage erfolgt, sobald das fertige Bauprojekt vorliegt. Zuvor muss der Kanton dieses nun fertigstellen.

Voraussichtlich im Frühjahr 2020 wird er das Projekt der Stadt Gossau unterbreiten. Im selben Zeitraum sollen auch die Arnegger über das Vorhaben informiert werden. Heisst der Stadtrat das Projekt gut, muss das Parlament noch den Kredit für die Gesamtsanierung genehmigen. Wie hoch der Betrag sein wird, kann Krapf-Gubser nicht sagen. «Die Kosten hängen auch davon ab, welche Massnahmen umgesetzt werden können.»

Die Kosten für die Sanierung der Bischofszellerstrasse übernehmen grösstenteils Kanton und Bund. Auch die Stadt muss etwas beisteuern, die Kostenaufteilung ist aber noch offen.

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