Vernissage: Goldacher Kultkünstler Jonny Müller lädt zur CO-Ausstellung 

Am Sonntag eröffnet in Goldach die Ausstellung dreier Künstler. Neben der Premiere ihrer Tri-Collage, findet dort auch die Aufklärung des neuen «Forum A 69» statt.

Laura Manser
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Diese drei Kunststile wurden bei der Tri-Collage miteinander vermischt. (Bild: PD)

Diese drei Kunststile wurden bei der Tri-Collage miteinander vermischt. (Bild: PD)

«Das hat es so noch nie gegeben», sagt Jonny Müller. Gemeint ist damit die Tri-Collage, das gemeinsame Projekt der drei professionellen Künstler Jonny Müller, Alexandra Oestvold und Vaclav Elias. Für die Collage hat jeder an einer Leinwand seiner Kreativität freien Lauf gelassen. Nach drei Wochen gaben die Künstler ihre jeweilige Leinwände dem Nächsten weiter, bis sie nach neun Wochen wieder beim ersten Künstler gelandet sind. Die drei Kunstwerke wurden dementsprechend von allen bearbeitet und ergänzt.

Geheimnislüftung der neuen Galerie

Die Ausstellung der Trio-Collage eröffnet am Sonntag, 31. März, mit einer Vernissage. Die Bilder und Objekte der drei Künstler sind bis zur Finissage am Samstag, 13. April, in zu bestaunen. Der Ausstellungsort ist eine neu geschaffene Galerie, das sogenannte Forum A 69, im Goldacher Atelier von Müller persönlich. Was genau hinter dem «Forum A 69» steckt, bleibt vorerst ein Geheimnis und wird erst an der Vernissage gelüftet.

Die drei Künstler haben unterschiedliche Hintergründe: Jonny Müller ist gebürtiger Goldacher und entdeckte seine Liebe zur Kunst vor 50 Jahren in Bern (Tagblatt vom 21. Februar 2019). Dort durfte er an der Jugendkunstausstellung teilnehmen. Seitdem arbeitet er generell in Zyklen, entweder an topaktuellen oder an längst vergangenen Themen, und gestaltet auch analog-interaktive Arbeiten.

Alexandra Oestvold ist in Rumänien aufgewachsen und zog später nach St. Gallen. In der Ostschweiz entdeckte sie ihre Leidenschaft zur Kunst, zur Malerei und zum bildnerischen Gestalten mit diversen Materialien und eröffnete eine Galerie. Zur Zeit beschäftigt sich Oestvold vor allem mit Bäumen oder Gesichtern und Menschen in unterschiedlichen Ansichtsweisen.

Von der Tschechoslowakei bis in die Schweiz

Auch Vaclav Elias ist kein gebürtiger Schweizer: Aufgewachsen ist er in der Tschechoslowakei, emigrierte dann nach Deutschland und schliesslich nach Luzern. Im Stadttheater Luzern arbeitete er als Bühnenbildner und Gestalter. Zu seiner Leidenschaft gehören dreidimensionale Skulpturen und Plastiken.

Werkart schliesst definitiv

14 Jahre und in 83 Ausstellungen hat Alexandra Oestvold mit der Galerie Werkart vielen Ostschweizer Kunstschaffenden die Möglichkeit gegeben, sich zu präsentieren.
Martin Preisser

Vaclav Elias bei Kultur im Bahnhof

Vaclav Elias präsentiert nicht einfach isolierte Gestalten. Er inszeniert mit seinen papierenen, annähernd lebensgrossen Menschen ganz konkrete Alltagssituationen. Dazu stellt er wesentlich kleinere Papierfiguren, welche die «echten» Ausstellungsobjekte in den Blick nehmen oder eben auch nicht.