Verbrecherjagd löst Auffahrunfall auf der Autobahn aus

Am Donnerstag hat die Kantonspolizei St.Gallen mit Einsetzen des Feierabendverkehrs bei der Autobahnausfahrt Meggenhus bei durchfahrenden Fahrzeugen eine Einbruchkontrolle durchgeführt. Beim dadurch ausgelösten Rückstau kam es zu einer Auffahrkollision.

Rudolf Hirtl
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Der 44-jährige Verursacher sowie eine 20-jährige Autofahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht.

Der 44-jährige Verursacher sowie eine 20-jährige Autofahrerin wurden bei dem Unfall leicht verletzt und von der Rettung ins Spital gebracht.

(Bild: Kapo)

Ab 17 Uhr beginnt in der Region Rorschach täglich der ganz normale «Stauwahnsinn». Im Feierabendverkehr quält sich jeweils eine riesige Blechlawine in Richtung Bodensee. Genau zu diesem Zeitpunkt führte die Kantonspolizei St. Gallen gestern eine Einbruchskontrolle bei der Autobahnausfahrt Meggenhus durch. Die Folge waren lange, beinahe stehende Kolonnen. Heute schreibt die Kapo dazu in ihrer Medienmitteilung «Goldach: Unfall im Feierabendverkehr: Am Donnerstag kurz nach 17 Uhr, ist es auf der Autobahn A1.1 zu einer Auffahrkollision mit drei beteiligten Autos gekommen. Zwei Personen verletzten sich dabei leicht.»

Kein Wort davon, dass die Kontrolle die Situation auf der Autobahn zusätzlich verschärft hat. «Selbstverständlich ist es von uns nicht gewünscht, dass es zu Staus kommt. Doch der Unfall wurde nicht wegen des Staus ausgelöst, sondern weil die Fahrzeuglenkerinnen und - lenker prinzipiell zu wenig Abstand auf das vordere Fahrzeug halten», sagt Kapo-Mediensprecher Florian Schneider.

Wir müssen dann kontrollieren, wenn die Einbrecher unterwegs sind

Und wieso hat die Kantonspolizei die Kontrolle zu Beginn des Feierabendverkehrs durchgeführt? «Weil Einbrecher in der Regel vorwiegend dann unterwegs sind», sagt Schneider dazu. Die Kapo müsse die Kontrollen daher um diese Uhrzeit durchführen.

Heute führe ausserdem die kleinste Verkehrsstörung zu Rückstaus. Die Ablenkung mit Handys und Anderem sei ein grosses Problem und führe tagtäglich zu Unfällen, wie er gestern in Goldach passiert sei. «Wenn Autofahren, dann nur Autofahren und nichts anders», mahnt der Mediensprecher.