Kommentar
Velowege sind ebenso wichtig

Das zunehmende Verkehrsaufkommen lässt sich auch mit mehr Strassen auf die Dauer nicht stemmen. Der Umwelt zu liebe ist Umsatteln angesagt, auch wenn es unbequem wird.

Jolanda Riedener
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Jolanda Riedener, Redaktorin Rorschach. (Bild: Peter Käser)

Jolanda Riedener, Redaktorin Rorschach. (Bild: Peter Käser)

Schon der Name Autobahnanschluss Plus verdeutlicht: Es geht bei diesem Projekt um mehr als um einen zusätzlichen A1-Zubringer für die Region Rorschach. Die Zentren beleben, die Stadtlücken schliessen, den Individualverkehr an den Rand des Siedlungsgebiets verlegen – das alles gehört zum verkehrspolitischen Programm.

Dass die Gemeinden am See mit dem Kanton nun Begleitmassnahmen für den Langsamverkehr erarbeiten, ist wichtig. Wird der motorisierte Individualverkehr aus den Zentren verbannt, gibt es für Velofahrer Platz. Damit Verkehrsteilnehmer aber vom Auto auf das Velo umsteigen, braucht es attraktive und vor allem sichere Velowege.

Sollte der Autobahnanschluss auf Ablehnung stossen, müsste Goldach 2040 mit rund 20000 Fahrzeugen pro Tag rechnen, so lautet die beunruhigende These der Befürworter. Diese Zahlen schrecken auf. Fraglich ist, ob und wie lange zusätzliche Strassen die immer grösser werdende Blechlawine schlucken können. Hier muss ein Umdenken stattfinden: Um der Klimaerwärmung entgegen zu wirken, müssen alle mitziehen, auch wenn es unbequem wird.