Veloweg für die St.-Josefen-Strasse: Im Bereich der Haltestelle Sömmerli ist ein 420 Meter langer Geh- und Radweg geplant

Auf der St.-Josefen-Strasse sind Velo- und Sicherheitsmassnahmen geplant. Damit will die Stadt St. Gallen eine attraktive Veloverbindung schaffen und das Stück sicherer machen.

Siri Würzer
Drucken
Teilen
Der Fussgängerstreifen bekommt eine Mittelinsel mit einer Velofurt zum Abbiegen.

Der Fussgängerstreifen bekommt eine Mittelinsel mit einer Velofurt zum Abbiegen.

Bild: Siri Würzer (19. November 2020)

An der Kantonsstrasse, die von St. Gallen Stahl über die Spisegg nach Engelburg führt, ergreift die Stadt St. Gallen neue Velo- und Sicherheitsmassnahmen. Es handelt sich um den Abschnitt zwischen dem Schiltackerweg und der Einmündung der Hätterenstrasse. Dieser soll für Velofahrer sicherer werden. Die Pläne liegen noch bis zum 10. Dezember öffentlich auf.

Im Rahmen einer 2012 durchgeführten Schwachstellenanalyse wurde der Abschnitt Schiltackerweg als Schwachstelle dokumentiert, wie die Kommunikation des kantonalen Baudepartements auf Anfrage mitteilt. Diese Schwachstelle soll nun behoben werden.

Keine sichere Querungsmöglichkeit in Richtung stadteinwärts

Im Bereich der St.-Josefen-Strasse führt entlang der Kantonsstrasse eine regionale Veloroute vom Autobahnviadukt beziehungsweise von der Spisegg hinauf in Richtung Stahl. Insbesondere im Bereich des Schiltackerwegs bestehe keine ausreichend sichere Möglichkeit, um die St.-Josefen-Strasse zu überqueren und auf die Veloroute stadteinwärts zu wechseln.

Das Projekt sieht auf der nördlichen Strassenseite den Bau eines 420 Meter langen, kombinierten Geh- und Velowegs vor. Der 3,5 Meter breite Weg soll auf Höhe Schiltackerweg beginnen und bis etwa 80 Meter vor der Abzweigung Hätterenstrasse ausgebaut werden. Der Weg leitet den Fussgänger- und Veloverkehr in beide Richtungen. So wird die für Velofahrer gefährliche Überquerung der St.-Josefen-Strasse verhindert. Für die Verbreiterung des Trottoirs wird privater Boden genutzt.

Die Busbucht der Haltestelle Sömmerli stadtauswärts wird auf die Strasse verschoben, also als Fahrbahnhaltestelle angeordnet.

Zusätzlich zum neuen Geh- und Veloweg wird der Fussgängerstreifen zwischen den beiden Bushaltestellen mit einer Mittelinsel samt einer Velofurt gesichert. Zudem soll die Mittelinsel gefährliche Überholmanöver hinter dem haltenden Bus verhindern.

Baubeginn ist ab kommendem Herbst möglich

Ziel dieser Velo- und Sicherheitsmassnahmen sei es, für den Veloverkehr eine attraktive Verbindung zu schaffen und Sicherheitsdefizite zu beheben, sagt das Baudepartement. Dabei geht man von Kosten in der Höhe von 1,4 Millionen Franken aus. Unter Vorbehalt allfälliger Einsprachen sei aus momentaner Sicht ein Baubeginn ab Herbst 2021 möglich.