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VCS-Präsidentin: «Ein Tram würde das S-Bahn-Problem entschärfen»

Stadt und Kanton haben die Pläne für ein Tram durch die Stadt St.Gallen zwar vorerst beerdigt. Trotzdem hegen einige die Hoffnung, dass dereinst doch ein Tram auf St.Galler Strassen unterwegs ist. Auch der VCS St.Gallen-Appenzell spricht sich dafür aus, ohne aber den Viertelstundentakt an den Stadtbahnhöfen aus den Augen zu verlieren.
Luca Ghiselli
So hätte das St.Galler Tram aussehen können: Diese Pläne verfolgen Stadtrat und Kanton vorerst nicht weiter. (Visualisierung: PD)

So hätte das St.Galler Tram aussehen können: Diese Pläne verfolgen Stadtrat und Kanton vorerst nicht weiter. (Visualisierung: PD)

Träumen darf man ja: Zwar haben Stadtrat und Kanton im September 2017 beschlossen, die Pläne für eine Tramlinie auf der Ost-West-Achse durch die Stadt fürs Erste aus Kostengründen auf Eis zu legen. Gerade in Zusammenhang mit der Idee eines Hub-Systems für den Stadtsanktgaller ÖV, aber auch in Verbindung mit den Diskussionen um einen Viertelstundentakt der S-Bahn an den Stadtbahnhöfen St. Fiden, Bruggen und Winkeln lassen einige aber nicht von der Idee ab.

So hielt der ehemalige Stadtrat Fredy Brunner fest, dass es langfristig ohne Tram gar nicht gehe. Die Stadt habe kein S-Bahn-Problem, sondern vielmehr Schwierigkeiten mit der mangelnden Effizienz im Nahverkehrsnetz. Ein Tram würde da Abhilfe schaffen, zeigte sich Brunner überzeugt.

Nun meldet sich der VCS St. Gallen-Appenzell zu Wort. In einer Mitteilung stützt er die Ansicht des ehemaligen städtischen «Verkehrsministers», wonach das Tram-Projekt weiterverfolgt werden sollte. «Der VCS erwartet vom Stadtrat, dass er einen neuen, ganzheitlichen Bericht erstellen lässt, der die Vorteile des Trams mit Eigentrassierung gegenüber dem Ist-Zustand aufzeigt», heisst es in dem Communiqué. Zur langfristigen Entwicklung der Stadt gehöre das Tram dazu. Aus diesem Grund müsse der Stadtrat jetzt aktiv werden und an dem Thema dranbleiben.

Tram-Pläne ins Aggloprogramm aufnehmen

Doris Königer, Co-Präsidentin der VCS-Sektion und SP-Stadtparlamentarierin, sagt auf Anfrage: «Ein Tram würde dem gesamten ÖV-System in der Stadt zahlreiche Vorteile bringen.» Gerade wenn man an ein Hub-System denke, sei eine solche Lösung zielführend.

Doris Königer, Co-Präsidentin des VCS St. Gallen-Appenzell. (Bild: PD)

Doris Königer, Co-Präsidentin des VCS St. Gallen-Appenzell. (Bild: PD)

So würden nämlich nicht mehr alle Buslinien den Hauptbahnhof ansteuern, die Hauptverkehrsachse würde durch ein eigentrassiertes Tram entlastet. «Deshalb wäre es fahrlässig, die Pläne einfach in der Schublade liegen zu lassen», sagt Königer. Bald beginnen die Vorbereitungen für die vierte Generation des Agglomerationsprogramms des Bundes. «Da bietet es sich geradezu an, das Tram-Projekt darin zu integrieren.»

Der dichtere S-Bahn-Fahrplan bleibt ein wichtiges Ziel

Während der VCS-Co-Präsidentin viel daran liegt, dass die Tram-Vision nicht in der Versenkung verschwindet, unterstützt sie aber ebenfalls die Forderung nach einer Taktverbesserung der S-Bahn an den Stadtbahnhöfen. «Wir müssen auch diese wichtigen Anliegen vorantreiben.» Denn selbst wenn es sich Stadt und Kanton in der Tram-Frage nochmals anders überlegen sollten: Bis ein Tram durch die Stadt fahren würde, würde es wohl Jahrzehnte dauern.

«Genau deshalb gilt es, den Druck auch bezüglich der S-Bahn aufrecht zu erhalten und ab sofort einen dichteren Fahrplan an den Stadtbahnhöfen einzufordern», sagt Doris Königer. Eines stehe aber fest: Mit einem Tram würde dereinst auch die S-Bahn-Problematik entschärft werden.

Königer ist überzeugt, dass ein St. Galler Tram in Politik und Bevölkerung den nötigen Rückhalt geniesst. «Die Unterstützung ist spürbar, und sie wird immer grösser.» Manchmal brauche es eben Mut, um für alle Beteiligten die beste Lösung zu finden.

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