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Schrecksekunde für VBSG-Passagiere: Bus rollt davon, der Chauffeur sitzt nicht am Steuer

An der Haltestelle Berneggstrasse ist ein Bus der VBSG bergab gerollt, während sich der Chauffeur nicht im Fahrzeug befand. Einige Passagiere sprangen aus dem fahrenden Bus und verletzten sich dabei.
David Gadze
An der Haltestelle Berneggstrasse rollte Bus für kurze Zeit führerlos bergab. (Bild: David Gadze)

An der Haltestelle Berneggstrasse rollte Bus für kurze Zeit führerlos bergab. (Bild: David Gadze)

Glück im Unglück hatten die Fahrgäste eines VBSG-Busses. Dieser hatte an der Haltestelle Berneggstrasse (stadteinwärts) begonnen, nach unten zu rollen, während sich der Fahrer ausserhalb des Fahrzeugs befand. Einige Passagiere sprangen daraufhin durch die offene Türe aus dem Bus und verletzten sich dabei. Dem Fahrer gelang es schliesslich, den Bus anzuhalten.

Die hintere Türe liess sich nicht mehr schliessen

VBSG-Unternehmensleiter Ralf Eigenmann bestätigt den Vorfall von Ende Juni. Der Chauffeur habe an der Haltestelle den Bus verlassen, weil die hintere Türe nicht mehr zugegangen sei. Da er sie auch manuell nicht habe schliessen können, habe er aussen, auf der linken Seite des Fahrzeugs, den Bus über den Hauptschalter ausgeschaltet. Dadurch habe sich aber die Haltestellenbremse gelöst, die bei jeder Haltestelle durch das Fahrpersonal zusammen mit der Entriegelung der Türen aktiviert werde und sich bei der Weiterfahrt automatisch wieder löse. Den sogenannten Federspeicher – die Handbremse des Busses – habe der Fahrer zuvor jedoch nicht betätigt. Deswegen habe sich der Bus nach dem Ausschalten auf der abschüssigen Gottfried-Keller-Strasse in Bewegung gesetzt.

Durch das offene Fahrerfenster habe der Chauffeur dann die Handbremse ziehen und den Bus anhalten können. «Dieses Verhalten ist grobfahrlässig», sagt Ralf Eigenmann. Mit viel Glück sei nichts Schlimmeres passiert. Welche Konsequenzen der Vorfall für den Fahrer haben werde, könnten die VBSG derzeit noch nicht kommunizieren. «Er kann sich selbst nicht erklären, warum er die Handbremse nicht gezogen hat, und bedauert den Vorfall zutiefst.» In solchen Fällen stehen gemäss Personalreglement der Stadt St. Gallen verschiedene personalrechtliche Massnahmen zur Verfügung. Die geschädigten Passagiere haben gemäss Ralf Eigenmann auf eine Anzeige verzichtet.

VBSG prüfen Massnahmen

Für die Heilungskosten kommen die VBSG auf – «nicht nur, weil wir das müssen, sondern weil wir uns auch moralisch dazu verpflichtet fühlen». Die VBSG prüften immer bei solchen oder ähnlichen Ereignissen, was vorgekehrt werden könne, damit sich solche Vorkommnisse nicht wiederholten, sagt Unternehmensleiter Ralf Eigenmann. «Das ist auch eine Vorschrift.» In der Betriebsleitung seien die Diskussionen diesbezüglich bereits in vollem Gange. Eine hundertprozentige Sicherheit könne aber nie gewährleistet werden.

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