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«Ich werde ein Stadtpräsident für alle sein»: Urs Müller (FDP) wird in Rheineck gewählt

Der Thaler Urs Müller (FDP) hat sich gegen seine Mitbewerber Angelika Margadant und Marco Ramsauer, beide parteilos, durchgesetzt. Müller erhält 531 Stimmen und übertrifft das absolute Mehr um 39 Stimmen.
Gert Bruderer
Eine überparteiliche Findungskommission hat Urs Müller vorgeschlagen. (Bild: Jolanda Riedener)

Eine überparteiliche Findungskommission hat Urs Müller vorgeschlagen. (Bild: Jolanda Riedener)

Urs Müller (FDP) erhielt rund 54 Prozent aller abgegebenen Stimmen. Sein Vorsprung auf die zweitplatzierte Angelika Margadant beträgt 211 Stimmen.

Müller verbrachte die Mittagszeit im Kreis der Familie. Seine vier Töchter waren mit ihren Partnern zum Essen gekommen, so dass sich gemeinsam auf den Wahlerfolg anstossen liess. Die frohe Kunde überbrachte telefonisch der noch amtierende Stadtpräsident Hans Pfäffli.

Ein Präsident für alle sein

Dass er gewählt worden sei und dies bereits im ersten Wahlgang, habe ihn überrascht und freue ihn natürlich, sagte Müller. Er bekräftigte seine Absicht, ein Stadtpräsident für alle zu sein, was er bereits am öffentlichen Podiumsgespräch versprochen hatte.

Seine Zugehörigkeit zum Leitungsteam der Freikirche ICF St. Gallen, die im Vorfeld der Wahl zu reden gab, beabsichtigt der Gewählte aufzugeben. Auch bei einer Nichtwahl, sagt Müller, hätte er sich demnächst aus dem Leitungsteam verabschiedet.

Persönlich sei er vor der Wahl von einer einzigen Bürgerin wegen seiner ICF-Zugehörigkeit kontaktiert worden, indem er per E-Mail um die Beantwortung einiger Fragen gebeten worden sei.

«Froh, dass es im ersten Wahlgang geklappt hat», ist auch Simon Näscher, der Vorsitzende der Findungskommission. Er gibt zu verstehen, dass Müllers Wahl auch eine gewisse Genugtuung bedeute – insofern, als die Findungskommission doch deutlich kritisiert worden sei. Die Wahl des einzigen von der Kommission vorgeschlagenen Kandidaten zeige nun aber, auch mit Blick auf die oft gehörte Forderung nach «frischem Wind», dass man doch nicht so falschgelegen habe. An den Neuen habe man nun die Erwartung, dass die Stadt fachlich weiterhin gut geführt werde, die Führung professionell sei und sowohl rechtlich als auch finanziell gute Arbeit geleistet werde.

Ziel ist erreicht: Volk hatte eine Auswahl

Angelika Margadant schien trotz ihrer Wahlniederlage in heiterer Stimmung zu sein und meinte als erstes: «Ich gratuliere Urs Müller, er hat ein gutes Resultat erreicht.» Ihre 320 Stimmen werte sie als einen Achtungserfolg, zumal sie als Quereinsteigerin und Aussenseiterin in den Wahlkampf eingestiegen sei. Das vorrangige Ziel, eine Auswahl zu bieten und den Wahlkampf zu beleben, sei sicher gelungen.

Angelika Margadants Wahlkampfhelferin Sabine Irion verweist darauf, dass nächstes Jahr die Gesamterneuerungswahlen stattfänden und sich so eine neue Gelegenheit ergebe, sich in der einen oder anderen Form erneut einzubringen. Angelika Margadant selbst sagt, im Moment seien die Wahlen vom Herbst 2020 für sie noch überhaupt kein Thema. Sie schliesse es aber grundsätzlich nicht aus, sich künftig politisch in irgendeiner Form zu betätigen.

Ramsauer ist enttäuscht

Der parteilose Metzger und Projektleiter Marco Ramsauer, der in Rheineck als Hafenmeister tätig ist, liegt mit 115 Stimmen auf dem dritten und letzten Platz. Schon nach dem ersten Klingelton nahm er am Sonntag Mittag ab und meinte unumwunden: Ja, er sei enttäuscht. Aufgrund vieler Gespräche hätte er ein besseres Resultat erwartet.

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