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St.Gallen: Upgrade für die Schutzengelkapelle

Die St.Galler Katholiken lassen im nächsten Jahr die Schutzengelkapelle sanieren. Das Vorhaben kostet die Kirchgemeinde 800'000 Franken.
Seraina Hess
Die Schutzengelkapelle bekommt auch einen Plattformlift, damit sie barrierefrei wird. (Bild: Michel Canonica)

Die Schutzengelkapelle bekommt auch einen Plattformlift, damit sie barrierefrei wird. (Bild: Michel Canonica)

Einstimmig haben sich die 30 Mitglieder des St. Galler Kirchgemeindeparlaments am Mittwoch für die Auffrischung der Schutzengelkapelle beim Klosterhof ausgesprochen. Die Aussenrenovation sei dringend nötig, bestätigt Kirchenverwaltungratspräsident Armin Bossart auf Anfrage.

Erstellt wurde die einstige Kinderkapelle 1843 bis 1846 im klassizistischen Stil. Die letzte Innenrenovation erfolgte 2003. Die jetzigen Mängel betreffen vor allem die Fassade. Abplatzungen, offene Fugen oder Verfärbungen sind deutlich zu sehen. Der Grundputz löst sich und Wasser dringt über die äusseren Risse in den Rundbögen der Natursteinwände und der Fassade ein. Auch die drei westseitigen obergeschossigen Fenster haben ihren Zenit erreicht: Es bildet sich Kondensat in den Zwischenräumen der Gläser.

Rollstuhlfahrer bekommen einen Lift

Das sind nur einige Mängel, die während der knapp neunmonatigen Renovationszeit behoben werden sollen. Weil der Eingang der Kapelle nicht barrierefrei ist, will die Kirchgemeinde Massnahmen ergreifen. Ein schwieriges Unterfangen, sagt Armin Bossart: «Unsere Möglichkeiten sind aufgrund des Unesco-Perimeters, in dem sich die Kapelle befindet, beschränkt.» Gebaut wird deshalb ein weiterer Eingang im Hofbereich: Eine Treppenkonstruktion mit einem Plattformlift, der über einen Schlüssleschalter und per Funk bedient werden kann. Der zusätzliche Ausgang schafft gleichzeitig einen Fluchtweg.

Die Abnutzung der Fassade ist inzwischen deutlich sichtbar. (Bild: Michel Canonica)

Die Abnutzung der Fassade ist inzwischen deutlich sichtbar. (Bild: Michel Canonica)

Teurer Bau in St.Fiden wird ausgelagert

Diskutiert haben die Parlamentarier auch über die Anträge des Kirchenverwaltungsrates zur Umsetzung eines Gebäudes auf dem Areal des heutigen Pfarreiheims St.Fiden. Das Neubauprojekt für rund 25 Millionen Franken soll im Baurecht an einen Dritten übertragen werden, da die Kirchgemeinde das Projekt finanziell nicht stemmen kann. Sie beabsichtigt aber, die benötigten Räume zurückmieten. Einzelne Parlamentsmitglieder befürchteten, dass der Gemeinde so wertvolle Optionen für die Zukunft verbaut würden. Dennoch stimmte die Mehrheit des Parlaments den Anträgen des Kirchenverwaltungsrates zu.

Auch das Budget 2019 bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 22 Prozent wurde vom Parlament gutgeheissen, diesmal einstimmig. Gerechnet wird mit Ausgaben und Einnahmen von rund 22 Millionen Franken, was wie in Vorjahren ein ausgeglichenes Resultat zur Folge hat. Die Nettoinvestitionen fallen mit einer Million Franken bedeutend tiefer aus, als üblich - die Sanierung der Schutzengelkapelle ist mit Abstand die grösste Investition. Das Baugesuch wird demnächst eingereicht, geplanter Baubeginn ist im Laufe des kommenden Jahres.

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