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Gossauer Stadtrat will drei neue Stellen in der Verwaltung

Mit dem Budget will sich der Gossauer Stadtrat auch drei neue Stellen genehmigen lassen. Besonders bei der Informatik sei man unterbesetzt. Darunter leide die ganze Verwaltung, sagt der Stadtpräsident.
Johannes Wey
In der Gossauer Informatikabteilung türmt sich die Arbeit. (Bild: Michel Canonica)

In der Gossauer Informatikabteilung türmt sich die Arbeit. (Bild: Michel Canonica)

Der Stadtrat will neue Stellen in der Verwaltung schaffen. Ins Auge sticht der budgetierte Ausbau in der Informatik. Dafür sind auf das kommende Jahr knapp 217000 Franken vorgesehen. Anstatt 360 Stellenprozent sollen es künftig 560 sein.

Aus Sicht von Stadtpräsident Wolfgang Giella ist der Ausbau dringend. In der Vergangenheit habe sich die Arbeit getürmt. Es sei mehrfach vorgekommen, dass genehmigte Kredite für Neubeschaffungen in der Informatik aus Zeitmangel nicht hätten ausgeschöpft werden können. «Die Beschaffungen müssen dann jeweils neu budgetiert werden, wodurch sie zwei Jahre später kommen.» Und die Arbeit mit einer veralteten Infrastruktur mache die Verwaltung ineffizienter. «Das bemängeln auch unsere Mitarbeitenden», sagt Giella.

Fachwissen hängt an wenigen Informatikern

Das kleine Team bringe auch ein gewisses Klumpenrisiko mit sich. «Spezifisches Fachwissen für einen Bereich hängt oft an nur einer Person», sagt Giella. Sollte es zu einer Kündigung oder einem längeren Krankheitsfall kommen, wäre der Verlust gross. «Schon die Ferienplanung bringt Probleme mit sich. Das habe ich bereits miterlebt.»

Im Vergleich zu anderen Städten sei die Gossauer Informatikabteilung unterbesetzt, ist Giella überzeugt. Deshalb soll sie nun auf 5,6 Stellen ausgebaut werden. Die Informatik müsse zudem bei immer mehr Projekten einbezogen werden, vor allem in der Schule, wo neue Lernformen stark IT-abhängig seien.

Hinzu komme, dass anspruchsvolle Submissionsverfahren betreut werden müssten. Der Koordinationsaufwand dafür sei gross, selbst wenn man mit einem externen Dienstleister zusammenarbeite.

Erneuter Ausbau in der Stadtentwicklung

Eine weitere zusätzliche Stelle wünscht sich der Stadtrat auf das neue Jahr hin für die Stadtentwicklung. Dafür sieht er im Budget 2019 145000 Franken vor. Und dies, nachdem bereits 2015 eine neue Stelle in der Stadtentwicklung geschaffen worden ist.

Als Grund dafür nennt Wolfgang Giella zum einen das neue Planungs- und Baugesetz, das in allen Gemeinden Mehraufwand verursache. Ausserdem arbeite die Stadtentwicklung eng mit der Baudirektion zusammen, wenn es um komplizierte Baugesuche gehe. «Für diese Baugesuchsverfahren ist oft die Stadtentwicklung Ansprechpartnerin für die Bauherrschaft.» Doch auch hier nehme die Komplexität zu. Aus Giellas Sicht drohen weitere Verzögerungen, was ein bedeutender Standortnachteil wäre. Er hat bereits eine Vorstellung, welche Qualifikation der neue Mitarbeiter der Stadtentwicklung mitbringen müsste. «Am liebsten wäre mir ein Jurist.» Denn dieses Fachwissen fehle innerhalb der Stadtverwaltung.

Ebenfalls neu hat eine Stelle im Tiefbauamt Eingang ins Budget 2019 gefunden. Diese ist aber bereits bewilligt. Es handelt sich um die im April ausgeschriebene Stelle eines Verkehrsplaners.

SP und SVP sind einverstanden mit neuen Stellen

In einer Stellungnahme der SVP-Fraktion zum Budget schwingt Unzufriedenheit mit: Im Rahmen der Sparübungen von 2013 sei der Stadtrat verpflichtet worden, den Kernaufwand zu senken. Zuletzt sei das Gegenteil passiert. Die SVP habe den Eindruck, dass Geschäfte in der Vergangenheit aufgeschoben worden seien, die sich nun finanziell auswirkten. Dass es zusätzliche Stellen brauche, sei aber nachvollziehbar. Den Ausbau verteidigt auch SP-Fraktionspräsident Florian Kobler: «Es ist richtig, dass bekannte Schwachstellen in der Verwaltung angegangen werden.» Und dass der Steuerfuss angesichts geplanter Grossprojekte gleich bleiben soll, sei «logisch». Von den anderen Fraktionen gibt es mit Verweis auf die noch anstehenden Sitzungen keine Stellungnahmen. Gegen die zusätzliche Stelle bei der Stadtentwicklung, die auch in Zusammenhang mit dem Masterplan Sportanlagen stehe, habe die CVP aber «sicher keine Einwände», teilt Fraktionspräsident Roman Steiger mit. (jw)

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