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Unteregger Lehrerin unterrichtet seit 40 Jahren im Dorf: «Geplant waren ursprünglich 24 Monate»

Seit vier Jahrzehnten unterrichtet Ruth Angehrn die Unteregger Primarschüler. Die Kinder im Dorf über dem Bodensee können aber auch von ihrer grossen musischen Begabung profitieren.
Jolanda Riedener
Ruth Angehrn ist nach ihrer Zeit im Lehrerseminar in Untereggen hängen geblieben. (Bild: Daniela Mühleis)

Ruth Angehrn ist nach ihrer Zeit im Lehrerseminar in Untereggen hängen geblieben. (Bild: Daniela Mühleis)

«Als junge Seminarabgängerin plante ich, nur die ersten 24 Monate in Untereggen zu verbringen. Schliesslich sind 40 Jahre daraus geworden, in denen ich alle Klassen unterrichtet habe», sagt Ruth Angehrn mit einem Schmunzeln. Seit 1979 hat sie sämtliche schulische Entwicklungsprozesse durchlaufen und sie möchte bis zu ihrer Pensionierung dem Dorf als Lehrerin erhalten bleiben.
Aufgewachsen ist die 61-Jährige auf einem Roggwiler Bauernhof, wo sie eine glückliche Kindheit verbrachte, aber auch viel helfen und früh Verantwortung übernehmen musste.

Humor hilft in schwierigen Situationen

In all den Jahren gab es auch schwierige Situationen, intensive Momente, in denen sie dachte, dass sie kaum einmal als Lehrperson in den Ruhestand treten würde. Sie lacht und meint: «Ich bin es trotzdem geblieben.» Ausschlaggebend sei das gute Team, die wertvolle Unterstützung durch die Schulbehörde sowie das ganze Umfeld. «Bei uns ist die Zusammenarbeit extrem harmonisch und konfliktfähig und es gibt auch viel Humor.»

Früher sei sie als Lehrperson hauptsächlich auf sich allein gestellt gewesen. Die Schule sei komplexer geworden und ohne die neuen Medien heute undenkbar. «Man muss diese aber richtig einsetzen und die Schüler müssen den sinnvollen Umgang damit lernen», meint sie. Zudem müssten die Eltern «mit ins Boot» geholt werden. Nur so sei eine konstruktive Arbeit möglich. «Die ganze Gesellschaft hat sich verändert. Das passiert langsam, täglich, nicht auf Knopfdruck. Dabei ist der Lehrplan 21 eine logische Anpassung an die veränderten Verhältnisse und Arbeitsweisen», ist Ruth Angehrn überzeugt.

Die Musik als ausgleichende Balance

Ausgleich findet die Pädagogin in ihrem Hobby, der Musik, was auch der Schule zugutekommt. So hat sie jeweils bei den Musical-Aufführungen eine tragende Rolle. «So ein Projekt ist grosse Teamarbeit», meint sie bescheiden. Gefallen findet sie an den Aufführungen, Sonderwochen, stufenübergreifenden Arbeiten und an der Begabungsförderung. Sie ist aber auch stolz auf die Vorreiterrolle der integrativen Schulform in Untereggen und auf die motivierten und anständigen Schüler.
Ruth Angehrn ist seit vielen Jahren Perkussionistin der Musikgesellschaft Konkordia Wittenbach. Jahrelang war sie auch Guggenmusikerin. Sie freut sich nun, dass sie aufgrund des 30-jährigen Jubiläums der Möttelisounders die närrische Zeit als Ehemalige nochmals aktiv mitgestalten kann.

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