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Unteregger «Geisterschreck-Gugge» lädt zum Fest

Die Möttelisounders aus Untereggen feiern ihr 30-jähriges Bestehen. Es gibt ein zweitägiges Fest, bei dem eine echte Geisternacht auf dem Programm steht. Das passt, denn die Gründungsgeschichte der Gugge ist gruselig.
Ramona Riedener
Die Möttelisounders bei einer Probe in der Mehrzweckhalle Untereggen. (Bild: Ramona Riedener)

Die Möttelisounders bei einer Probe in der Mehrzweckhalle Untereggen. (Bild: Ramona Riedener)

Die Geschichte der Guggenmusik Möttelisounders, die mit einem Augenzwinkern erzählt wird, hat etwas Grusliges. Denn im Unteregger Möttelischloss soll es spuken. Und wo die herkömmlichen Hausmittel gegen Geister wie Räucherstäbchen oder Knoblauch nicht helfen, kommt die Guggenmusik in Spiel. Denn vor 30 Jahren entschieden sich ein paar Wagemutige dazu, mit Pauken und Trompeten dem Geist zu Leibe zu rücken. 18 Trommler und Bläser taten sich zur Guggenmusik Möttelisounders zusammen, mit dem ehrenwerten Ziel, die Unteregger von ihrem Schreckensgespenst für immer zu befreien.

Der Plan ging auf: Als die Möttelisounders damals in ihren farbenfrohen Kostümen und mit Pauken, Tuba, Posaunen und Trompeten schaurig schöne Konzerte veranstalteten, flüchtete der unliebsame Bewohner aus dem Schloss. Doch der Mötteligeist ist ein mühsamer Zeitgenosse. Ausserhalb der Fünften Jahreszeit, wenn die Guggenmusik verstummt, kehrt er ins Schloss zurück. Mit dem sogenannten «Möttelischrei», einer wiederkehrende Fasnachtsparty, vertreiben ihn die Gugger immer wieder aufs Neue. Eine grosse Party ist auch dieses Jahr geplant.

Von der Beizenfasnacht zur Bühnenshow

Ob sich das Gespenst jeweils genauso auf die fünfte Jahreszeit freut, wie die Unteregger Möttlisounders, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Fest steht, die kleine Gruppe, die damals während der Hauptfasnachtszeit vorwiegend von Beiz zu Beiz zog und die heimische Dorffasnacht mit schräg-schönen Tönen bereicherte, ist zu einer 30-köpfigen Formation angewachsen, die mit ihrem groovigen Sound weit über die Region hinaus grosse Beachtung findet.

Einer von ihnen ist Trompeter Roger Bischof. Der Lehrer aus Oberegg ist mit seinen 40 Jahren das älteste Mitglied. Im Jahr 2000 kam er durch einen Seminarkollegen zur Gugge. Er unterstützt OK-Präsident Roger Riedener bei der Vorbereitung auf das zweitägige Jubiläumsfest am 15. und 16. Februar. Dann steigt am Freitagabend in der Mehrzweckhalle in Untereggen eine grosse Guggenparty mit acht Cliquen aus der Region und am Samstag eine Geisternacht mit einem Stelldichein aller Geister, Gespenster und Monster.

Begleitet von 30 Ehemaligen

Für ihr Jubiläumsjahr haben sich die Möttelisounders noch etwas Spezielles ausgedacht: Alle ehemaligen Mitglieder sind eingeladen worden, die Fasnacht 2019 mit dem Verein mitzumachen. Rund 30 Exgugger lassen sich diese Gelegenheit nicht entgehen, greifen zu den Instrumenten und steigen nochmals in ihre Kostüme, um das fastnächtliche Spektakel aktiv mitzuerleben. Wer weiss, ob es den Möttlisounders, verstärkt von der Garde Ü40, gar gelingt, das Mötteligespenst für immer zu vertreiben.

https://moettelisounders.ch/

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