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Untereggen braucht keinen Mittagstisch für Schüler und Kindergärtler

Die Nachfrage nach einer Mittagsbetreuung für Schüler ist in Untereggen gering. Das zeigt eine Umfrage im Dorf. Die Gemeinde sieht den Grund dafür in einer ländlichen Bevölkerungsstruktur.
Jolanda Riedener
In Untereggen nehmen einige Familien andere Kinder zum Mittagessen auf. (Hanspeter Schiess)

In Untereggen nehmen einige Familien andere Kinder zum Mittagessen auf. (Hanspeter Schiess)

Eltern regeln die Betreuung ihrer Kinder am Mittag lieber selber. Das zeigt eine Umfrage bei Unteregger Eltern von Spielgruppen-, Kindergarten- und Primarschulkindern. Die Bildungskommission und der Gemeinderat haben sich aufgrund eines Antrags intensiv mit der Mittagsbetreuung befasst, schreibt der Rat im aktuellen Mitteilungsblatt.

Nach einer Umfrage hat der Gemeinderat entschieden, das bestehende Angebot weiterzuführen und weiterhin Mittagstischgelegenheiten in Familien zu vermitteln. Zweimal im Jahr werden die Eltern durch das Schulsekretariat angefragt, ob sie ihr Kind für den Mittagstisch anmelden möchten und welche Familien Kinder an ihren Mittagstisch aufnehmen. Auf eine Mittagsbetreuung seitens der Schule wird vorläufig verzichtet.

Umfrage zeigt bescheidenes Bedürfnis

Von 55 Umfrageteilnehmern würden elf ihr Kind für einen Mittagstisch anmelden, zehn eventuell, zwei eventuell später und 32 interessiert ein solches Angebot nicht. 10 von 53 Eltern wären bereit, bei einer Mittagsbetreuung aktiv mitzuwirken. Sieben Familien wären nach wie vor bereit, Kinder an ihren Mittagstisch aufzunehmen. Drei Eltern wünschen sich für ihre Kinder auch eine Nachmittagsbetreuung.

Mittagstisch und Tagesbetreuung können für eine Gemeinde allenfalls ein Standortvorteil sein, sind aber auch mit Kosten verbunden, schreibt der Rat. Er vertrete die Auffassung, dass die Gemeinde einem Vergleich mit der Stadt St. Gallen oder einer städtischeren Gemeinde nicht standhalten muss, weil sich die Bevölkerungsstruktur unterscheide. Nach wie vor finden auch viele private Platzierungen an Mittagstischen anderer Familien statt, ohne dass diese durch das Schulsekretariat vermittelt werden müssen.

Es gibt Alternativen für erwerbstätige Eltern

Die Gemeinde Untereggen ist weiter auch Mitglied von www.tagesfamilien-bodensee.ch. Dieses Angebot könnte eine Alternative für erwerbstätige Eltern darstellen, heisst es.

Beim aktuellen Umfrageergebnis sei zu erwarten, dass ein wesentlicher Aufwand für wenige, teilweise vereinzelt zu betreuende Kinder betrieben werden muss. Für einen permanenten Mittagstisch fehlen aktuell zudem die räumlichen Voraussetzungen. Folglich hat der Rat entschieden, vorläufig auf die Einführung von Mittagsbetreuung der Schule zu verzichten. Das Thema Mittagsbetreuung müsse aber laufend diskutiert werden, da die Bedürfnisse in diesem Bereich rasch ändern können.

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