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Untereggens Kandidat zum Schulpräsidenten ist ein stiller Macher

André Habermacher könnte am 19. Mai neuer Schulpräsident von Untereggen werden. Er ist der einzige Bewerber. Schon die Wahl in den Gemeinderat erfolgte in stiller Wahl.
Ines Biedenkapp
André Habermacher an seinem Schreibtisch bei sich Zuhause in Untereggen. (Bild: Ines Biedenkapp)

André Habermacher an seinem Schreibtisch bei sich Zuhause in Untereggen. (Bild: Ines Biedenkapp)

André Habermacher sitzt auf seinem Sofa. Seine 17-jährigen Katze kommt neugierig vorbei. Der 58-Jährige hat sich für die Wahl zum Unteregger Schulpräsident am 19. Mai aufstellen lassen. Bisher ist er der einzige Bewerber. Wie er dazu komme? «Das hat sich so ergeben», sagt er. Doch die Themen Schule und Bildung interessieren ihn. Arbeitet er heute doch selbst als Berufsschullehrer im Bereich Betriebsunterhalt.

Dies wäre bereits seine zweite stille Wahl. Schon für den Gemeinderat war er der einzige Bewerber. Über die Gründe kann er nur mutmassen. «Ich glaube, viele Leute haben mittlerweile Angst vor Verpflichtungen», sagt der gelernte Galvaniker. «Man hat heutzutage so vieles zu tun. Da haben viele Angst, dass die Flexibilität verloren geht.»

Respekt vor der Vorgängerin

André Habermacher sieht der Wahl gelassen entgegen. Auch für den Fall, dass sich die Unteregger gegen ihn entscheiden sollten. «Dann bleibt halt alles so, wie es ist.» Allerdings, und da ist er sich sicher, wird er in grosse Fussstapfen treten. Die abtretende Schulpräsidentin Petra Gächter-Pfändler habe «alles fest im Griff gehabt». Was er als neuer Schulpräsident der Primarschule Untereggen mitbringen möchte? «Meine Offenheit.» Und was würde sich unter ihm ändern? Das wisse er noch gar nicht so genau. Ein Thema, das ihn dann jedoch vermehrt beschäftigen würde, sei der grosse Umbau des Schulhauses.

«Die Unteregger haben sich ja mit einem klaren ‹Ja› dafür entschieden», sagt er.

So soll dann der Schulhausplatz wieder voll nutzbar werden. Mit allem Weiteren würde er sich aber erst genauer beschäftigen, sobald er tatsächlich auch von den Untereggern gewählt wurde.

Eines steht für ihn dennoch fest: So würde er in seine neue Arbeit auch den Gemeinderat vermehrt miteinbeziehen wollen. Für ihn sei bei einer solchen Arbeit die Kommunikation miteinander sehr wichtig. Doch was macht der Parteilose während seiner Freizeit? Da sei er am liebsten in seinem Fussball- und Zigarrenzimmer. Im Sommer ist er aber auch oft auf seinem Motorrad auf den Landstrassen anzutreffen oder mit seiner Frau auf Reisen. «Sie kommt aus der Gegend um Leipzig, daher sind wir gerne ab und zu dort. Aber auch sonst sind wir gerne unterwegs.» Vor allem die Länder Europas haben es den beiden angetan.

Ersatzwahl im Herbst

Würde André Habermacher am 19. Mai zum neuen Schulpräsidenten gewählt, könnte dies eine vakante Stelle im Gemeinderat bedeuten. Bisher hat sich der 58-Jährige etwa um die Naturschutzkommission gekümmert. Wie genau es weitergehen soll, steht noch nicht fest. Ob Habermacher einige der Kommissionen bis zu einer Ersatzwahl weiterführen kann, würde sich erst noch zeigen. Eine Ersatzwahl könnte diesen Herbst erfolgen. Als die Katze André Habermacher anstupst, muss er grinsen und erklärt:

«Sie hat meine Frau viel lieber. Zu mir kommt sie daher eigentlich nur, wenn sie Hunger hat.»

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