Untereggen: Kandidat Rudolf Broger will sich im Gemeinderat für den öffentlichen Verkehr einsetzen

Rudolf Broger will Gemeinderat in Untereggen werden. Seine Stärke sieht er im Analysieren von Problemen.

Sheila Eggmann
Drucken
Teilen
Gemeinderatskandidat Rudolf Broger fährt Velo, um den Kopf zu lüften. (Bild: Sheila Eggmann)

Gemeinderatskandidat Rudolf Broger fährt Velo, um den Kopf zu lüften. (Bild: Sheila Eggmann)

Eigentlich liest er seinen Namen nicht gerne in der Zeitung. Doch für die Unteregger Gemeinderatswahlen macht Rudolf Broger eine Ausnahme. Er stellt sich am 20. Oktober als Ersatz für André Habermacher zur Wahl. Neben ihm kandidieren die parteilosen Nadja Hochreutener und Nicole Schöllhorn-Schilling und der CVPler Simon Riedener.

Für das Porträt lädt der 43-Jährige zu sich nach Hause ein, serviert Café und Schorle auf seiner Terrasse in Untereggen. Währenddessen spielt sein jüngster Sohn im grossen Gartenspielplatz.

Broger ist Vater von drei Kindern und arbeitet bei der SBB als Software Produktverantwortlicher und Projektleiter. In Untereggen wohnt er seit Herbst 2010. Seine Frau und auch sein Vater kommen ursprünglich aus der Gemeinde, deshalb lag es für sie nahe, sich dort niederzulassen. Zudem hätten sie in Untereggen gutes Land erwerben können. Broger kandidiert, «weil ich der Gemeinde etwas zurückgeben möchte». Und, weil bei den letzten Gemeinderatswahlen die Auswahl an Kandidierenden eher dürftig gewesen sei.

Für ihn zählen die Qualifikationen

Broger ist parteilos und politisch unerfahren. «Für mich zählen für dieses Amt die Qualifikationen, nicht die Partei», sagt er. In seinem Fall sieht er Stärken im Analysieren von Problemen. «Ich will Lösungen finden, von denen alle profitieren können.» Dabei berufe er sich vor allem auf Fakten und appelliere auf den gesunden Menschenverstand.

Um seine Kandidatur zu erklären, greift er auf folgendes Zitat zurück, das er auf LinkedIn gelesen hat: «Störefriede und Unruhestifter bringen uns an unsere Grenzen – aber genau da beginnt das Neuland.» Er möchte einen anderen Blickwinkel in den Gemeinderat einbringen, an gewissen Orten Neuland betreten und auch mal etwas Neues ausprobieren.

«Das bringt auch die Gemeinde weiter, wenn man aus seinem gewohnten Rahmen ausbricht.»

Wird Broger im Oktober gewählt, möchte er trotzdem nicht alles grundlegend umkrempeln. «Bevor ich eigene Ideen einbringe, möchte ich die Probleme kennen lernen.» Auch da er das Dossier nicht kenne, hält er sich mit Verbesserungsvorschlägen zurück.

«Mache gerne ein Cheminéefüürli»

Doch was ihm besonders am Herzen liege, ist der Anschluss an den öffentlichen Verkehr: «Es ist schade, dass man frühestens morgens um halb acht in Zürich sein kann. Das ist ein Standortnachteil für Untereggen.» Diese Tatsache trifft ihn persönlich. Er pendelt selbst fast täglich nach Bern zur Arbeit. Ist er auch bei seinen anderen Anliegen eher grün eingestellt? «Nein, eigentlich nicht», sagt er. Dass die Gemeinde jetzt die Fossilen Brennstoffe reduzieren wolle, mache zwar schon Sinn. «Aber ich mache schon auch gerne mal ein Cheminéefüürli.»

Auch die Vereine liegen Broger am Herzen. «Sie sind sehr wichtig für das Dorfleben.» Er selbst ist im Militärschützenverein aktiv und engagiert sich dort als Aktuar. Die Gemeinde habe den Verein gut unterstützt beim Dienstbarkeitsvertrag bei der alten Burg, dafür sei er dankbar.

In seiner Freizeit ist Broger neben dem Schützenverein auch im Radverein Altenrhein aktiv, fährt Mountainbike und Rennrad. «Beim Velofahren kann ich meinen Kopf auslüften.» Ausserdem trainiere er dort sein Durchhaltevermögen.

«Ich bin nicht einer, der schnell aufgibt. Weder im Sport noch im Berufsleben.»

Zudem ist er im BMW-Club der Region Wil. «Man trifft dort eine interessante Gruppe von Menschen und kann gut diskutieren», sagt er.

Aktuelle Nachrichten