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Untereggen: Gemeinderatskandidatin Nicole Schöllhorn möchte Generationen vereinen

Nicole Schöllhorn stellt sich zur Wahl für den Gemeinderat in Untereggen. Sie hat viele Ideen und möchte Jung und Alt in die Arbeit des Gemeinderats mit einbeziehen.
Ines Biedenkapp
Nicole Schöllhorn-Schilling möchte Jung und Alt in den Gemeinderat einbeziehen. (Bild: Ines Biedenkapp)

Nicole Schöllhorn-Schilling möchte Jung und Alt in den Gemeinderat einbeziehen. (Bild: Ines Biedenkapp)

Mitte Oktober stehen die Unteregger vor der Qual der Wahl. Denn dann findet die Ersatzwahl für den Gemeinderat statt. Zur Auswahl stehen vier Kandidaten: Rudolf Broger, Simon Riedener, Nadja Hochreutener und Nicole Schöllhorn-Schilling. «Mich kennt hier allerdings jeder als Nicole Schöllhorn», sagt die 45-Jährige.

Sie lebt bereits seit 18 Jahren in Untereggen und ist vor allem für ihr Engagement beim Dorfgrümpeli bekannt. Dabei kam sie 2009 eher per Zufall hinzu. «Man hat damals noch jemanden für die Sanität gesucht und hat mich angefragt», sagt sie.

«Damals war meine älteste Tochter gerade fünf und durfte das erste Mal mitspielen. Da dachte ich: Klar, warum nicht auch beim Fest mithelfen?»

Der Spass und die Freude blieben. Im Jahr 2013 wechselte sie gar ins OK und übernahm zusammen mit einer Freundin die Leitung der Sanität, die sie bis heute innehält.

Pflegeangebote werden noch nicht richtig genutzt

Warum sie sich als Kandidatin zur Wahl aufgestellt hat? «Bereits beim letzten Mal habe ich überlegt, mich zu melden», sagt sie. «Doch damals war die Zeit noch nicht reif.» Heute bräuchten ihre beiden Töchter nicht mehr so viel Betreuung wie in Kindertagen, zum anderen wechselt sie demnächst ihre Stelle im Bereich der Pflege als Bildungsverantwortliche.

Mit der neuen Arbeitsstelle würde sie das Pensum reduzieren und hätte so auch mehr Zeit für andere Aufgaben, etwa in der Gemeinde. «Und ehrlich gesagt, hat mir damals auch noch etwas der Mut gefehlt, mich zu melden», sagt sie weiter. Als Gemeinderätin wäre ihr vor allem wichtig, sich auch um die Bedürfnisse der älteren Generation zu kümmern. «Es ist nicht so, dass wir hier gar keine Pflegeangebote hätten», sagt Nicole Schöllhorn.

«Die Spitex ist hier aktiv und auch Palliative Care wird angeboten, aber ich habe das Gefühl, dass es zu wenig genutzt wird.»

Zudem sei es ihr ein Anliegen, dass Menschen ab 70 Jahren die Gemeinde nicht verlassen müssten. «Für viele wird es ab diesem Alter immer schwieriger, für sich selbst zu sorgen und sehen sich daher dazu gezwungen, Untereggen zu verlassen.» Zu Gute käme ihr die Erfahrung aus ihrem Beruf. Sie ist gelernte Kinderkrankenschwester. «Allerdings bin ich seit 2000 auch als Ausbildnerin tätig und daher zur Pflege für Erwachsene gewechselt», sagt sie. Vor fünf Jahren wechselte sie ganz in die Altenpflege als Bildungsverantwortliche: «Ich wollte zurück zur Basis.»

«Entscheidungen trifft man zusammen»

Neben der älteren Generation möchte sie aber auch die Jungen mit einbeziehen. «Ich könnte mir ein Generationenturnen vorstellen», sagt sie. «Dort könnten beispielsweise Kindergartenkinder und Rentner zusammen turnen.» Solch ein Anlass würde viel Freude bringen, jedoch müsse man schauen, wie man ihn umsetzt, ist sich die Pflegefachfrau sicher.

Dafür hofft sie auch auf den Austausch im Gemeinderat. «Entscheidungen trifft man zusammen», sagt sie. «Dabei müssen aber auch andere Haltungen akzeptiert werden.» Wichtig ist ihr dabei auch, dass sie nicht nur Ideen in den Gemeinderat mit einbringen kann, sondern auch bei der Umsetzung hilft. «Ich bin schon immer eine Praktikerin gewesen», sagt sie mit einem Lachen.

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