Unihockey: Waldkirch-St.Gallen trifft auf seinen Dämon

Im letzten NLA-Spiel des Jahres trifft Waldkirch-St.Gallen am Samstag auswärts auf Wiler-Ersigen. Im Hinspiel setzte es eine 2:17-Kanterniederlage ab. Diese wollen die St.Galler nun vergessen machen.

Ives Bruggmann
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Bei der Begegnung im Herbst war der Unihockeyclub Waldkirch-St.Gallen - in Grün - gegen den SV Wiler-Ersigen im Athletik-Zentrum St.Gallen chancenlos. Am Samstag wollen die St.Galler die Scharte auswetzen. (Bild: Hanspeter Schiess - 22. September 2018)

Bei der Begegnung im Herbst war der Unihockeyclub Waldkirch-St.Gallen - in Grün - gegen den SV Wiler-Ersigen im Athletik-Zentrum St.Gallen chancenlos. Am Samstag wollen die St.Galler die Scharte auswetzen. (Bild: Hanspeter Schiess - 22. September 2018)

Acht Niederlagen haben die Männer des Unihockeyclubs Waldkirch-St.Gallen in der NLA bisher einstecken müssen. Doch eine hat sich in den Köpfen der St.Galler bis heute festgesetzt. Am 22. September gingen sie gegen den Vizemeister Wiler-Ersigen zu Hause im Athletik-Zentrum mit 2:17 unter.

Nichts funktionierte an diesem Abend gegen den elffachen Schweizer Meister aus dem Kanton Bern. Und Wiler liess zu keinem Zeitpunkt nach und schraubte das Ergebnis immer weiter in die Höhe. Im letzten Spiel des Jahres vor der kurzen Meisterschaftspause will Waldkirch-St.Gallen diese Scharte nun auswetzen.

«Wir wollen Revanche nehmen», sagt Trainer Fabian Arvidsson. Diese Partie sei vor allem für den mentalen Aspekt wichtig. «Für uns selber ist es wichtig zu beweisen, dass der Unterschied nicht so gross ist, wie es das Resultat damals ausgesagt hat.» Deswegen sei eine gute Leistung in dieser Begegnung von enormer Bedeutung, auch für den weiteren Verlauf der Meisterschaft.

Selbstvertrauen hat gelitten

Die Kanterniederlage war damals umso bitterer, weil im Athletik-Zentrum über 1000 Zuschauer das Spiel verfolgt hatten. Es sollte ein Fest werden, der Unihockey-Boden für spezielle Anlässe wie Länderspiele wurde eigens ausgelegt. Doch am Ende wurde es ein Nackenschlag für das Selbstvertrauen des jungen Teams von Waldkirch-St.Gallen.

Spannende Szene aus dem Spiel des UHC Waldkirch-St.Gallen (in Grün) gegen den SV Wiler-Ersigen im St.Galler Athletik-Zentrum. (Bild: Hanspeter Schiess - 22. September 2018)

Spannende Szene aus dem Spiel des UHC Waldkirch-St.Gallen (in Grün) gegen den SV Wiler-Ersigen im St.Galler Athletik-Zentrum. (Bild: Hanspeter Schiess - 22. September 2018)

Danach geriet es in ein Formtief und verlor fünf Partien in Folge. Erst gegen Zug wurde der Negativlauf im November durchbrochen. In der vergangenen Woche besiegten die St.Galler Unihockeyspieler daheim Kloten souverän mit 9:2, so dass die Playoff-Plätze, das erklärte Saisonziel, wieder in Reichweite liegen.

Ein Sieg würde die St.Galler beflügeln

Drei Punkte Rückstand auf das achtplatzierte Chur stehen derzeit zwischen Waldkirch-St.Gallen und dem Saisonziel. Ein gutes Resultat oder gar ein Sieg gegen Wiler würde die St.Galler für die bevorstehende entscheidende Phase der Saison sicherlich beflügeln.

Mit Dominik Alder sowie den Brüdern Claudio und Nico Mutter spielen beim amtierenden Cupsieger Wiler drei ehemalige Akteure von Waldkirch-St.Gallen. Zur besten Offensive (92 Tore) der NLA steuerten auch sie 25 Skorerpunkte bei.

Frauen zu Gast beim formstarken Rümlang-Regensdorf

Die NLB-Frauen des Unihockeyclubs Waldkirch-St.Gallen treffen am Sonntag, 16 Uhr, auswärts auf Tabellennachbar Rümlang-Regensdorf. Das Spiel in der Hinrunde gewannen die Ostschweizerinnen deutlich, seither ist Rümlang-Regensdorf aber besser in Fahrt gekommen.

5:0 lautete das klare Verdikt Anfang Oktober in Waldkirch-St.Gallens Sporthalle im Tal der Demut. Die Zürcherinnen schafften es an diesem Tag nicht, ihr Potenzial abzurufen. In den darauffolgenden Spielen haben sie allerdings gezeigt, was in ihnen steckt: Nach zwölf Spielen stehen sie mit 26 Punkten auf dem dritten Tabellenrang und sind damit einen Platz besser klassiert als die St.Gallerinnen.

Der Schlüssel zu Rümlang-Regensdorfs Erfolg ist eine starke Defensive. Durchschnittlich erhalten die Gastgeberinnen pro Spiel nicht einmal drei Gegentore. Bezüglich Verteidigungsarbeit muss sich aber auch Waldkirch-St.Gallen nicht verstecken. Die Ostschweizerinnen verfügen über die zweitbeste Abwehr der NLB und haben bisher mehr Tore erzielt als die Zürcherinnen. Es wird eine ausgeglichene Partie erwartet. Mit einem Sieg würde Waldkirch-St.Gallen dank des besseren Torverhältnisses den dritten Rang übernehmen. (nab)