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Keine Nachfolge für Anna Dietsche: Rorschacher Quartiertreff droht das Aus

Nach dem Abschied der Leiterin Quartierkoordination ist keine Nachfolge in Sicht. Wie es mit dem Treff weitergeht, ist offen. Der Quartierverein stört sich an der fehlenden Kommunikation seitens der Stadt.
Jolanda Riedener
Am Donnerstag wurde Anna Dietsche im Löwenquartier verabschiedet: Markus Fäh, Leiter Bau und Stadtentwicklung (Mitte), bedankt sich bei ihr. Auch Walter Meier (links) und Stadtpräsident Thomas Müller (rechts) waren vor Ort. Wie es mit dem Treff weitergeht, ist offen. (Bild: Res Lerch)

Am Donnerstag wurde Anna Dietsche im Löwenquartier verabschiedet: Markus Fäh, Leiter Bau und Stadtentwicklung (Mitte), bedankt sich bei ihr. Auch Walter Meier (links) und Stadtpräsident Thomas Müller (rechts) waren vor Ort. Wie es mit dem Treff weitergeht, ist offen. (Bild: Res Lerch)

Die Leiterin der Quartierkoordination in Rorschach hat gekündigt: Anna Dietsche wird Mutter und verlässt Rorschach aus diesem Grund. Am Donnerstagabend wurde sie im Quartier mit einem Fest verabschiedet. Auch Denise Keel, Mitarbeiterin der Quartierkoordination, ist nur noch dieses Jahr in einem 60-Prozent-Pensum beschäftigt. Dann endet ihr befristetes Arbeitsverhältnis.

Ein Ersatz ist nicht geplant, wie Stadtpräsident Thomas Müller im Sommergespräch mit dem «Tagblatt» sagt: «Auch eine 1:1-Nachfolge für Anna Dietsche gibt es nicht.» Der Stadtrat sei dabei, die Quartierarbeit neu aufzugleisen. In welcher Form es diese noch brauche, sei gemäss Müller offen. Künftig seien die Sozialen Dienste und das Amt für Bau und Stadtentwicklung stärker in die Quartierarbeit involviert. Denn: Man brauche nun andere Disziplinen, als jene im Rahmen des Projet urbains.

Nach Projet urbains auf ganze Stadt ausgebaut

Die Quartierkoordination wurde mit dem Projet urbains ins Leben gerufen. Rorschach beteiligte sich damals als eine von 16 Gemeinden am Projekt und erhielt Unterstützung vom Bund und Kanton. Die Quartierkoordination versteht sich als Schnittstelle zwischen der Stadtverwaltung und der Bevölkerung. Sie arbeitet eng mit der Stadtentwicklung zusammen. Insbesondere der Quartiertreff ist auch Anlauf- und Vermittlungsstelle für die Bevölkerung. Nach Ende des Projet urbains von 2008 bis 2015 hat die Quartierkoordination, namentlich Anna Dietsche, mit ihrer Arbeit auch andere Quartiere in Rorschach unterstützt.

Dass der Stadtrat die Quartierkoordination nicht neu besetzen will, stösst bei Walter Meier, Präsident des Vereins Löwenquartier, auf Unverständnis: «Das wäre ein grosser Einschnitt für unser Quartier.» Die Ungewissheit um die Zukunft des Quartiertreffs veranlasste den Verein Löwenquartier an der Bürgerversammlung im März, dem Stadtrat ein Schreiben zu überreichen. Darin lädt der Verein den Stadtrat ein, die gemeinsame Zukunft und das Weiterbestehen des Orts zu klären. Der Treff veranstalte regelmässig gut besuchte Anlässe wie die Frauen- und Quartiercafés.

Eine Antwort vom Stadtrat habe der Verein bisher nicht erhalten. An der Verabschiedung von Anna Dietsche am Donnerstag habe der Stadtpräsident dem Verein aber ein Treffen zugesichert. «Warum eine Stelle streichen, die der Stadt wirklich etwas gebracht hat?», sagt Meier. Die Quartierkoordination sei für das Zusammenleben eine grosse Bereicherung. Mit der Umgestaltung der Gerenstrasse allein sei die Quartierarbeit nicht getan.

«Nur mit Freiwilligen lässt sich Treff nicht stemmen»

Auch für Johannes Weiss, Mitglied der Betriebsgruppe Quartiertreff, ist der Abgang von Dietsche ein grosser Verlust. «Trotz des Engagements vieler Freiwilligen ist es dem Verein ohne ihre Stelle nicht möglich, den Treff zu stemmen. Immerhin unterstützt uns Denise Keel noch bis Ende Jahr», sagt Weiss.

Dass es Anpassungen in der Quartierkoordination geben wird, bestätigt auch Markus Fäh, Bereichsleiter Bau und Stadtentwicklung, dem Dietsche und Keel unterstellt sind. «Wie das Konstrukt künftig aussieht, wird in den nächsten Wochen beschlossen», sagt er.

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