Unfallserie auf verschneiten Fahrbahnen in der Stadt St.Gallen

Die Stadtpolizei St.Gallen hat am Montag Bilanz nach dem ersten Schnee-Wochenende dieses Winters gezogen: In St.Gallen ereigneten sich am Samstag und Sonntag sieben Unfälle mit sieben Leichtverletzten. Die Polizei ruft weiterhin dazu auf, die Fahrweise, insbesondere das Tempo, den herrschenden Strassenverhältnissen anzupassen.

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Die Unfallstelle vom Sonntag auf der Rehetobelstrasse oberhalb des Schaugenbads. Hier wurde eine Frau leicht verletzt. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 6. Januar 2019)

Die Unfallstelle vom Sonntag auf der Rehetobelstrasse oberhalb des Schaugenbads. Hier wurde eine Frau leicht verletzt. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 6. Januar 2019)

(stapo/vre) Zum Unfall auf der Rehetobelstrasse war es am Sonntag, kurz vor 13 Uhr, gekommen. Darin verwickelt waren drei Autos. Eine Lenkerin zog sich gemäss Mitteilung der Stadtpolizei vom Montag leichte Verletzungen zu. An den Autos entstand grosser Sachschaden.

An den drei Autos entstand beim Unfall auf der Rehetobelstrasse grosser Sachschaden. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 6. Januar 2019)

An den drei Autos entstand beim Unfall auf der Rehetobelstrasse grosser Sachschaden. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 6. Januar 2019)

Zum Unfall gekommen war es, weil ein Lenker vor einer Rechtskurve ins Schleudern geraten war, wodurch sein Auto auf die Gegenfahrbahn rutschte. Hier kollidierte es mit einem entgegenkommenden Personenwagen. Ein weiteres Fahrzeug konnte nicht rechtzeitig abbremsen und rutschte ebenfalls in dieses Auto.

Sechs Leichtverletzte am Samstag

Bereits am Samstag war es in der Stadt St.Gallen aufgrund der winterlichen Wetterverhältnissen zu sechs Verkehrsunfällen gekommen. Dabei wurden sechs Personen leicht verletzt. Zwei Lenker entfernten sich nach Selbstunfällen mit Sachschaden vom Unfallort, ohne sich bei der Polizei zu melden.

Der schwerste Zwischenfall vom Samstag ereignete sich gemäss Mitteilung der Stadtpolizei auf der Splügenstrasse. Hier verlor ein Lenker die Herrschaft über sein Fahrzeug, geriet auf die Gegenfahrbahn und stiess mit einem anderen Auto zusammen. Dabei wurden drei Personen leicht verletzt.

Zwei Unfälle auf der Sonnenstrasse

Auf der Sonnenstrasse war ein Bremsmanöver Ursache für den Zusammenstoss zweier Autos. Dies, weil das Heck des bremsenden Fahrzeugs ausbrach und ein anderes Auto nicht ausweichen konnte. Hier wurde eine Person leicht verletzt und es entstand viel Sachschaden. Kurz darauf kam es auf der Sonnenstrasse nochmals zu einem Unfall: Bei der Auffahrkollision wurden zwei Personen leicht verletzt.

Neben sechs Leichtverletzten waren bei den sechs Verkehrsunfällen auf Stadtgebiet vom Samstag auch grosse Sachschäden zu beklagen. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 4. Januar 2019)

Neben sechs Leichtverletzten waren bei den sechs Verkehrsunfällen auf Stadtgebiet vom Samstag auch grosse Sachschäden zu beklagen. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 4. Januar 2019)

Auf der Reherstrasse prallte am Samstag eine Autofahrerin gegen ein Verkehrssignal. Sie verliess den Unfallort, ohne den Schaden zu melden. Da sie dabei aber beobachtet worden war, war die Unfallfahrerin rasch ermittelt. An der Rosenbergstrasse rasierte ein Autofahrer einen Inselschutzpfosten und eine Verkehrstafel ab. Er fuhr ebenfalls weiter, konnte aber ebenfalls rasch eruiert und von der Polizei befragt werden.

Tempo auf rutschigen Fahrbahnen reduzieren

Die Stadt- und die Kantonspolizei haben bereits am Wochenende die Autolenkerinnen und Autolenker aufgerufen, ihre Fahrweise den Strassenverhältnissen anzupassen. Insbesondere gelte dies für die Geschwindigkeit auf schneebedeckter Fahrbahn.

Ungenügend von Schnee und Eis befreit: Wer so unterwegs ist, handelt nicht nur fahrlässig, sondern riskiert auch eine Busse. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 2. Januar 2019)

Ungenügend von Schnee und Eis befreit: Wer so unterwegs ist, handelt nicht nur fahrlässig, sondern riskiert auch eine Busse. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 2. Januar 2019)

Bereits vergangene Woche rief die Stadtpolizei St.Gallen zudem dazu auf, das Auto vor dem Antritt jeder Fahrt von Schnee und Eis zu befreien. Laut Gesetz müssen die Front- sowie die vorderen Seitenscheiben und die Seitenspiegel komplett befreit sein. Die Stadtpolizei empfiehlt jedoch, auch die Heck- und die beiden hinteren Seitenscheiben komplett frei zu machen.

Die Sicht aus dem oben abgebildeten Auto. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 2. Januar 2019)

Die Sicht aus dem oben abgebildeten Auto. (Bild: Stadtpolizei St.Gallen - 2. Januar 2019)

Ebenfalls eine Empfehlung von Sicherheitsexperten und Polizei ist, vor dem Antritt einer Fahrt Schneehaufen auf dem Autodach zu entfernen. Diese könnten nämlich bei Bremsmanövern nach vorne auf die Frontscheibe rutschen und so im dümmsten Moment die Sicht blockieren.

Starker Schneefall führt in der Ostschweiz zu Chaos auf den Strassen

Am Wochenende ist es in der Ostschweiz aufgrund des Wintereinbruchs zu Dutzenden Verkehrsunfällen gekommen. In der Stadt St.Gallen wurden sechs Personen verletzt. Im Kanton Thurgau verzeichnete die Kantonspolizei über 20 Unfälle. In Waldstatt musste die Appenzellerbahn für zwei Stunden unterbrochen werden.
Tim Naef