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Unerwartet ruhig in Wittenbach

Eine Kommission sucht eine Nachfolge für den abtretenden Gemeindepräsidenten Fredi Widmer. Nun ist die Bewerbungsfrist verstrichen. Während sich einige Favoriten aus dem Rennen nehmen, legen sich andere nicht fest.
Adrian Lemmenmeier
Am 23. September wählt Wittenbach einen neuen Gemeindepräsidenten oder seine erste Gemeindepräsidentin. (Bild: PD)

Am 23. September wählt Wittenbach einen neuen Gemeindepräsidenten oder seine erste Gemeindepräsidentin. (Bild: PD)

Wer folgt auf Gemeindepräsident Fredi Widmer? Diese Frage beschäftigt Wittenbach seit Februar. Dann nämlich hat Widmer bekanntgegeben, sein Amt auf Ende Jahr niederzulegen. Um eine geeignete Nachfolge zu finden, haben CVP, FDP, SP und SVP eine Findungskommission gegründet und ein Inserat geschaltet. Mittlerweile ist die Bewerbungsfrist abgelaufen. «Mit der Zahl der Bewerbungen sind wir zufrieden, ebenso mit der Qualität vieler Bewerber», sagt Markus Brunner (SVP) von der Findungskommission. Weitere Details gibt die Kommission nicht preis. Brunner sagt nur soviel: «Einige Leute, über die im Vorfeld spekuliert wurde, gehören nicht zu den Bewerbern.»

Favoriten nehmen sich aus dem Rennen

Mehrfach zu hören war zum Beispiel der Name Bernhard Keller. Liebäugelt der Muoler Gemeindepräsident und Geschäftsführer der Vereinigung der St. Galler Gemeindepräsidien (VSGP) mit dem Posten in Wittenbach? «Ich hatte zu keinem Zeitpunkt Ambitionen auf dieses Amt und bin in Muolen absolut zufrieden», erteilt Keller diesen Gerüchten eine Absage. Ähnlich klingt es bei anderen Gemeindepräsidenten der Region, denen Ambitionen nachgesagt werden. Der junge Berger Präsident Sandro Parissenti (CVP) etwa winkt ab. «Ich habe gerade erst in Berg begonnen.» Auch Michael Götte (SVP), Gemeindepräsident aus Tübach und bei vakanten Präsidien immer wieder im Gespräch, sagt, er habe kein Interesse an einem neuen Job in Wittenbach. Ebenso wenig Roger Hochreutener (CVP), der immerhin auf der Wittenbacher Gemeindeverwaltung seine Lehre gemacht hat und schon so mancher Gemeinde vorgestanden ist. Kein Interesse am Posten in Wittenbach hat auch der Steinacher Gemeindepräsident Roland Brändli, wie er sagt.

Von links bis rechts das gleiche Lied

Gut möglich also, dass kein bisheriger Gemeindepräsident in Wittenbach antritt. Hört man sich in der Politik um, erklingt von links bis rechts das gleiche Lied: In Sachen Gemeindepräsidium Wittenbach sei es in den Parteien erstaunlich ruhig. Das heisst freilich nicht, dass in Wittenbach keine Namen die Runde machen. Immer wird Ruth Keller (FDP) genannt. Die Präsidentin des Primarschulrats geniesst bei vielen Wittenbachern hohes Ansehen. Bereits sollen ihr mehrere Leute ihre Unterstützung in einem allfälligen Wahlkampf zugesagt haben. Ruth Keller selbst will derzeit zu einer möglichen Kandidatur keine Stellung nehmen. «Die Findungskommission soll in Ruhe ihre Arbeit machen und dann den Bürgern einen Vorschlag unterbreiten», sagt Keller. Wichtig sei, dass man für Wittenbach eine gute Lösung finde. Mehr wolle sie dazu nicht sagen.

Ein möglicher Kandidat wäre Gerüchten zufolge ausserdem Titus Bütler, ebenfalls von der FDP. Bütler sass zwischen 2012 und 2016 im Wittenbacher Gemeinderat. Er arbeitet seit 1985 bei der Post, derzeit als Leiter Verarbeitungsstrategie Pakete. In Wittenbach wohnt der gebürtige Aargauer seit 1995. Bütler war nicht zu erreichen. Auch Ueli Strauss-Gallmann nennen Wittenbacher hinter vorgehaltener Hand als möglichen Kandidaten. Der Leiter des kantonalen Amtes für Raumentwicklung ist bereits 2014 in Herisau zur Wahl als Gemeindepräsident angetreten. Damals scheiterte der FDP-Mann an Renzo Andreani von der SVP. Doch Gallmann entschärft: «Ich habe mich nicht bei der Findungskommission beworben.» Auch sei die Kommission nicht auf ihn zugekommen.

Sicher keinen Kandidaten portieren will die IG Denkmal, die sich in Wittenbach für das verträgliche Miteinander von Wirtschaft, Mensch und Natur einsetzt. «Jenen Kandidaten, der am nächsten an der Idee der Gemeinwohlökonomie politisiert, werden wir gerne unterstützen», lässt IG-Präsident Michel Klein verlauten.

Anfang Juni wird entschieden

Wen die Findungskommission tatsächlich auf den Schild hievt, zeigt sich Anfang Juni. «Bis dann haben wir mit allen Bewerbern gesprochen und eine Entscheidung gefällt», sagt Markus Brunner von der Findungskommission. Ob einer oder mehrere Kandidaten empfohlen werden, ist derzeit noch offen. Bei der Gemeinde müssen offizielle Wahlvorschläge bis am 13. Juli eingehen. Der erste Wahlgang erfolgt am 23. September.

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