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Umfrage: Rorschacherinnen unterstützen Frauenstreik, gehen aber selber selten auf die Strasse

Gleichberechtigung ist noch nicht erreicht, das finden einige auf der Strasse befragte Rorschacherinnen. Als Frau müsse man sich stärker beweisen und auch was den Lohn angeht, bestehe Nachholbedarf.
Rahel Jenny Egger
Erinnerung an den Frauenstreik im roten Bleicheli. (Bilder: PD - 14. Mai 2019)Erinnerung an den Frauenstreik im roten Bleicheli. (Bilder: PD - 14. Mai 2019)
Auch der Plastikreiter, der für den CSIO wirbt, wurde dekoriert.Auch der Plastikreiter, der für den CSIO wirbt, wurde dekoriert.
Ein rosa Mäschlein mit Streikaufruf an der Bahnhofstrasse.Ein rosa Mäschlein mit Streikaufruf an der Bahnhofstrasse.
Der Hinweis auf den Frauenstreik an der Gutenbergstrasse beim Bahnhofplatz.Der Hinweis auf den Frauenstreik an der Gutenbergstrasse beim Bahnhofplatz.
4 Bilder

In einem Monat wollen die Frauen streiken

Unter dem Motto «Wenn Frau will, steht alles still» streikten am 14. Juni 1991 Hunderttausende Frauen. Zehn Jahre nach der Gleichstellung von Frau und Mann in der Verfassung fühlten sich die Schweizerinnen noch immer benachteiligt. Diese Meinung teilen auch heute noch viele Frauen, weshalb sie in diesem Jahr am exakt gleichen Datum erneut zum Streik aufrufen.

Die Rorschacherinnen scheinen diese Haltung durchaus zu unterstützen, selbst wenn sehr wahrscheinlich nur wenige auf den Strassen anzutreffen sein werden. Als Stichwörter fielen die Lohnungleichheit, die starre Mutterrolle und die Einstufung von Dominanz als ausschliesslich männlich.

Sabrina Lötscher, 33
Bis jetzt habe ich vom geplanten Frauenstreik noch gar nichts mitbekommen. Deswegen werde ich sehr wahrscheinlich auch nicht daran teilnehmen. Ich finde die Aktion aber eine sehr gute Sache. Die Gleichberechtigung haben wir leider immer noch nicht vollends erreicht. Gerade wenn es um die Kinder geht, bleibt meistens die Frau zu Hause und gibt deswegen ihren Beruf auf.

Michèle Erni, 22
Für mich wird es leider schwierig zu protestieren, da ich im Spital arbeite. Ein Fehlen am Arbeitsplatz wäre deshalb nur auf Kosten der Patienten möglich. Die Mehrheit der Frauen ist eher in sozialen Berufen tätig. So wird es wahrscheinlich allgemein schwierig mit der Durchführung eines Streiks. Trotzdem ist die Aktion wichtig. Es bestehen immer noch Benachteiligungen für Frauen.

Claudia Gantenbein, 53
Persönlich weiss ich noch nicht, ob ich teilnehme. Den Streik finde ich aber super. Gerade bei Berufen mit hohem Frauenanteil wäre es sehr spannend zu sehen, was passiert, wenn alle Frauen ihre Arbeit niederlegen. Die Frage ist einfach, ob das so durchführbar ist. Ausserdem sollte man mehrere Aktionen planen, wie bei den Klimastreiks, und nicht nur an einem einzelnen Tag aktiv werden.

Filomena Salerno, 30
Selber marschiere ich sehr wahrscheinlich nicht mit. Allgemein wird es eher schwierig für die Frauen, ihre Arbeit niederzulegen, denke ich. Aber wie Sabrina befürworte ich die Grundidee durchaus. Gleichberechtigt sind wir nämlich immer noch nicht. Es gibt auf jeden Fall noch Verbesserungspotenzial, wie zum Beispiel bei der Lohnungleichheit.

Andrea Gsell, 27
Leider kann ich nicht teilnehmen, aber die Organisation eines Frauenstreiks finde ich total gut. Es ist eine Frechheit, dass wir Frauen vor allem im Arbeitsleben immer noch so diskriminiert werden. Neben der Lohnungleichheit muss man sich als Frau viel stärker beweisen. Dominanz gilt leider immer noch als männlich. Deswegen arbeiten so wenige Frauen in Kaderpositionen.

Alexandra Graf, 47
Ich bin ein absolut unradikaler Mensch und deswegen auch klar gegen jegliche Streiks oder Demonstrationen. Meiner Meinung nach ist deren Folgewirkung relativ gering und kurzfristig. Frauen sind vor allem im Lohnverhältnis und durch ihre Mutterrolle eingeschränkt. Doch um das zu ändern, braucht es ein gesellschaftliches Umdenken und somit seine Zeit.

Linda Moraga, 30
Die Aktion des Frauenstreiks war mir bisher unbekannt. Ich hoffe aber sehr, daran teilnehmen zu können. Es ist unglaublich wichtig, für die Gleichberechtigung der Frau zu demonstrieren. Im Vergleich zu meinem Herkunftsland Nicaragua sind Frauen hier relativ gleichberechtigt. Aber auch in der Schweiz gibt es noch viel zu tun. Vor allem von der Lohnungleichheit höre ich oft.

Erika Müller, 59
Da ich einen eigenen Laden führe, kann ich am 14. Juni nicht mitlaufen. Ich finde auch, dass wir teilweise noch ein rückständiges Rollenbild pflegen. Man wird als Frau viel weniger ernst genommen, wenn es um ein dominantes Auftreten geht. Aber ob der Frauenstreik da etwas bewirkt, bezweifle ich. Meiner Meinung nach sollten Frauen einfach untereinander solidarischer sein.

Barbara Eisenhut, 27
Vom Streik habe ich gelesen, mir aber bis jetzt noch nicht viele Gedanken dazu gemacht. Ob ich hingehe, weiss ich noch nicht. Eine solche Aktion befürworte ich auf jeden Fall. Die volle Gleichberechtigung haben wir nämlich noch nicht erreicht. Ob der Frauenstreik dabei hilft, kann ich natürlich nicht so direkt sagen. Aber wenn man nichts macht, passiert auch nichts.

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