Überbauung
Stadt kauft 10'000 Quadratmeter Land an der Ruckhalde von den Appenzeller Bahnen

Die Appenzeller Bahnen haben ihr Land an der Ruckhalde der Stadt verkauft. Dies nachdem die Gleise in einen Tunnel verlegt wurden.

Dinah Hauser
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An der Ruckhalde soll dereinst eine Überbauung entstehen mit bis zu 400 Wohnungen.

An der Ruckhalde soll dereinst eine Überbauung entstehen mit bis zu 400 Wohnungen.

Bild: Benjamin Manser

An der Ruckhalde tut sich was. Die Stadt hat gemäss Handänderungen im Januar rund 10'000 Quadratmeter Land von den Appenzeller Bahnen erworben. Dies im Zuge der schon seit Jahren geplanten Überbauung am Hang südlich des Güterbahnhof-Areals.

Dass die Politische Gemeinde St.Gallen das Land erwirbt, war absehbar. Denn bereits 2018 wurde beschlossen, dass die Stadt das Land von den Appenzeller Bahnen erwerben kann. Sie hatte also das Kaufrecht, welches nun ausgeübt wurde.

Warten auf die Umzonung

Warum wurde das Land erst jetzt übertragen? Das Kaufrecht war an die Bedingung geknüpft, dass das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (Areg) die Einzonung des Grundstücks W0394 in die Wohnzone W4 und die Grünzone F genehmigt. Laut Yvonne Bischof, Leiterin Liegenschaften bei der Stadt St.Gallen, ist dies im vergangenen Herbst erfolgt. Somit gehört der Stadt nun eine Fläche von etwas über 60’000 Quadratmeter in der Ruckhalde.

Bis im Herbst 2018 fuhr noch das Gaiserbähnli in einer Schlaufe durch das Areal. Diese war mit einem Radius von nur 30 Metern und einer Steigung von 90 Promille die engste Zahnradkurve der Welt. Die Züge fahren mittlerweile in einem Tunnel unter den Familiengärten durch und die überirdischen Gleise mitsamt Schotter und Fahrleitungen sind verschwunden.

Ein Zug der Appenzeller Bahnen in der Ruckhaldekurve.

Ein Zug der Appenzeller Bahnen in der Ruckhaldekurve.

Bild: Hannes Thalmann (25. Juni 2007)

Was an der Ruckhalde geschieht, ist ebenfalls absehbar: Hier sollen dereinst bis zu 400 Wohnungen entstehen. Das Wie ist derzeit in Abklärung. Dass sich darüber nicht alle einig sind, zeigte etwa die Veranstaltung der Sektion St.Gallen/Appenzell des Verkehrs-Clubs Schweiz vom vergangenen August. An dieser legte die Stadt einen Zeitplan vor, wie es weitergehen soll. Bis im Herbst sollten die Gespräche mit den Grundeigentümern abgeschlossen sein und bis Mai die Rahmenbedingungen geklärt. Wie von Yvonne Bischof zu erfahren ist, laufen die Gespräche noch, danach soll die Planungsphase starten.

Das würde bedeuten, dass der Prozess gut sechs Monate im Verzug ist. Dass Bauprojekte – vor allem umfangreiche – immer wieder erst mit Verzögerung zu Stande kommen, ist allgemein bekannt. Bischof bestätigt dies, es sei nichts Aussergewöhnliches.