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Stadt St.Gallen: Feuerwehr pumpte über 100 Keller und Wohnungen aus

Die Hitze gipfelte am Nationalfeiertag in einem Gewitter. Der trockene Boden vermochte die grossen Wassermengen nicht zu schlucken, weshalb die Feuerwehr stundenlang im Einsatz war und in der Stadt überflutete Keller und Parterre-Wohnungen auspumpte.
Seraina Hess
Die Feuerwehr befreit am Donnerstagnachmittag das Untergeschoss des Oberstufenschulhauses Zil vom Wasser. (Bild: Urs Bucher)

Die Feuerwehr befreit am Donnerstagnachmittag das Untergeschoss des Oberstufenschulhauses Zil vom Wasser. (Bild: Urs Bucher)

Im Gegensatz zu den Kollegen der Feuerwehr verbrachte die Stadtpolizei einen ruhigen 1. August. Zwar gingen Meldungen ein, das Feuerverbot würde nicht eingehalten; verifizieren liessen sich diese aber nicht. Ausrücken musste die Polizei, weil der Niederschlag, den das heftige Gewitter am Abend mit sich brachte, an der Ahornstrasse einen Schachtdeckel angehoben hatte und deshalb ein Auto verunfallte.

Hochwassermeldungen seien alle der Feuerwehr weitergeleitet worden, sagt Polizeisprecher Dionys Widmer. Und die hatte entsprechend viel zu tun. Am Donnerstagnachmittag waren 139 Einsätze wegen Wasser in Kellern, Liftschächten, Garagen und Parterre-Wohnungen zu verzeichnen, sagt Andrea Schöb, Bereitschaftsdienstoffizierin von Feuerwehr und Zivilschutz St.Gallen. «Die ärgste Arbeit ist zwar gemacht, doch vereinzelte Meldungen wird es in den nächsten Tagen noch geben, sobald Betroffene aus den Ferien heimkehren.»

In der Stadt waren am Nationalfeiertag 63 Angehörige der Feuerwehr im Einsatz, um Gebäude vom Wasser zu befreien – beispielsweise eine Tiefgarage an der Kesselhaldenstrasse. Auch am Donnerstag waren noch 27 Feuerwehrleute mit Auspumparbeiten beschäftigt. Schätzungsweise komme es in der Stadt etwa alle drei bis fünf Jahre vor, dass aufgrund des Regens Wasser in Gebäude eintritt, sagt Schöb. Das Gewitter habe vor allem den Osten getroffen. Zum Beispiel das Schulhaus Zil mit geflutetem Liftschacht.

800'000 Franken Schaden in der Stadt

Ursachen für Wasser im Gebäude gibt es einige: Durch Lichtschächte dringt Wasser ein, wenn es der trockene Boden nicht mehr zu schlucken vermag. Wasser in der Parterre-Wohnung ist häufig auf verstopfte Abläufe beim Sitzplatz zurückzuführen. Zu Rückstau kommt es auch bei Schächten in Garagen. In St.Gallen standen diese in den meisten Fällen nur einige Zentimeter unter Wasser – an der Fuchsenstrasse im Neudorf waren es bis zu einem Meter.

Gemäss Gebäudeversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen gehört die Stadt zu den am stärksten betroffenen Gebieten im Kanton. Bis Donnerstag, 15.30 Uhr, wurden 90 Schäden gemeldet, die eine Schadensumme von 800'000 Franken erreichen. Eine Zahl, die in den nächsten Tagen weiter steigen dürfte.

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