Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Schlägerei im Trischli Club: Randalierende Besucher waren stark betrunken - der Türsteher nicht

Die gewaltsame Auseinandersetzung zwischen einem Türsteher des St.Galler Trischli Clubs und Gästen beschäftigt die St.Galler Kantonspolizei. Laut deren Angaben waren die meisten der involvierten Personen stark betrunken. Ein verletzter Gast randalierte sogar noch im Spital.
Martin Oswald/Alexandra Pavlovic/Daniel Walt
Ein Türsteher schlägt in die Besuchergruppe. (Bild aus Video)

Ein Türsteher schlägt in die Besuchergruppe. (Bild aus Video)

Was hatte sich in der Nacht von Freitag auf Samstag im St.Galler Club Trischli zugetragen? Der Club-Besitzer schweigt weiter, doch Gäste und die Polizei zeichnen ein immer klareres Bild.

Videoaufnahmen, die dem Tagblatt vorliegen, zeigen, wie ein Türsteher mit einer Holzstange am Ausgang auf Gäste einschlägt. Eine Person taumelt nach einem Schlag gegen den Kopf zu Boden und bleibt regungslos liegen. Sie wird ins Spital eingeliefert, kann dieses aber später leicht verletzt wieder verlassen.

Aggressive Gäste randalierten im Club

Bei der St.Galler Stadtpolizei bestätigt man den Vorfall. Gegen 1.30 Uhr Samstagnacht ist der Notruf eingegangen, danach sind umgehend Polizisten zum Trischli Club St.Gallen ausgerückt, wie Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei, sagt.

«Wir haben den Streit vor Ort umgehend beendet.»

Wie aber ist es zum Streit gekommen? Ein weiblicher Gast erzählt gegenüber dem Tagblatt, was sich in den Stunden zuvor im Trischli zugetragen hatte. In der Lounge habe es am Freitagabend mehrere Auseinandersetzungen gegeben. Gäste hätten sich geprügelt und die Trischli-Angestellten daraufhin eingegriffen. «Nach dem dritten Mal wurde die ganze Gruppe aus dem Club geschmissen», erzählt die Frau. Vor dem Eingang muss es dann zur Eskalation gekommen sein.

«Eine Gruppe Männer bedrohte die Türsteher.»

Einer der Türsteher griff dann zu einer Holzstange und schlug auf die Gruppe ein. Einige der aggressiven Gäste hätten dann vor dem Club Baustellen-Lampen zu Boden geworfen, es sei sogar eine Scheibe zu Bruch gegangen.

Türsteher mit 0,0 Promille

Die St.Galler Kantonspolizei hat die Zuständigkeit für den Fall von der Stadtpolizei übernommen. Sie nimmt vorderhand keine Stellung zum möglichen Ursprung der Auseinandersetzung sowie zu Alter und Nationalität der am Streit Beteiligten. Sprecher Gian Andrea Rezzoli erklärte auf Anfrage am Montag, die Polizei habe in der Nacht auf Samstag die Personalien der Involvierten aufgenommen. Eine Befragung sei nicht möglich gewesen, weil die Personen teils stark alkoholisiert gewesen seien. "Der Mann, der schliesslich ins Spital gebracht werden musste, randalierte dort - die Polizei musste deswegen nochmals ausrücken", so Rezzoli.

Nicht alkoholisiert waren laut Gian Andrea Rezzoli die beiden Türsteher, die im Trischli Club in der Nacht auf Samstag im Dienst waren - "bei beiden ergab ein Test 0,0 Promille", sagt der Polizeisprecher. Bei den Türstehern handelt es sich laut Rezzoli um Angestellte einer Sicherheitsfirma, die für das Trischli arbeitet. Über die entsprechenden Bewilligungen verfügt das Unternehmen laut Rezzoli, diesbezüglich sei bei Kontrollen immer alles in Ordnung gewesen.

Die Kantonspolizei will nun das Videomaterial zum Vorfall sichten und die involvierten Personen befragen. Aus diesen Ermittlungen soll hervorgehen, ob ein Offizialdelikt vorliegt. Falls nein, bräuchte es für weitere rechtliche Schritte eine Anzeige. Eine solche ist bis Anfang Montagnachmittag aber noch nicht eingegangen, wie Rezzoli sagt.

Restaurant Trischli Brühlgasse (Archivbild: Michel Canonica)

Restaurant Trischli Brühlgasse (Archivbild: Michel Canonica)

Club nimmt keine Stellung

Und was sagt man beim Trischli Club zum Vorfall? Besitzer Stefano Tomasini sagt gegenüber dem St.Galler Tagblatt, dass er sich schon vor längerer Zeit aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen habe und das aktuelle Personal kaum kenne. Tomasini sagt aber, ohne den aktuellen Vorfall im Detail zu kennen:

"Wenn zehn Personen auf einen Türsteher losgehen, gibt es nicht nur schwarz oder weiss."

Das St.Galler Tagblatt wartet weiter auf eine Stellungsnahme durch den Geschäftsführer. Die Antwort Seitens Trischli: «Zur Zeit äussern wir uns nicht zum erwähnten Vorfall.»

Nicht der erste Vorfall

Es ist nicht das erste Mal, dass das Trischli negativ in die Schlagzeilen gerät. 2010 kam es an der Olma zu einer Schlägerei zwischen Mitarbeitern des Trischli Club und des Club Casablanca.

Im Februar dieses Jahres hatten Gäste nach einer Partynacht im Trischli plötzlich pinke Farbe an den Schuhen, welche nicht mehr zu entfernen war. Die Reaktion des Clubs: Ein Facebook-Post, in dem man sich über die Reklamationen der Gäste lustig macht.

Trischli Club St.Gallen

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.