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Tübach blitzt vor dem Verwaltungsgericht ab

Mit dem Erlass einer Planungszone wollte die Gemeinde Tübach einen Neubau mit fünf Eigentumswohnungen an bester Lage verhindern. Der Bauherr erhält nun recht.
Jolanda Riedener
Am Sonnmatt 6 sollen fünf Eigentumswohnungen entstehen. Einsprachen sind deswegen bereits eingegangen. (Bild: jor)

Am Sonnmatt 6 sollen fünf Eigentumswohnungen entstehen. Einsprachen sind deswegen bereits eingegangen. (Bild: jor)

Es ist die Top-Wohnlage in Tübach. Ruhig und mit Seesicht. Die Gärten der Einfamilienhäuser sind grosszügig und gepflegt, selbstfahrende Rasenmäher drehen ihre Runden. Nur das Einfamilienhaus am Sonnmatt 6 fällt aus der Reihe: Büsche und Rosen wuchern, nur noch wenig der Fassade ist hinter dem Grün zu sehen. Gestellte Visiere signalisieren: Hier ist ein Neubau geplant.

Benedikt Sirch, Inhaber der Firma Aloma Invest, will dort bauen. Fünf Eigentumswohnungen sollen entstehen. Die Gemeinde Tübach wollte das verhindern. Gemeindepräsident Michael Götte bezeichnete den geplanten Neubau als Renditeobjekt. Die Gemeinde hat deshalb die Planungszone Ruheberg erlassen: Innerhalb dieser Zone sind Neubauten mit Geschosswohnungen für mehr als zwei Familien untersagt. Zudem sollten Neubauten «der volumetrischen Körnigkeit des Quartiers» entsprechen.

Bauherr erhält auch in zweiter Instanz Recht

Sirch hat gegen die Planungszone Einsprache beim Baudepartement St. Gallen erhoben und recht erhalten. Die Gemeinde wandte sich ans Verwaltungsgericht und ist nun auch dort abgeblitzt. Es begründet den Entscheid damit, dass an der Errichtung einer Planungszone Ruheberg kein überwiegendes öffentliches Interesse besteht. Götte akzeptiert den Entscheid: «Weitere rechtliche Schritte waren von Anfang an nicht geplant», sagt er. Das Resultat habe man aber mit Bedauern zur Kenntnis genommen. Betroffene Anwohner haben nach wie vor die Möglichkeit, Einsprache zu erheben.

«Niemand baut, um mit einem Minus dazustehen.» Benedikt Sirch,
Bauherr und Inhaber Aloma Invest.

Inhaber Benedikt Sirch fühlt sich durch den raschen Entscheid des Verwaltungsgerichts bestätigt, hat aber nichts Anderes erwartet: «Unser Architekt hat sich vorab mit den Behörden in Tübach besprochen. Die Baupläne sind Zonenkonform.» Dass er bald mit dem Bagger auffahren könne, damit rechne Sirch dennoch nicht. «Es sind bereits Einsprachen eingegangen», sagt er. Durch den Gerichtsentscheid zu seinem Gunsten sieht der Bauherr diesen aber gelassen entgegen. Sirch wehrt sich auch gegen die Bezeichnung Renditeobjekt: «Niemand baut, um mit einem Minus dazustehen.»

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