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Trügerische Ruhe um die Sana Fürstenland

Jedes Jahr, in dem nicht gebaut wird, kostet die Sana Fürstenland AG Hunderttausende Franken. Der Verwaltungsrat hofft auf die baldige Baubewilligung. Die Gegner sortieren sich neu.
Adrian Lemmenmeier
Das Andreaszentrum soll dereinst dem Alterszentrum Fürstenland weichen. Im besten Fall beginnt der Rückbau 2019. Archivbild: Urs Jaudas

Das Andreaszentrum soll dereinst dem Alterszentrum Fürstenland weichen. Im besten Fall beginnt der Rückbau 2019. Archivbild: Urs Jaudas

Harmonie und Unsicherheit: Beides prägte die Stimmung im Gossauer Andreaszentrum, als der Verwaltungsrat der Sana Fürstenland AG am Dienstag mit den Bürgern diskutierte. Harmonie, weil sich keine Gegner des Alterszentrums Fürstenland zu Wort meldeten. Unsicherheit, weil eben diese Gegner in der Lage sind, den Bau eines Altersheimes mit Rechtsmitteln weiter zu verzögern. Das Alterszentrum Fürstenland soll dort entstehen, wo heute das Gossauer Andreaszentrum steht. Vor zwei Wochen hat der Stadtrat die Planungsinstrumente neu aufgelegt. Zuvor hatte das kantonale Baudepartement im Rekursverfahren formale Mängel festgestellt (Ausgabe vom 6. November).

Eine mögliche weitere Verzögerung sei natürlich die «ganz grosse Sorge», sagte Verwaltungsratspräsidentin Kathrin Hilber. Sollte ein Einsprecher alle Instanzen durchlaufen, müsste man zwei bis drei Jahre auf den Baubeginn warten. Ginge aber alles rund, habe man nächstes Jahr eine Baubewilligung, ergänzte Verwaltungsrat Erol Doguoglu.

Espel und Schwalbe in traurigem Zustand

Aus dem Publikum kam die Frage, wie viel eine weitere Verzögerung die Sana koste. Heinz Loretini, Verwaltungsrat und Leiter des städtischen Finanzamtes, rechnete vor: «Jedes Jahr, das ins Land zieht, kostet gut 350000 Franken.» Darin eingerechnet sei etwa der Unterhalt der Altersheime Espel und Schwalbe. Aber auch den Baurechtszins müsse die Sana der Kirchgemeinde bezahlen – unabhängig davon, ob die Bagger auffahren oder nicht. «Sie können sich vorstellen, was wir mit diesen 350000 Franken alles für unsere Pensionäre machen könnten», sagte Loretini. Urs Kempter, der als Vertreter des Gossauer Gewerbes im Verwaltungsrat sitzt, ergänzte: Die Häuser Espel und Schwalbe seien in traurigem Zustand. «Im Espel zieht es durch die Fenster; bei der Schwalbe sickert immer mal wieder Wasser durchs Dach.» Aber jeden Franken, den man jetzt investiere, investiere man vergebens.

Mehrere Stimmen wollten wissen, weshalb die Sana Fürstenland AG den Standort Espel für einen Neubau kategorisch ausschliesse. Stadträtin Helen Alder-Frey betonte, dass in der Abstimmungsvorlage von 2013 explizit ein zentraler Standort festgehalten gewesen sei. Doguoglu ergänzte: Das Espel liege gar nicht in einer Bauzone. Und ein Umzonungsantrag würde wahrscheinlich abgelehnt werden.

Applaus gab es an diesen Abend nur einmal. Und zwar als sich ein Mittfünfziger erhob und sich an potenzielle Einsprecher wandte: «Überlegen Sie sich, ob ihr persönliches Interesse wichtiger ist als das der Pensionäre.» Ein anderer Mann formulierte es milder: «Bitte machen Sie uns ein Weihnachtsgeschenk und verzichten Sie auf eine Einsprache.» Ob der fromme Wunsch erhört wurde, ist fraglich. Sass doch der Mann, der den Bau des Alterszentrums bis anhin massgeblich mit einer Einsprache ausgebremst hatte, gar nicht im Saal. (siehe Zweittext).

Alex K. Fürer wartet ab, IGOP ist dezimiert

Das Bauprojekt der Sana Fürstenland AG hat in Gossau nicht nur Freunde. Gegen den ersten Gestaltungsplan, den Teilzonenplan und den Teilstrassenplan hatte Alex K. Fürer Einsprache eingereicht. Und zwar gemeinsam mit der KFK Immobilien AG, die seine Tochter Monika präsidiert. Diese Einsprache wurde mit der Neuauflage der Pläne allerdings hinfällig. Wird Fürer nun wieder Einsprache einreichen? «Zu diesem Zeitpunkt möchte ich mich dazu nicht äussern», sagt er auf Anfrage. Er müsse die Situation erst neu beurteilen. Die Einsprachefrist endet am 15. Dezember. Ebenso wollte sich die IG optimiertes Pflegeheim (IGOP) gegen das Pflegeheim im Zentrum stark machen. Der Bau sei überdimensioniert, lautete die Hauptkritik. Mittlerweile haben Urs Tanner und Trudi Weibel die achtköpfige IG allerdings verlassen. Wie es mit der Gruppe weitergeht, ist unklar. «Wir werden uns treffen und weitere Schritte besprechen», sagt Marius Thürlimann von der IGOP. (al)

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