Trotz Coronapandemie
19-Jährige organisiert illegale Party mit über 30 Personen in der Stadt St.Gallen – Gäste und Veranstalterin werden gebüsst

Am Mittwochabend erhielt die Stadtpolizei St.Gallen eine Meldung über eine illegale Party. Nachdem sich die Gäste zuerst versteckt hatten, konnte die Feier in einer privaten Wohnung aufgelöst werden. Über 30 Personen wurden gebüsst.

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Die jungen Leute feierten zusammen trotz Corona-Einschränkungen.

Die jungen Leute feierten zusammen trotz Corona-Einschränkungen.

Bild: Fotolia

(pd/nat) Am späten Mittwochabend wurde die Stadtpolizei St.Gallen auf eine illegale Party aufmerksam gemacht. Als die Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, war bereits ausserhalb der Liegenschaft Personen- und Musiklärm zu hören, wie die Polizei in einem Communiqué mitteilt. Weil die Stadtpolizei eine grössere Party vermutete, zog sie mehrere Patrouillen hinzu.

Als die Einsatzkräfte an der Wohnungstür klingelten, sei aus dem Innern der Wohnung Geräusche zu hören gewesen und die Türen wurde verschlossen. Nach mehreren Minuten seien schliesslich die Wohnungsmieterin sowie vier weitere Personen an der Haustüre erschienen. Gemäss Angaben der Stadtpolizei erklärten sie, zusammen eine Party zu feiern.

Staatsanwalt war vor Ort – Hausdurchsuchung war nicht nötig

Aufgrund der Anzeichen, dass sich weitere Personen in der Wohnung befunden hätten, sei die Staatsanwaltschaft vor Ort herbeigezogen worden, um über allfällige weitere Massnahmen wie beispielsweise eine Hausdurchsuchung zu entscheiden. «Die Polizei darf eine Wohnung nicht betreten ohne Hausdurchsuchungsbefehl, deshalb wurde die Staatsanwaltschaft involviert», erklärt Polizei-Mediensprecher Dionys Widmer auf Anfrage.

Die Wohnungsmieterin und Partyveranstalterin habe nach einigen Diskussionen schliesslich zugegeben, dass sich weitere Personen in der Wohnung befinden würden. Anschliessend seien die jungen Personen aus den Zimmern gekommen und die Party sei aufgelöst worden. Aus diesem Grund sei eine Hausdurchsuchung auch nicht nötig gewesen, sagt Widmer.

31 Teilnehmende wurden mit 100 Franken gebüsst. Die 19-jährige Veranstalterin erhielt eine Busse von 200 Franken.