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New-Orleans-Festival: Trompeten verdrängen Tambouren

Alle drei Jahre, wenn Kinderfest ist, kommen sich in der Stadt Grossanlässe in die Quere. Auch das morgige Gassenfest «New Orleans meets St. Gallen» kommt nicht ganz am Kinderfest vorbei.
Roger Berhalter
Dixieland in der Gallusstadt: Am St. Galler New-Orleans-Festival wird morgen Dienstag die Musik der Südstaaten gefeiert. (Bild: Benjamin Manser)

Dixieland in der Gallusstadt: Am St. Galler New-Orleans-Festival wird morgen Dienstag die Musik der Südstaaten gefeiert. (Bild: Benjamin Manser)

Blues und Dixieland in den Ohren, Bratwurst und Bier in der Hand: Das sind seit jeher die Zutaten des Festivals «New Orleans meets St.Gallen». Schon zum 31. Mal geht das kostenlose Fest morgen über die Bühne, mit zahlreichen Essenständen in der Altstadt, einer musikalischen Strassenparade und vier Bühnen mit Live-Musik. Soweit die bewährte Ausgangslage, mit der das Festival jedes Jahr rund 25000 Besucherinnen und Besucher anlockt. «Wir müssen nichts verändern, was gut ist», sagt OK-Präsident Bruno Bischof.

Doch etwas ist dieses Jahr anders: Das Kinderfest kommt den New-Orleans-Musikern in die Quere. Derzeit ist es auf den Mittwoch angesetzt, nur einen Tag nach «New Orleans meets St.Gallen» (heute Montag informiert die Stadt, ob der Mittwoch aktuell bleibt oder ob das Kinderfest erneut verschoben wird). «Das sind rein logistische, lösbare Probleme», sagt Bischof, der mit Grossanlässen jahrzehntelange Erfahrung hat. Dass das Kinderfest und sein Festival fast zusammenfallen, bringt ihn nicht aus der Ruhe. «Wir befinden uns mit unserem Fest auf öffentlichem Grund, da muss man sich nun einmal anpassen.» Die Festbänke würden deswegen noch lange nicht knapp.

Schneller aufräumen, schneller putzen

Dennoch kommen sich die Kinder und die New-Orleans-Musiker in die Quere. Ist das Kinderfest am Mittwoch, kann das traditionelle Tambouren-Konzert zum Auftakt laut Bischof nicht stattfinden. Es sei unmöglich, im laufenden New-Orleans-Festbetrieb 80 Tambouren beim Vadiandenkmal aufspielen zu lassen. Zudem müssten dieses Jahr die Festivalbühnen schneller abgebrochen und die Gassen schneller gereinigt werden, weil ab vier Uhr morgens schon wieder die Tribünen fürs Kinderfest aufgebaut werden.

Ansonsten bleibt am morgigen «New Orleans meets St.Gallen» aber alles beim bewährten Alten. Auf den Bühnen feiern internationale Musiker die US-amerikanischen Südstaaten, beispielsweise die New Orleans Rhythm Aces, die von 18 bis 23 Uhr in der Neugasse spielen. Die Band ist gemäss Pressetext eigens für das St.Galler Festival zusammengestellt und besteht aus den vier internationalen Musikern Patrick Artero (Trompete), Thomas l’Etienne (Saxofon), Harry Kanters und Peter Hermann (Schlagzeug).

Hammond-Orgel und Jam-Session

Bei aller Huldigung der Südstaaten: Eine Bühne bleibt fest in St.Galler Hand. Wie schon im vergangenen Jahr hat der St.Galler Pianist Claude Diallo eine Band zusammengestellt und wird in der Marktgasse sein «Claude Diallo Situation Hammond B3 Project» präsentieren, zusammen mit Patrick Bianco am Saxofon, Amik Guerra an der Trompete und Andy Leumann am Schlagzeug.

Zu später Stunde laden die Veranstalter dann zu einer improvisierten Musik-Session im Hotel Einstein, wo auch einige der auftretenden Musiker einquartiert sind. Gut möglich, dass – so wie letztes Jahr – einige von ihnen den Instrumentenkoffer noch einmal auspacken und spontan mitspielen.

Eine Parade und vier Bühnen

Schon vor dem ersten Ton gibt’s am morgigen «New Orleans meets St.Gallen» zu essen und zu trinken: Das Festival startet um 16.30 Uhr, wenn die Verpflegungsstände öffnen. Um 17.30 Uhr folgt der traditionelle musikalische Auftakt mit den sogenannten Marching Bands. Eine Parade mit Musikern aus verschiedenen Formationen wird eine Stunde lang gemeinsam und spielend durch die Gassen der Altstadt ziehen.

Um 18 Uhr startet das Bühnenprogramm im Zelt der Acrevis-Bank an der Neugasse. Um 19 Uhr beginnt das Programm auch auf den übrigen drei Bühnen beim Waaghaus, auf dem Grüningerplatz an der Schmiedgasse und an der Marktgasse.

Der Ausklang des Festivals folgt einerseits in der Kirche St.Laurenzen, wo um 23.15 Uhr ein musikalischer Gottesdienst mit Pfarrer Hansruedi Felix und den Musikern Malcolm Green, Andreas Hausammann, Max Egelhofer und Lukas Meier gefeiert wird. Anderseits findet in der Bar des Hotels Einstein ab 23.30 Uhr eine Jam-Session mit Claude Diallo (Piano), Andy Leumann (Schlagzeug) sowie Marc Jenny (Kontrabass) statt. (rbe)

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