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Die Trockenheit begünstigt die Arbeiten im Bruggwaldtunnel bei Wittenbach

Im Bruggwaldtunnel laufen die Arbeiten auf Hochtouren. Bald werden die Schienen verlegt und die neue Fahrleitung eingebaut. Der Tunnel bleibt noch bis am 10. September gesperrt.
Adrian Lemmenmeier

Die Luft im Bruggwaldtunnel ist staubig. Arbeiter tragen Atemschutzmasken, schummrig leuchten die Schweinwerfer einer Baumaschine. Einige hundert Meter näher beim Tunnelportal ist die Sicht besser. Hier zeigt Marc Hohermuth, Projektleiter bei der Sanierung des Bruggwaldtunnels, einer Gruppe Besuchern in orangeleuchtenden Westen die Baustelle. Die Schweizerische Südostbahn (SOB) hat zum Tag des offenen Tunnels geladen.

In der Mitte des Stollens verläuft ein Graben. «Hier wird die Tunnelentwässerungsleitung eingebaut», sagt Hohermuth und beleuchtet mit der Taschenlampe die unterschiedlichen Schichten des kürzlich aufgetragenen Asphalts. Bald werden hier die Bahnschwellen und schliesslich die Gleise verlegt.

Der Mergel ist eine Herausforderung

Gearbeitet wird rund um die Uhr. In drei Schichten à acht Stunden bessern jeweils acht Arbeiter die alte Spritzbetonschale an den Tunnelwänden aus oder tragen Sie ab. Dabei wird Wasser mit Höchstdruck auf die Wand gespritzt. Später wird neuer Spritzbeton aufgetragen. «Komplikationen hat es bisher keine gegeben», sagt Marc Hohermuth. Auch wenn das Gestein – mehrheitlich Mergel – durchaus eine Herausforderung sei. «Kommt Mergel mit Luft oder Wasser in Kontakt, verwittert er und wird spröde», sagt Hohermuth. Deshalb sei es wichtig, dass offene Mergelstellen im Tunnel möglichst schnell wieder mit Spritzbeton abgedeckt würden. Das trockene Wetter käme den Tunnelarbeitern deshalb entgegen. Je feuchter die Luft, desto weniger zerfällt das Mergel-Gestein.

Ein Einsturz des Bruggwaldtunnels wäre indes keine Premiere. Beim Bau des Tunnels 1909 war der Stollen eingebrochen. Sieben italienische Arbeiter starben unter den Trümmern, einer war elf Tage verschüttet und wurde schliesslich gerettet.

Alles verläuft nach Programm

Die Sanierung des Tunnels verlaufe nach Plan, sagt Marc Hohermuth. «Für den Gleisbau ist alles vorbereitet und ab 29. August beginnt der Einbau der neuen Fahrleitung». Statt der klassischen Stromleitung wird eine Aluminiumschiene montiert. Dadurch und mit dem neuen Fahrfundament, das stellenweise bis zu zwanzig Zentimeter tiefer liegt als das vorherige, gebe es mehr Platz. So können hier bald auch doppelstöckige Züge verkehren. Allerdings nicht vor dem 10. September. Bis dahin bleibt der Tunnel wegen der Arbeiten gesperrt.

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