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Sie weisen Feriengästen den Weg durch St.Gallen: Touristen-Engel sind wieder unterwegs

Die Tourist Angels sind seit Sommerbeginn wieder im Einsatz. Sie ersparen Besuchern den Weg zur Touristeninformation und beraten sie auf der Gasse.
Livia Grob
Manfred Nährer stellt sein Mandarin bei chinesischen Touristen auf die Probe. (Bild: Livia Grob)

Manfred Nährer stellt sein Mandarin bei chinesischen Touristen auf die Probe. (Bild: Livia Grob)

Ein blaues Shirt mit einem weissen «i» für Information und einer passenden blauen Umhängetasche weisen die Tourist Angels als solche aus. Für viele Feriengäste sind sie ein Geschenk des Himmels. Sie händigen Stadtpläne aus, beschreiben den Weg zur Stiftsbibliothek und der nächsten öffentlichen Toilette und empfehlen Restaurants.

Sinn und Zweck dieser Aktion ist, Besuchern den Weg zur Touristeninformation zu ersparen. Alles Wissenswerte vermitteln die Touristen-Engel ihnen direkt und unkompliziert auf der Gasse.

Verschiedene Sprachen im Angebot

Einer dieser Engel ist Manfred Nährer. Vor neun Uhr trifft man den 60-jährigen am Bahnhof an, wo er hilfesuchenden Touristen den St. Galler Busfahrplan erklärt. Von dort geht seine Tour durch die Multergasse weiter Richtung Bärenplatz. Hier positioniert er sich gut sichtbar und hält nach fragenden Gesichtern Ausschau. Um die Mittagszeit wird weniger nach Textilmuseum und Stiftsbibliothek gefragt, dafür umso mehr nach der typischen St. Galler Bratwurst und wo es die zu kaufen gebe.

Auf Deutsch, Englisch und Mandarin spricht er die Besucher an und zeigt ihnen den Weg zum Dom, zu Läderach und zu Sprüngli. Auch Ungaren und Russen gibt er die gewünschten Informationen in ihrer Landessprache. Mandarin lerne er für seine chinesische Freundin, erzählt Nährer. Die wolle allerdings nicht mit ihm üben. Sein Kollege Oscar Rutishauser ergänzt das Sprachenrepertoire mit Spanisch und Französisch.

«Manche glauben, wir würden sie ausrauben»

Wie sie als Engel angefangen haben, wissen die beiden nicht mehr. «Ich bin irgendwie reingerutscht», sagt Nährer. Warum sie es machen, ist ihnen allerdings klar. Beide sind schon viel gereist, doch St. Gallen sei eine der schönsten Städte der Welt. Als gebürtiger St. Galler hat Rutishauser auch manch ein Geheimtipp bereit. «Die beste Aussicht auf die Stadt hat man von den Dreilinden», erklärt der Rentner. Doch keine geführten Touren gingen bis auf den Hügel hinauf.»

Alle beratenen Touristen seien sehr dankbar für die Hilfe. Sie hätten bis jetzt nur positive Reaktion erhalten, sagt Rutishauser. Anfänglich seien einige jedoch skeptisch, sich von einem Fremden in ein Gespräch verwickeln zu lassen. «Sie denken, es sei ein Ablenkungsmanöver, um ihnen das Geld aus den Taschen zu ziehen», sagt Manfred Nährer lachend.

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