Totalsanierung der St.Galler Stadtautobahn: Das Bundesamt für Strassen legt sich einen Vogel zu

Aufgrund der Grösse des Sanierungsprojekts für die St.Galler Stadtautobahn fährt das Bundesamt für Strassen (Astra) dazu eine mehrgleisige Informationskampagne. Identifikationsfigur wird dabei ein Buntspecht.

Reto Voneschen
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Fredi Vogl ist die Identifikationsfigur, die St.Gallerinnen und St.Galler zum Mitmachen im Kampf gegen den Stau animieren soll.

Fredi Vogl ist die Identifikationsfigur, die St.Gallerinnen und St.Galler zum Mitmachen im Kampf gegen den Stau animieren soll.

Illustration: Astra

Einerseits ist geplant, die Bevölkerung wie bei jedem Astra-Vorhaben mit Mitteilungen auf dem Laufenden zu halten. So wird etwa informiert, wenn das Vorhaben jeweils in eine neue Phase tritt. Parallel dazu will das Astra alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf lockere Art zum Mitmachen im Kampf gegen den Stau motivieren. Dafür legt es sich einen Vogel zu: Der Buntspecht Fredi Vogl ist gemäss Astra-Sprecher Stefan Hauser «ein typischer St.Galler Stadtvogel». Eigentlich gutmütig und friedlich, im Einzelfall aber auch genervt oder verärgert.

Er soll die Bevölkerung in Inseraten, auf Plakaten, in Spots, im Internet oder einem Info-Pavillon über die Instandsetzung ihrer Hauptverkehrsachse auf dem Laufenden halten. Gleichzeitig soll er sie motivieren, Mobilität so zu leben, dass während der Sanierungsarbeiten ein Verkehrschaos auf der Autobahn vermieden werden kann.

«Gib dem Stau keine Chance!»

Der Slogan der Kampagne mit dem Vogel ist simpel: «Gib dem Stau keine Chance. Mach etwas Besseres daraus.» Ziel des Buntspecht-Einsatzes wird sein, möglichst viele aus Stadt und Region von «der Mission» im Zusammenhang mit der Autobahnsanierung zu überzeugen, nämlich sich am Kampf gegen den Stau aktiv zu beteiligen.

Regierungsrat Marc Mächler.

Regierungsrat Marc Mächler.

Bild: Regina Kühne

Der kantonale Baudirektor Marc Mächler hieb am Mobilitätsforum vom Mittwochabend bereits in die Kerbe dieser Kampagne: Man müsse sich immer vor Augen halten, dass das Ziel der Verantwortlichen bei der Sanierung der Stadtautobahn nicht sei, jemanden zu schikanieren.

Die Arbeiten seien zwingend nötig, damit die Autobahn ihre Aufgabe als Hauptverkehrsachse von Stadt und Region weitere 15 bis 20 Jahre erfüllen könne. Dafür investiere das Astra 524 Millionen Franken. Die vorübergehenden Nachteile während der Bauarbeiten – wie Lärm, temporäre Kapazitätsreduktion oder Bedarf nach Verhaltensänderungen – müsse man für eine zukunftstaugliche Infrastruktur in Kauf nehmen, sagte Marc Mächler am Mobilitätsforum im Hotel Walhalla.