Neue Bank nimmt Formen an

Die Raiffeisenbank Obertoggenburg plant einen Neubau in der Wasserbrugg in Nesslau. Nebst Räumen für die Bank wird es Büroräume und Wohnungen geben. Der Baustart könnte bereits Ende Mai erfolgen.

Sabine Schmid
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Das neue Gebäude der Raiffeisenbank Obertoggenburg wird das Dorfbild von Nesslau prägen. (Bild: Visualisierung: pd)

Das neue Gebäude der Raiffeisenbank Obertoggenburg wird das Dorfbild von Nesslau prägen. (Bild: Visualisierung: pd)

NESSLAU. Ein Neubau der Raiffeisenbank Obertoggenburg in Nesslau wird schon seit einiger Zeit diskutiert. Nun sind die Pläne konkret und ein Baugesuch ist eingereicht. «Wir mussten zuerst die Ausgangslage sauber abklären, bevor wir einen Architekturwettbewerb ausschreiben konnten», erklärt Ernst Zwingli, Vorsitzender der Bankleitung. Dies sei nötig gewesen, weil das Bankgebäude an die Hauptstrasse und die Bahnhofstrasse gebaut wird.

Bevor das Grundstück bebaut werden kann, musste ein Überbauungsplan erstellt werden. Danach folgten eine Umzonung und eine Revision des Teilstrassenplans. Erst als diese Voraussetzungen gegeben waren, konnte die Raiffeisenbank Obertoggenburg als Bauherrin das Baugesuch einreichen.

Gewerberäume und Wohnungen

Ernst Zwingli und dem Verwaltungsrat der Raiffeisenbank Obertoggenburg gefällt der Neubau. «Er ist sehr kompakt und passt gut ins Ortsbild», sagt Zwingli. Im einen Gebäudeteil wird im Erdgeschoss die Schalterhalle der Raiffeisenbank untergebracht. Im Stock darüber wird es weitere Büros für die Bankmitarbeiter geben. Im zweiten Stock wird ein grösseres Sitzungszimmer realisiert. Dieses, erklärt Ernst Zwingli, sei von aussen zugänglich, damit es nicht nur von der Bank genutzt werden kann. «Wir haben bereits einen solchen Raum im Bankgebäude in Alt St. Johann und dieser wird rege genutzt.» Neben diesem Raum und im Geschoss darüber wird es Wohnungen geben. Im zweiten Gebäudeteil wird sich das Ingenieurbüro Bleiker und Partner AG im Erdgeschoss einrichten. Der Verwaltungsrat ist bestrebt, dass sich zudem ein Treuhandbüro hier einmietet.

Die Büros im ersten Stock werden vom Architekturbüro Wickli und Partner AG gemietet. Auch in diesem Gebäudeteil wird es im obersten Stock Wohnungen geben. «Insgesamt werden wir vier 31/2- und drei 21/2-Zimmer-Wohnungen bauen. Unter dem Gebäude wird eine zweistöckige Tiefgarage erstellt, in welcher 53 Autos Platz finden.»

Flexibilität im Vordergrund

Die Bauherrin legt grossen Wert auf die Flexibilität des Gebäudes bezüglich der Nutzung. Beim Einzug, der voraussichtlich im Frühjahr 2018 erfolgen wird, sollen rund 25 Arbeitsplätze in den Räumlichkeiten der Raiffeisenbank vorhanden sein. «Wir wissen aber nicht, wie sich die Bankenwelt verändert. Darum können wir mit wenig baulichem Aufwand die Anzahl der Arbeitsplätze vergrössern oder verkleinern», sagt Ernst Zwingli. Auch die anderen Gewerberäumlichkeiten können, falls sich der Bedarf ändert, in Wohnungen umgebaut werden.

Bereits beim heutigen Bankgebäude, in welchem die Raiffeisen seit 25 Jahren untergebracht ist, hat man auf Flexibilität gesetzt. So wurde eine Wohnung in Büros umgebaut. Diese wird nach dem Bezug des neuen Bankgebäudes zurückgebaut. Ernst Zwingli ist überzeugt, dass auch die Gewerberäume der heutigen Raiffeisenbank wieder genutzt werden.

Noch ist die Baubewilligung für das 15-Millionen-Projekt nicht erteilt. Ernst Zwingli geht aber davon aus, dass nun keine Hürden mehr auftreten werden. So kann der Spatenstich gegen Ende Mai erfolgen. Den Architekturwettbewerb hat die Architektengemeinschaft Jeannette Geissmann und Tom Munz aus St. Gallen gewonnen. Realisiert wird das Neubauprojekt zusammen mit dem Architekturbüro Wickli und Partner AG mit Cyrill Rutz als Bauführer.

Die Raiffeisenbank Obertoggenburg stellt den Neubau an der Generalversammlung vor. Diese findet am kommenden Freitag, 22. April, um 20 Uhr im Büelensaal in Nesslau statt.

Ernst Zwingli Bankleiter Raiffeisenbank Obertoggenburg

Ernst Zwingli Bankleiter Raiffeisenbank Obertoggenburg