Alder + Eisenhut weiht Lager ein

Am vergangenen Freitag weihte der Sportgerätehersteller Alder + Eisenhut aus Ebnat-Kappel die neue Lagerhalle ein. Firmenchef Robin T. Alder sowie Vertreter von Kanton und Gemeinde zeigten sich erfreut, dass das Projekt trotz schwieriger Voraussetzungen zustande kam.

Ruben Schönenberger
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Die Mitarbeitenden der Firmen Alder + Eisenhut und Eberhard Bühnen versammeln sich zum Foto vor dem neuen Lager Linde. (Bilder: Ruben Schönenberger)

Die Mitarbeitenden der Firmen Alder + Eisenhut und Eberhard Bühnen versammeln sich zum Foto vor dem neuen Lager Linde. (Bilder: Ruben Schönenberger)

«Ich habe 2012 aus einem Bürofenster geschaut und gesagt, dass unser Lager doch eigentlich auf der gegenüberliegenden Wiese stehen müsste.» Auch wenn Robin T. Alders Auftakt zur Planung einer neuen Lagerhalle zufällig klingt, der Bedarf war ausgewiesen. Der Sportgerätehersteller Alder + Eisenhut verfügte davor über zwei Lager, die aber beide nicht ans eigentliche Firmengelände grenzten. Eines war sogar in Wattwil. «Wenn wir etwas im Lager begutachten mussten, dauerte das mit Hin- und Rückweg gerne mal eine Stunde», erklärt Alder den Bedarf für eine nähergelegene Lagerhalle.

«Eisi» statt «Aldi»

Bei der Führung durch die neuen Räumlichkeiten zeigen sich die Vorteile schnell. Die Abläufe zwischen den einzelnen Schritten sind nun besser aufeinander abgestimmt, bis hin zur einfacheren Beladung der Lastwagen, dank Rampen direkt am Hallentor. Ebenfalls anlässlich der Führung stellte Alder das neue Maskottchen der Firma vor. Der Saurier, mit dessen Fund unsere Zeitung die Leser in den April geschickt hatte, steht aufgebaut in der Werkhalle und hat mittlerweile einen Namen erhalten, wie Alder sagt: «Eigentlich müsste der Saurier ja <Aldi> heissen, aber dieses Wort war leider schon belegt. Also nennen wir das Maskottchen <Eisi>.»

Das war jedoch nicht die einzige Namensgebung. Auch die neue Halle selbst hat einen Namen erhalten, nämlich «Lager Linde». Die Taufe fand am frühen Nachmittag anlässlich eines Mitarbeiteranlasses statt.

Schwieriges Projekt

Aus der Idee einer neuen Halle wurde im Rückblick relativ schnell Realität. Der Weg bis zur fertigen Halle war jedoch lang. Die erste Hürde war noch die kleinste: Die Besitzerfamilie des auf dem angedachten Areal gelegenen Bauernhofs zeigte sich verkaufswillig. Doch danach wurde es kompliziert, wie Alder erklärt: «Auf dem Grundstück waren beinahe alle Zonen zu finden, die es gibt, so zum Beispiel eine Grundwasserschutz- und eine Landwirtschaftszone.»

Die Firma wollte daher erst einmal das Land kaufen und danach weiter schauen. Nur, wie sich schnell herausstellte, kann eine Aktiengesellschaft kein Landwirtschaftsland kaufen. Es brauchte ein bewilligungsfähiges Projekt, die Planung musste also schon vor dem Landkauf detailliert erfolgen. Gegen die Pläne ergriff dann ein Bürger das Referendum, es kam zur Abstimmung, die mit rund 88 Prozent Ja-Stimmen deutlich für die Neubaupläne ausfiel.

Glückwünsche vom Kanton

Auch danach war das Projekt noch nicht in trockenen Tüchern. Die Umzonung musste vom Kanton genehmigt werden, und zwar bevor die neuen Bestimmungen aufgrund des revidierten Raumplanungsgesetzes griffen, die ein Moratorium für Umzonungen vorsahen. Auch den am Einweihungsanlass ebenfalls anwesenden Regierungspräsidenten des Kantons St. Gallen, Benedikt Würth, liess die Zitterpartie nicht kalt: «Die ganze Regierung war zum Schluss ebenfalls angespannt ob dieser Zitterpartie.» Dank des erfolgreichen Ausgangs könne man heute aber auch von einem Freudentag für den Kanton sprechen.

Auch Christian Spoerlé, Gemeindepräsident von Ebnat-Kappel, zeigte sich erfreut über die neue Halle: «Dieser Neubau ist auch ein Bekenntnis für den Standort Ebnat-Kappel.» Er übermittelte den Dank der Gemeinde und zeigte sich überzeugt, dass Ebnat-Kappel mit seiner Industrie und dem Gewerbe gut positioniert sei.