Geplante Alterswohnungen nehmen Gestalt an

Die Genossenschaft Zentrum Traube blickte an ihrer ersten Hauptversammlung auf ein ereignisreiches erstes Jahr zurück. Anstelle des ehemaligen Hotels Traube in Unterwasser sollen 17 Wohnungen für ältere Menschen entstehen. Geplanter Baubeginn der Alterssiedlung ist im Frühling 2013.

Jesko Calderara
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UNTERWASSER. Im Zentrum von Unterwasser sollen in naher Zukunft ältere Menschen ein neues Zuhause finden. So sehen es jedenfalls die Pläne vor, welche Genossenschaftspräsident Rolf Züllig am Freitagabend an der ersten Versammlung der Genossenschaft Zentrum Traube präsentierte.

17 Wohnungen geplant

«In unserem ersten Geschäftsjahr ist einiges los gewesen », sagte Rolf Züllig den 22 anwesenden Genossenschaftern. Nach dem Kauf des ehemaligen Hotels Taube im April 2011 durch die neu gegründete Genossenschaft, hätte sich das Vorhaben mehr und mehr konkretisiert. Es sei ein Neubau mit 17 modernen und grosszügigen Alterswohnungen jeglicher Grösse vorgesehen. Die Überbauung wird zudem im Minergie-Standard erstellt. Ob eine gewerbliche Nutzung integriert wird, ist noch offen. Dies werde jedoch eher nicht der Fall sein, so der Genossenschaftspräsident. Als nächsten Schritt erhalten die beauftragten Architekten, das Büro Wickli & Partner aus Nesslau sowie Hanspeter Stahel, den Auftrag, das Projekt bis zur Baureife weiterzuentwickeln. «Unser Ziel ist es, mit den Abbrucharbeiten diesen Herbst zu beginnen», sagte Rolf Züllig. Ein Baubeginn im Frühjahr 2013 sei durchaus realistisch. Auf jeden Fall werde es eine spannende und interessante Sache geben, meinte er. Ein Gewinn, sowohl für ältere Menschen, welche nach einem Hausverkauf eine Wohnung in vertrauter Umgebung suchen würden, als auch für die Gemeinde.

Das Projekt kostet 6,1 Millionen

Schwerpunktmässig beschäftigte sich die Verwaltung der Genossenschaft Zentrum Traube im ersten Geschäftsjahr mit der Finanzierung des Bauprojekts, welches inklusive dem Kauf des Gebäudes rund 6,1 Mio. Franken kosten wird. «Wir verfügen bereits über 50 Genossenschafter, die ihrerseits 290 000 Franken Kapital gezeichnet haben», so Rolf Züllig. Dies genüge jedoch noch nicht, weitere Genossenschafter seien willkommen. Als Minimalziel nannte der Genossenschaftspräsident 350 000 bis 400 000 Franken Genossenschaftskapital. Erste Gespräche mit der Raiffeisenbank hätten stattgefunden, erklärte Rolf Züllig. Er sei optimistisch, für das Vorhaben eine nachhaltige Finanzierung auf die Beine stellen zu können. Als weiterer Baustein einer soliden Kapitalausstattung der Genossenschaft dienen zinslose Darlehen der Mitglieder. «Von den Initianten sind uns auf diesem Weg bereits finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt worden», sagte Rolf Züllig. Zudem sind zur Realisation der Alterssiedlung weitere Darlehen in Aussicht gestellt worden.

Verlust im ersten Jahr

Die von Kassier Gusti Niedermann präsentierte Jahresrechnung für das vergangene Jahr schliesst mit einem Verlust von rund 16 400 Franken ab. Grund dafür seien Liegenschaftskosten, denen noch keine entsprechenden Erträge gegenüberstehen, so Gusti Niedermann. Wann die Wohnungen zur Vermietung ausgeschrieben werden, liess Rolf Züllig noch offen. «Unsere Mitglieder haben bereits die Möglichkeit, ihr Interesse kund zu tun.» Je nach Anzahl der Anmeldungen, werde zu einem späteren Zeitpunkt die Zuteilung vorgenommen, so der Präsident.