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Kommentar

Timeout besser als Gegenstoss: Die Handballer brauchen Geduld

Die Handballer der Stadt St.Gallen regen in einem offenen Brief an den Stadtrat den Bau einer neuen multifunktionalen Sporthalle an. Das Anliegen der Handballer sei berechtigt, doch sie müssten sich in Geduld üben, schreibt Daniel Wirth, Leiter der Stadtredaktion, in seinem Kommentar.
Daniel Wirth
Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion

Daniel Wirth, Leiter Stadtredaktion

St.Gallen ist eine Stadt mit nationaler und internationaler Ausstrahlung für Kultur und Sport. Dieser Satz steht im Papier «Vision 2030» des Stadtrates. Doch im Handball hat die Stadt an Strahlkraft verloren. Der Schweizerische Handball-Verband (SHV) setzt in St.Gallen heute keine wichtigen Länderspiele mehr an.

Die Sporthalle Kreuzbleiche ist in die Jahre gekommen; sie genügt den Anforderungen des SHV nicht mehr. Sie wurde in den 1980er-Jahren gebaut. Andere Schweizer Städte haben inzwischen modernere Hallen hochgezogen und St.Gallen als Austragungsort für Handball-Länderspiele weit abgehängt.

Vor diesem Hintergrund ist verständlich, dass die IG Handball St.Gallen in einem offenen Brief an den Stadtrat und die Spitzen der Fraktionen im Stadtparlament den Bau einer multifunktionalen Sporthalle nach neuesten Anforderungen anregt. Schliesslich hat der Handball in der Gallusstadt Tradition und mit dem TSV St.Otmar bei den Männern und mit dem LC Brühl bei den Frauen Erfolge feiern können.

Seltsam ist indes der Zeitpunkt des Vorstosses der Handballvereine. Im Herbst 2018 haben sich der zuständige Stadtrat Markus Buschor und die Präsidenten der Handballvereine ausgetauscht. Der Sportminister und die Verantwortlichen der Fachstellen der Stadt nahmen die Bedürfnisse der Handballer auf.

Dass die Sportler in ihrem Brief der Stadt jetzt «lose Versprechungen» vorhalten und von «Gesprächen um der Gespräche willen» schreiben, gibt zu denken. Irgendetwas muss da gründlich schiefgelaufen sein, sicher bei der Kommunikation.

Der Stadtrat sollte den Wunsch der Handballer nach einer neuen Halle ernst nehmen und seine «Vision 2030» umsetzen. Die Handballer ihrerseits dürfen nicht einen Gegenstoss nach dem anderen auslösen. Sie brauchen die Stadt als Partnerin. Und sie brauchen Geduld.

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