Die sechs kantonalen Museen spannen zusammen - «Thurgauer Köpfe» startet am 6. Juni

Das erste gemeinsame Ausstellungsprojekt der sechs kantonalen Museen beginnt wegen Corona mit Verzögerung. Die Ausstellungsmacher mussten auch beim Programm Abstriche machen.

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Dominik Gügel (Napoleonmuseum), Urs Leuzinger (Museum für Archäologie), Martha Monstein, Leiterin des Thurgauer Kulturamtes, Hannes Geisser (Naturmuseum), Gabriela Keck (Historisches Museum) und Markus Landert (Kunstmuseum und Ittinger Museum).

Dominik Gügel (Napoleonmuseum), Urs Leuzinger (Museum für Archäologie), Martha Monstein, Leiterin des Thurgauer Kulturamtes, Hannes Geisser (Naturmuseum), Gabriela Keck (Historisches Museum) und Markus Landert (Kunstmuseum und Ittinger Museum).

Bild: Reto Martin, 6. Februar 2020

(red) Am Samstag, 6. Juni, ist es soweit: Die sechs kantonalen Museen öffnen die Tore zu ihrem gemeinsamen Ausstellungsprojekt «Thurgauer Köpfe». Das schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Die Museen greifen jeweils auf unterschiedliche Sammlungen und unterschiedliches Wissen zurück, um ein Thema in den Fokus zu rücken.

Das Napoleonmuseum, das Museum für Archäologie und das Ittinger Museum stellen mit der Kaiserin Eugenie, dem Archäologen Karl Keller-Tarnutzer und dem Gutsherrn Victor Fehr je eine historische Persönlichkeit ins Zentrum der Ausstellungen. Das Naturmuseum fragt, welche Tier- und Pflanzenköpfe die Natur des Thurgau prägen. Im Kunstmuseum wird die Hierarchie der Köpfe in der Kunst auf den Kopf gestellt, indem für einmal Frauen im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Das Historische Museum erörtert grundsätzlich die Frage, wer denn warum, in welchem Moment zu einem Thurgauer Kopf wird.

Kein Tag der offenen Tür

Das Coronavirus hat den Fahrplan der «Thurgauer Köpfe» gehörig durcheinandergebracht, heisst es weiter in der Mitteilung. Statt Ende April werden die sechs Ausstellungen erst am 6. Juni eröffnet, was aber der Besonderheit des Projekts keinen Abbruch tut. Vom geplanten Veranstaltungsprogramm können allerdings wegen der neuen Voraussetzungen nur Bruchstücke umgesetzt werden.

Im Kunstmuseum Thurgau laufen die Vorbereitungen trotz Corona auf Hochtouren.

Im Kunstmuseum Thurgau laufen die Vorbereitungen trotz Corona auf Hochtouren.

Bild: Donato Caspari

Der zur Eröffnung geplante Tag der offenen Tür und weitere grössere Veranstaltungen fallen «leider aus», heisst es weiter in der Mitteilung des Kantons. Anstelle der Veranstaltungen planen die sechs Museen aber Aktionswochen während der Sommerferien mit Angeboten, bei denen die Gruppengrössen klein bleiben und die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Pünktlich zur Eröffnung der «Thurgauer Köpfe» erscheint eine Safarikarte für die jungen Besucher. Es gilt, in jedem der sechs Museen eine Aufgabe zu lösen und damit den eigenen Museumslöwenpass zu vervollständigen, schreibt der Kanton weiter in der Mitteilung.

Individueller Besuch ist möglich

Einem individuellen Besuch der «Thurgauer Köpfe» steht ab dem 6. Juni nichts mehr im Wege. In den Museen gelten Besucherzahlbeschränkungen sowie weitere Schutzmassnahmen. Die Verteilung der sechs Museen über den Kanton wird zu einem Vorteil, kann doch der Weg zu den Ausstellungen selbst zum Erlebnis werden.

Die von den kantonalen Museen herausgegebene Karte «Mit Thurgauer Köpfen durch den Kanton» bietet vielfältige Vorschläge, wie und wo auch ausserhalb der Museumsmauern die Spuren von Thurgauer Köpfen zu finden sind, schreibt der Kanton weiter in der Mitteilung. So öffnen sich vielfältige Möglichkeiten, mit dem Velo oder zu Fuss oftmals unbekannte kulturelle Schätze vor der eigenen Haustüre zu entdecken.

Das sechsteilige Ausstellungsprojekt kann bis zum 18. Oktober im Historischen Museum, Ittinger Museum, Kunstmuseum, Museum für Archäologie, Naturmuseum und Napoleonmuseum besucht werden. Weiter ist ein Katalog entstanden, der die Herangehensweisen der Ausstellungsmacher zum Thema «Thurgauer Köpfe» veranschaulicht. (red)

www.museenthurgau.ch