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25-jährige Thalerin übernimmt Coop-Filiale in Rorschach

Die erst kürzlich im grossen Stil sanierte Coop-Filiale in Rorschach hat ab heute Montag eine neue Geschäftsführerin. Angela Niederer hat dafür den Weg als Quereinsteigerin eingeschlagen.
Rudolf Hirtl
Die in Thal geborene Angela Niederer vor der Coop-Filiale Rorschach, die sie seit heute Montag als Geschäftsführerin leitet. (Bild: Rudolf Hirtl)

Die in Thal geborene Angela Niederer vor der Coop-Filiale Rorschach, die sie seit heute Montag als Geschäftsführerin leitet. (Bild: Rudolf Hirtl)

Angela Niederer ist eine Frohnatur. Ein Lächeln muss sie beim Fototermin am Freitag mit dem «Tagblatt» nicht erst aufsetzen. Es steht ihr ins Gesicht geschrieben. Nach der Fahrt mit dem Rollband im ersten Stock angekommen, begrüsst sie einen Mitarbeiter und stellt im Vorbeigehen mit einem Schmunzeln fest, dass dieser kein Namensschild trägt.

Der Mitarbeiter, nichts ahnend, dass er mit seiner neuen Chefin spricht, begrüsst sie und wendet sich wieder seiner Arbeit zu. Angela Niederer lässt es gut sein. Ab heute Montag werden sich die beiden öfters über den Weg laufen. Als neue Geschäftsführerin ist sie nämlich auch für das Personal in der Coop-Filiale Rorschach verantwortlich.

Bereits als Studentin im Coop Rorschach gearbeitet

Dreissig Frauen und Männer arbeiten im neu herausgeputzten Coop am Marktplatz und sie bekommen mit der 25-jährigen Thalerin eine junge Vorgesetzte. Dass dies eine spezielle Herausforderung darstellt, glaubt sie nicht. «Ich habe bereits als Studentin in Rorschach gearbeitet und kenne die meisten Angestellten. Die zukünftigen Kolleginnen und Kollegen freuen sich auf mich und ich bin sicher, dass wir als gutes Team funktionieren werden.»

Apropos Studentenjob – wieso wird eine BWL-Absolventin der Uni St. Gallen Geschäftsführerin einer Coop-Filiale? «Ich habe zuerst wirklich nicht daran gedacht, bei Coop weiterzumachen», räumt Angela Niederer ein. Sie habe aber rasch festgestellt, dass ihr der Kontakt mit Menschen sehr gut gefalle. Ausserdem werde viel Wert auf Nachhaltigkeit gelegt, was auch ihr selbst am Herzen liege.

«Als Geschäftsführerin habe ich zudem viele Freiheiten. Ich darf vieles mitentscheiden und meine Ideen auch bei Aktionen einbringen.»

Parallel dazu trage sie auch viel Verantwortung. Nicht nur wie erwähnt beim Personal, sondern auch bei Einkauf, Einsatzplanung und Budget. Rorschach bezeichnet Angela Niederer als hartes Brot. Auf engem Raum gebe es viele Mitbewerber, andere Grossverteiler. Es werde daher auch zu ihren Aufgaben gehören, noch mehr Rorschacherinnen und Rorschacher von einem Einkauf bei Coop zu überzeugen.

Unten an der Basis angefangen

In der Regel machen Frauen oder Männer bei Coop eine Ausbildung im Detailhandel, bilden sich weiter und arbeiten sich dann Schritt für Schritt auf der Karriereleiter nach oben. Für Hochschulabsolventinnen wie Angela Niederer gibt es das sogenannte Traineeprogramm. Während zwölf Monaten absolvieren sie dort Stages in verschiedenen Unternehmensbereichen. Dabei spielen nicht nur Marketing, Management, Beschaffung, Controlling und andere Fachausbildungen eine Rolle. Anwärterinnen und Anwärter sollen auch erfahren, wie es an der Basis läuft. Da gehört das Einräumen von Regalen ebenso dazu wie die Arbeit an der Kasse oder der Einsatz an der Brot- oder Fleischtheke.

«Ich habe während dieser Zeit sehr viel über das Unternehmen gelernt und ein tolles Netzwerk mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aufbauen können», sagt Niederer, die in Thal zur Schule gegangen ist, in Frauenfeld die Kanti abgeschlossen hat und das Bachelor-Studium an der Universität St. Gallen absolviert hat. Dabei ist sie ordentlich herumgekommen. So hat sie für Coop in St. Gallen, Arosa, Feuerthalen, Heerbrugg, Winterthur und Herisau gearbeitet. In letzterer Filiale war Niederer bereits als stellvertretende Geschäftsführerin tätig, wo sie eigentlich auch bleiben sollte, ehe sich das Jobangebot am Bodensee auftat. Dies, weil der bisherige Geschäftsführer der Filiale in Rorschach, Rolf Egli, nach Herisau wechselt.

«Ich bin sehr dankbar für diese Chance. Besonders auch Rolf Egli, der mich während meiner Studentenzeit kennen gelernt hat und mich für das Traineeprogramm empfohlen hat», sagt die 25-Jährige, die in ihrer Freizeit beim Judoclub Tadashi Goldach auch mal Männer auf den Rücken legt und zudem die Kunst des Karate beherrscht. Angst zu haben braucht aber niemand vor ihr. Als Geschäftsführerin setzt sie vielmehr auf Worte und Einfühlungsvermögen.

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