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Thal will keinen Durchgangsplatz für Fahrende - jetzt geht die Suche weiter

Der Thaler Gemeinderat hat entschieden, den provisorischen Durchgangsplatz für Jenische und Sinti nicht weiterzuverfolgen. Das Baudepartement bedauert den Entscheid, akzeptiert ihn aber. Das Problem ist damit nicht gelöst.
Linda Müntener
Das Areal Fuchsloch bietet gemäss Baudepartement ideale Voraussetzungen für einen Durchgangsplatz. (Bild: Rudolf Hirtl)

Das Areal Fuchsloch bietet gemäss Baudepartement ideale Voraussetzungen für einen Durchgangsplatz. (Bild: Rudolf Hirtl)

Schweizer Fahrende haben in Thal auch weiterhin keinen Platz. Das Baudepartement wird den provisorischen Durchgangsplatz für Schweizer Jenische und Sinti im Fuchsloch aufgrund des negativen Entscheids des Gemeinderates nicht realisieren. Die Standortsuche gehe weiter, heisst es in einer Medienmitteilung des Kantons.

Der zweite Versuch scheitert

Das Baudepartement plante, im Fuchsloch einen provisorischen Durchgangsplatz für Schweizer Fahrende zu realisieren. Da der Standort aus Sicht des Baudepartementes ideal gelegen ist, sollte ein Versuch mit einem provisorischen Platz gestartet werden - ohne Erfolg.

Damit scheitert schon der zweite Versuch in Thal. Nachdem der Kantonsrat 2009 einen Beschluss über die Finanzierung von Durchgangsplätzen für Fahrende verabschiedet hatte, fasste der Kanton das Areal im Fuchsloch als fixen Platz für Fahrende ins Auge. Der Gemeinderat hiess das Projekt gut, doch Einsprecher wehrten sich. Es kam zur Urnenabstimmung. Im Mai 2014 wurde die Umzonung des Grundstücks und damit die Realisierung des Projekts mit 1183 Nein- gegen 1056-Ja-Stimmen knapp verhindert. Seither gibt es für Fahrende in der Gemeinde keinen Platz mehr.

Die Kritiker sind geblieben. Am Informationsabend zum provisorischen Durchgangsplatz Ende April gingen die Wogen hoch:

Auch Gossau sagte «Nein»

Der Kanton St.Gallen hat den Auftrag, für die Fahrenden Durchgangsplätze bereitzustellen. Trotz intensiver Suche konnte bis heute kein definitiver Standort realisiert werden. Auch in Gossau lehnten die Stimmberechtigten im Juni 2016 mit 57 Prozent Nein-Stimmen eine Umzonung ab. Diese hätte einen Durchgangsplatz für Fahrende im Industriegebiet ermöglicht.

Das Baudepartement beschloss 2016, Standorte für provisorische Durchgangsplätze zu suchen. Solche provisorischen Plätze können in der Regel ohne Baubewilligung erstellt werden und sind zeitlich befristet. Ein weiterer Vorteil bestehe darin, dass die Bevölkerung sehe, wie die Fahrenden auf den Plätzen lebten und arbeiteten, heisst es in der Mitteilung weiter. «Der Testbetrieb soll der Bevölkerung mögliche Befürchtungen und Ängste nehmen.»

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