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Tempo-30-Zonen als Mittel gegen Strassenlärm

Gossau muss bezüglich Lärmschutz nichts unternehmen. Nur der Kanton sei nicht im Zeitplan, wie aus der Antwort auf eine Einfache Anfrage hervorgeht. Die Stadt will dennoch mit Tempo-30-Zonen nachbessern.
Es bleibt noch Zeit für einen besseren Lärmschutz. (Bild: Benjamin Manser)

Es bleibt noch Zeit für einen besseren Lärmschutz. (Bild: Benjamin Manser)

Der Verkehr beschäftigt in Gossau nicht nur wegen der Staus, auch der Lärm gibt zu reden. SP-Stadtparlamentarier Florian Kob­ler macht sich diesbezüglich gar Sorgen und wollte vom Stadtrat in einer Einfachen Anfrage wissen, ob in Gossau noch viele bauliche Massnahmen nötig sind, um gesundheitsbelastenden Verkehrslärm zu verhindern oder abzuschirmen. Auslöser des Vorstosses sind Lärmschutzvorschriften, die Bund, Kantone und Gemeinden verpflichtet, Lärmsanierungen an Strassen vorzunehmen. Kobler warnte, dass die gesetzliche Frist im März abgelaufen ist und Eigentümer seit April den Minderwert ihrer Liegenschaft einklagen können.

Alles entspannt auf den eigenen Strassen

Der Vorstoss und die Lärmschutzverordnung bringen den Stadtrat nicht ins Schwitzen. Fast schon gelassen schreibt er in seiner Antwort, dass die Gemeindestrassen weder Immissions- noch Alarmwerte erreichen. Dies, weil auf diesen Strassen kein Abschnitt mit mehr als 6000 Durchfahrten pro Tag belastet werde. Auf den Kantonsstrassen, der St. Galler-, Herisauer-, Flawiler-, Bischofszeller- und Andwiler­strasse, sieht es gemäss Stadtrat anders aus. Bereits 1991 habe der Kanton mithilfe der Verkehrszahlen ein Lärmbelastungskataster erstellt. Dieses diene als Grundlage zur Priorisierung der Lärmschutzsanierungen. Viele solcher Projekte seien darauf umgesetzt, vor allem seien Schallschutzfenster eingebaut worden. Nun fehlten noch Sanierungen an der Bischofszeller- und Herisauerstrasse (Süd). Ein entsprechendes Projekt werde demnächst öffentlich aufgelegt.

Mehr Tempo 30 braucht die Stadt

Da gemäss Kanton keine Umfahrung die Verkehrssituation in Gossau verbessern könnte, habe die Stadt ein neues Strassensanierungsprojekt gestartet, das auch Aussagen zur Lärmbelastung mache. Erste Berechnungen würden zeigen, dass die Alarmwerte trotz Verkehrszuwachses nicht überschritten würden. Ein praktisches Mittel zur Lärmreduktion ist für den Stadtrat die Einführung von neuen Tempo-30-Zonen. Die neuste bundesgerichtliche Rechtssprechung lasse nun 30er-Zonen bei Durchfahrtsstrassen zu. «Der Stadtrat unterstützt diese Entwicklung», heisst es in der Antwort.

Kobler wollte wissen, was der Stadtrat unternehme, wenn die durch die Lärmverordnung vorgegebene Sanierungsfrist nicht eingehalten werden kann. Der Stadtrat sagt dazu, dass der Kanton im Jahr 2025 die umfassende Lärmsanierung erreicht haben will. Da auch andere Kantone im Rückstand seien, werde der Bund dafür auch nach 2022 noch Subventionen zahlen. (ses)

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