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Teddy und Tiere retten - in Gossau haben die Proben für das neue Theaterstück im Walter-Zoo begonnen

Die Proben für das neue Stück des Theaters im Walter-Zoo laufen auf Hochtouren. Eine märchenhafte Geschichte erwartet Kinder und Zoobesucher. Doch dahinter steckt eine ernsthafte Botschaft.
Jessy Nzuki
Die Schauspieler besetzen Doppelrollen – so ist Teddy der Bär auch Dschinn. (Bild: Michel Canonica)

Die Schauspieler besetzen Doppelrollen – so ist Teddy der Bär auch Dschinn. (Bild: Michel Canonica)

Zahlreiche Geräusche erfüllen das Zelt im Walter-Zoo. An der Kulisse des Zoo-Theaters werkeln Helfer mit einer Bohrmaschine, aus dem Vorzelt dringt das Motorengeräusch einer Holzfräse und die Musik einer Spielbox erklingt. Aus einer Kiste neben der Bühne ragt der übergrosse Kopf eines Teddykostümes. Die Vorbereitungen für das neue Stück «Rettet Teddy den Bären» sind in vollem Gange. «Das Ganze ist noch eine Baustelle. Die Arbeiten laufen parallel zu den Proben», sagt Jeannine Gleichmann-Federer, die künstlerische Leiterin des Zoos. Am 1. März sind die Artisten für das neue Theater eingetroffen. Seither proben sie vom frühen Morgen bis spät in die Nacht. «Wir beenden die Proben, wenn wir mit uns zufrieden sind. Das kann 21 Uhr, aber auch 23 Uhr werden», sagt Gleichmann-Federer.

Die 27. Produktion des Theaters im Walter-Zoo handelt von den Spielsachen in Herrn Wunderlichs Laden. Als das Fräulein Fies Teddy, den Bären, kauft, um aus seinem Fell einen Pelzmantel zu schneidern, sind die übrigen Spielsachen in Aufruhr. In der Nacht erwachen sie zum Leben und hecken gemeinsam einen Plan aus, um Teddy zu retten.

Teddybär anstelle von Nerzen oder Waschbären

Seit dem vergangenen Jahr heisst das Theater nicht mehr «Märchenwelt im Zirkuszelt», sondern Zoo-Theater. Zudem liegt den Geschichten ein Tierschutzgedanke zugrunde. «Die Botschaft der Geschichte von Teddy ist unschwer zu erkennen», sagt Gleichmann-Federer. Das Theater will auf den Konsum von Pelzen aufmerksam machen. «Nur sprechen wir von einem Teddy anstelle von Nerzen oder Waschbären.» Denn die Geschichte soll trotzdem märchenhaft und fantasievoll sein.

Die künstlerische Leiterin Jeannine Gleichmann-Federer probt ihre Jonglage. (Bild: Michel Canonica)

Die künstlerische Leiterin Jeannine Gleichmann-Federer probt ihre Jonglage. (Bild: Michel Canonica)

Nebst den Artisten gehören auch dieses Jahr wieder Tiere zum Zoo-Theater. Dario und Snow – zwei Kätzchen – hatten im vergangenen Jahr ihr Bühnendebüt. «Für das Training braucht es Fingerspitzengefühl. Regelmässige Streicheleinheiten sind da Pflichtprogramm», sagt Gleichmann-Federer.

«Je klarer ich die Szenen im Kopf habe, desto einfacher ist die Umsetzung.» Dieser Teil gefalle der Schauspielerin besonders: wenn aus den Ideen im Kopf eine greifbare Geschichte auf der Bühne wird. Viele Helfer unterstützen den Prozess, denn es gibt einiges zu tun: Das Bühnenbild gestalten, Türen sollen sich automatisch öffnen, eine abgestimmte Lichtshow wird das Schauspiel der Artisten unterstreichen, die Feinheiten der Choreografie und die Einsätze der Schauspieler müssen ausgefeilt werden.

Die Spielsachen erwachen zum Leben

Aus den Lautsprechern ertönt die Musik – die Probe beginnt. Von ihrem Häuschen über dem Zelteingang herab singt Lena Christin Pitwell als Fräulein Fies: «Ich glaube nicht, dass es hier was Schöneres gibt als mich selbst.» Auf der Bühne umsorgt Herr Wunderlich, gespielt von Zauberkünstler Miles Pitwell, seine Spielsachen. Dann dreht sich die Bühne: Der kleine Laden verschwindet und dasselbe Regal um einige Male grösser erscheint. Die Spielsachen – eben noch in kleiner Form – erwachen in Menschengrösse zum Leben. Jeannine Gleichmann-Federer reckt als Marionette Puck ihre Glieder. Die Musik wechselt und aus einer Wunderlampe erscheint Luftakrobat Adrien Mirle.

Noch ohne Kostüm probt Lena Christin Pitwell ihre Rolle als Fräulein Fies. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Noch ohne Kostüm probt Lena Christin Pitwell ihre Rolle als Fräulein Fies. (Bild: Adriana Ortiz Cardozo)

Auf Schienen fährt eine grosse Box aus Plexiglas vor. Jeannine Gleichmann-Federer steigt durch ein Türchen und beginnt zu jonglieren. Zuerst mit vier Bällen, dann mit fünf und mehr; die Bälle prallen an die Wände des Kastens – mal hinter der Artistin, mal an die gegenüberliegenden Seiten. Noch klappt nicht alles, zwischendurch lässt sie Bälle fallen. Doch bis zur Premiere am 23. März muss die Show sitzen, also Musik zurückspulen und gleich nochmals von vorne.

Hinweis

«Rettet Teddy den Bären», ab 24. März, 15 Uhr, im Zoo-Theater

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