Hallenfussball am Regiomasters in St.Gallen: Technik, Tempo und Tricks

Am 29. Regiomasters vom Sonntag in der Kreuzbleiche sind andere Fähigkeiten gefragt als draussen auf der Wiese. Überraschend nimmt diesmal auch die U21 des FC St.Gallen teil.

Ives Bruggmann
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Seit dem vergangenen Jahr spielen die Fussballer am Regiomasters mit einem Futsal-Ball. In der Bildmitte der damalige Uzwil-Akteur Andrin Holenstein. (Bild: Urs Bucher)

Seit dem vergangenen Jahr spielen die Fussballer am Regiomasters mit einem Futsal-Ball. In der Bildmitte der damalige Uzwil-Akteur Andrin Holenstein. (Bild: Urs Bucher)

Eigentlich hatte die U21 des FC St.Gallen schon abgesagt für das Regiomasters des FC Fortuna. Doch OK-Präsident René Bühler gab sich damit nicht zufrieden und meldete sich kurzerhand bei FC-St.Gallen-Präsident Matthias Hüppi. Nachdem das Team mit seinen Heimspielen aus Wil ins Espenmoos zurückgekehrt sei, würde es doch auch Sinn ergeben, wieder am Regiomasters in der Heimatstadt teilzunehmen, insistierte Bühler. Damit ist er bei Hüppi auf offene Ohren gestossen. Kurz darauf meldete sich die U21 des FC St.Gallen an. Dies, obwohl ein Teil der Mannschaft an einem Turnier in Deutschland weilt.

Die Einladung der Teams ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben des Organisationskomitees, wenngleich ein wichtiger. Den Verantwortlichen des Turniers, das am Sonntag um 8.30 Uhr beginnt, ist es gelungen, mehrere hochkarätige Mannschaften aus der Region von einer Teilnahme zu überzeugen. Neben der St.Galler U21 nimmt mit Gossau noch ein weiteres Team aus der 1. Liga teil. Zudem sind mit Uzwil, Wil U20, Bazenheid und Amriswil vier Mannschaften aus der 2. Liga interregional dabei. Auf dem Papier die beste Equipe stellt Brühl aus der Promotion League.

An den Banden hält man fest

Es spricht für das Turnier, dass immer wieder Topteams teilnehmen. «Es ist aber auch oft von den Trainern abhängig. Viele wollen grundsätzlich nicht an Hallenturnieren teilnehmen», sagt Bühler. Den Mannschaften, die dabei sind, will es der OK-Präsident möglichst recht machen. Deshalb gibt es immer wieder Umfragen unter den Trainern. Eine solche hat ergeben, dass lieber mit einem Futsal-Ball anstatt mit einem Filzball gespielt würde. Und so gab es im vergangenen Jahr die Premiere mit dem kleineren, weniger stark aufspringenden Ball. «Der Test ist geglückt. Den Futsal-Ball behalten wir bei», sagt Bühler. Das Spiel sei durch das neue Spielgerät noch technischer und kontrollierter geworden. Für den Zuschauer ein deutlicher Mehrwert. Im Gegensatz zur Sportart Futsal halten die Organisatoren jedoch an den Banden fest. «Das wollen wir dem Spielfluss zuliebe nicht ändern.»

Weiterhin geniesst die Gesundheit der Spieler bei den Veranstaltern Priorität. Die Schiedsrichter sind angehalten, lieber etwas früher zu pfeifen als zu spät. Zudem gibt es die Foulregel, bei der jene Mannschaft, die fünf Mal foult, eine Zweiminutenstrafe verbüssen muss. «Wir hatten in den vergangenen drei Jahren nur zwei Verletzungen zu beklagen», sagt Bühler, der sich jedoch bewusst ist, dass sich Unfälle nie gänzlich ausschliessen lassen. Für die fairste Mannschaft des Turniers gibt es eine Belohnung von 500 Franken.

Hüppi und Würth im Pausengespräch

In der Mittagspause findet zwischen 12.30 und 13 Uhr der «Promi-Talk» mit Matthias Hüppi und Regierungsrat Benedikt Würth statt. «Wir wollten Matthias Hüppi schon seit Jahren einladen, doch er war immer für das Fernsehen unterwegs», sagt Bühler. Nun habe es endlich geklappt. «Ich denke, wir haben zwei interessante und ebenso unterhaltsame Gäste.»

Bereits morgen stehen über den ganzen Tag verteilt die Spiele der Junioren, Senioren und des Stadtsanktgaller Cups der 4. und 5. Liga auf dem Programm.