Auch in Gossau wächst die Tagesbetreuung und wird teurer

Die Gossauer Tagesstrukturen verzeichnen für 2019 Rekordzahlen. Nun wird der Ausbau vorangetrieben.

Johannes Wey
Drucken
Teilen
Betreuung im Othmarschulhaus.

Betreuung im Othmarschulhaus.

Bild: Urs Bucher
(11. September 2017)

Der Stadtrat hat eine Überprüfung der Tarifstrukturen für die Tagesbetreuung in Auftrag gegeben. Die neuen Tarife dürften gemäss einer Mitteilung 2021 eingeführt werden und über den aktuellen Ansätzen liegen. Denn die Tagesstrukturen werden mit dem heutigen Tarif lediglich zu 22 statt zu 35 Prozent durch Elternbeiträge finanziert. Mit dieser Kritik konfrontiert, hatte der Stadtrat an der Budgetsitzung im Dezember bereits angekündigt, die Tarife zu überarbeiten. Die Resultate sollen bis Mitte Jahr vorliegen.

Aktuell nutzen 157 Schülerinnen und Schüler das Angebot und die Zahlen steigen weiter. Die Schule Gossau bietet seit Sommer 2017 eine Tagesbetreuung an. In dieser Zeit sei die Zahl der Nutzer stetig gestiegen. Die Stadt rechnet für 2024 mit 200 betreuten Kindern und 10000 Mahlzeiten.

Abklärungen für neuen Standort laufen

Angesichts dieser Zahlen hat das Stadtparlament mit dem Budget 2020 den Aufbau eines vierten Standortes bewilligt. Bisher existieren Standorte in den Schulhäusern Büel, Haldenbüel und Othmar. Aktuell laufen die Abklärungen für den Ausbau, heisst es in der Mitteilung der Stadt. Laut Schulpräsident Urs Blaser ist das Andreaszentrum noch immer ein heisser Kandidat für den neuen Standort. Auf demselben Grundstück soll einst das neue Alterszentrum der Sana Fürstenland AG stehen – und ebenfalls Platz für die Tagesstrukturen bieten.

Auch aus dem Mettendorfquartier sei Interesse an einem Standort für die Tagesbetreuung angemeldet worden, sagt Blaser. Allerdings müsse erst die Platznot im Zentrum behoben werden. Mittelfristig sei ein Standort beim Hirschbergschulhaus aber sicher ein Thema.