Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Rorschacher Trafostation wird zur Kunsthalle

Im alten Trafogebäude in Rorschach plant der Kunstverein eine Aktion mit Laser-Show, die ans Lichtjahr erinnert. Das Gebäude, das einst die Stromversorgung in der Stadt sicherstellte, dient künftig als Atelier und Ausstellungsraum.
Lisa Wickart
Lange blieb die alte Trafostation im Rorschacher Stadtwald ungenutzt. Nun richtet der Kunstverein dort unter anderem ein Atelier und Ausstellungsraum ein. Bild: Lisa Wickart

Lange blieb die alte Trafostation im Rorschacher Stadtwald ungenutzt. Nun richtet der Kunstverein dort unter anderem ein Atelier und Ausstellungsraum ein. Bild: Lisa Wickart

Seit langem steht die alte Trafostation im Rorschacher Stadtwald still – bis jetzt. Abgesehen von einer Ausstellung und einer Kunstauktion in den letzten zwei Jahren blieben die Türen der ausgedienten Station geschlossen. Das Gebäude wurde einst für die Stromversorgung verwendet, doch nun soll daraus ein Raum für Kunst werden. «Die Stadt Rorschach hat für das leere Gebäude einen gescheiten Nutzen gesucht und ihn in uns gefunden», sagt Gerd Oberdorfer vom Vorstand des Rorschacher Kunstvereins. Der Vorstand habe sofort zugesagt: «Wir sind froh, dass uns die Stadt entgegengekommen ist.» Der Verein könne den Platz gut für beispielsweise Ausstellungen gebrauchen. Nicht nur das: Unter anderem sei auch vorgesehen, dass Künstler das Gebäude als Atelier nutzen.

Der Kunstverein sei bereits dabei, verschiedene Veranstaltungen zu planen: «Wir haben schon konkrete Vorstellungen», sagt Oberdorfer. Seit der Kunstaktion Lichtjahr vor zwei Jahren habe der Verein den Wunsch gehabt, etwas Ähnliches erneut durchzuführen. Nun hat er dazu die passende Räumlichkeit gefunden: «Unter dem Namen ‹Lichtblick› soll im Trafo erstmals im September nächsten Jahres eine Kunstaktion stattfinden», sagt Oberdorfer. Organisiert wurde das Lichtjahr vom Verein Lichtblick, der aus Mitgliedern des Kunstvereins Rorschach besteht. Für die Kunstaktion im Trafo wird der Verein Lichtblick wieder aktiv.

Kunstaktion im Stil des Rorschacher Lichtjahrs

Da der Vorstand erst mit der Organisation der Kunstaktion begonnen habe, sei ein provi­sorisches Datum festgesetzt worden: «Die Aktion wird voraussichtlich vom 4. bis 19. September 2020 stattfinden.» Gemäss Oberdorfer will der Verein die Chance nutzen, das Thema Licht in verschiedenen Dimensionen umzusetzen. Er sagt:

«Wir möchten mit interessanter Lichtkunst eine breitere Schicht der Bevölkerung ansprechen.»

Dabei wolle der Verein Ideen umsetzten, die im Programm des Lichtjahrs keinen Platz mehr gefunden ­hätten.

Der Vorstand sei bereits auf der Suche nach Kunstschaffenden, um mit ihnen Konzepte für die Aktion zu entwickeln. Geplant ist nicht nur, dass Künstlerinnen und Künstler ihre Werke ausstellen, sondern auch, dass sie im Trafo arbeiten, wie Oberdorfer sagt: «Wir wollen Kunstschaffenden die Möglichkeit bieten, die alten Räume als Atelier zu verwenden.»

Lichtblick will mit Schülern arbeiten

Zur Kunstaktion würden nicht nur die Ausstellungen mit einem oder mehreren Kunstschaffenden im Gebäude gehören, sondern auch Laserprojektionen im Freien. Wie beim Lichtjahr arbeitet der Verein dafür voraussichtlich mit Schülern zusammen. Als Nachtwächterinnen und Nachtwächter erleuchteten sie damals zur Adventszeit den Stärnäweg in Rorschacherberg mit Laternen. «Was wir dieses Mal machen werden, wissen wir jedoch noch nicht genau», sagt Oberdorfer. In ein bis zwei Monaten könne der Vorstand mehr dazu sagen. Bis dahin wolle der Verein seine Ideen konkretisieren und die Frage nach der Finanzierung geklärt haben.

Dass das alte Gebäude ursprünglich nicht als Kunsthalle gedacht war, sieht man unter anderem an der begrenzten Versorgung: «Im Trafo haben wir weder WC-Anlagen noch sonstige Wasserversorgung», sagt Oberdorfer. Eine Heizung gebe es auch nicht, dafür aber Strom. Diesbezüglich hat der Kunstverein mit der Stadtverwaltung eine Abmachung getroffen. «Für einzelne, grössere Veranstaltungen wie Vernissagen oder Vorträge können in Absprache mit der Hauswartung die WC-Anlagen des Schulhauses Pestalozzi genutzt werden», heisst es von Seiten der Stadt. Eine bauliche Veränderung sei hingegen nicht geplant. Dafür habe der Verein freie Hand, was er in den drei leeren Räumen auf die Beine stellt.

Der Kunstverein will die alte Trafostation gemäss Oberdorfer nicht erst für die geplante Kunstaktion nutzen. Bereits jetzt arbeite ein Künstler in einem der leeren Räume. Ohnehin veranstaltet der Verein einmal im Monat einen Anlass an verschiedenen Orten: «Es ist gut denkbar, dass bald schon eine Veranstaltung im Trafo stattfinden wird.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.